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25. Mai 2005

Primäre und sekundäre Religion als Kategorie der Religionsgeschichte des Alten Testaments

Symposium der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg im Internationalen Wissenschaftsforum – 27./28. Mai 2005, Hauptstraße 242

Das Alte Testament ist das "Endprodukt" und der schriftliche Niederschlag verschiedener religiöser Wandlungen und Strömungen des alten Israel. Religiöse Überlieferungen aus Geschichte, Prophetie und Dichtung wurden immer wieder verändert, aktualisiert und überarbeitet. Die in die altisraelitische Religion Hineingeborenen passten damit ihre religiöse Überlieferung der jeweiligen Gegenwart an.

In nachexilischer Zeit erfährt dieser Prozess eine tiefgreifende Veränderung. Immer stärker tritt die Bindung des einzelnen Menschen an den einen Gott in den Vordergrund, gepaart mit einer zunehmenden Bindung an Glaubensinhalte. Schrift und Text werden nun zum Gefäß für die Inhalte, als "Buch" – besser: in sich abgeschlossene Buchsammlung – wird das schriftliche Alte Testament zum grundlegenden Dokument für mehrere Religionen. Zu den in diesem Buch kodifizierten Inhalten kann man sich nun bekennen, wenn man sich einer dieser Religionen zugehörig wissen will.

Der nachexilische Wandel des "Religionstyps", der sich parallel zur und verbunden mit der Kanonbildung ergeben hat, ist Gegenstand unterschiedlicher religionsgeschichtlicher Forschungen. Ziel des Internationalen Symposiums Primäre und sekundäre Religion als Kategorie der Religionsgeschichte des Alten Testaments (und Alten Orients) ist es, zu klären, ob mit den Kategorien der primären und sekundären Religion die Wandlung hin zur alttestamentlichen sekundären (Buch-) Religion bzw. Bekenntnisreligion adäquat beschrieben werden kann. Diese Kategorien wurden von Theo Sundermeier (Heidelberg) entwickelt und von Jan Assmann (Heidelberg) auf die Abgrenzung ägyptischer und alttestamentlicher Religion angewandt.

Im Gespräch mit Sundermeier und Assmann sowie Forschenden aus verschiedenen Disziplinen der Ägyptologie, Altorientalistik, Religionswissenschaft und Theologie werden die Teilnehmenden des Symposiums diese Fragen erörtern.

Das Symposium wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Stiftung Universität Heidelberg unterstützt.

Weitere Informationen, Programm und ausführliche Beschreibung


Rückfragen bitte an
Priv.-Doz. Dr. Andreas Wagner
Forschungsstipendiat der DFG an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg
Tel. 06221 543520
andreas.wagner@urz.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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