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24. Mai 2005

Jahresfeier der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Das Akademienprogramm besitzt kulturübergreifende Bedeutung. Heidelberger Akademie der Wissenschaften verleiht Witzenmann- und Freudenberg-Preis – Neues Forschungsprojekt "Buddhistische Steinschriften" nimmt Arbeit auf

Dr. Daniel F. Legler, Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg und Dr. Antje Tumat (v.l.n.r.) im Hof der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein zentrales Anliegen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Dr. Daniel F. Legler, Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg und Dr. Antje Tumat (v.l.n.r.) im Hof der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

Bis auf den letzten Platz war die Alte Aula der Universität Heidelberg gefüllt, als am Samstag die Heidelberger Akademie der Wissenschaften ihre Jahresfeier beging. "Die Öffnung des Akademienprogramms soll und wird, wenn denn – das freilich ist die Bedingung – das Volumen des Programms Handlungsspielräume schafft, Akademie und Universitäten enger zusammenführen", so Akademiepräsident Prof. Peter Graf Kielmansegg in seiner Begrüßung. Doch so erfolgreich die Heidelberger Akademie sich im letzten Jahr auch als interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit ihren 22 Projekten zeigte, in der nahen Zukunft steht ihr ein entschiedener Richtungswechsel bevor. Die Forderung des Wissenschaftsrats künftig unter dem Dach der deutschen Akademien keine naturwissenschaftliche Forschung mehr zu fördern, stelle eine schwierige Weichenstellung für das künftige Profil der Akademien dar: "Wenn man wünscht, dass die Akademien der Ort des die Fächergrenzen überschreitenden Dialogs zwischen den Wissenschaften sein sollen – und die Politik scheint dies zu wünschen – dann ist es unvernünftig, den Naturwissenschaften das fachliche Interesse an der Präsenz in den Akademien zu nehmen", resümierte Graf Kielmansegg.

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Landesakademie Baden-Württembergs
Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Landesakademie Baden-Württembergs, ist eine der herausragenden Forschungseinrichtungen im deutschen Südwesten.

Trotz des Sparkurses, auf dem die deutschen Akademien sich gegenwärtig befinden, gelang es, in Heidelberg ein neues Akademieprojekt ins Leben zu rufen. Die Forschungsstelle "Buddhistische Steinschriften in China" erforscht, sichert und deutet buddhistische Texte in Nordchina. Die untersuchten Sutren sind in bis zu drei Meter hohen Zeichen in den gewachsenen Fels gemeißelt. Dieses Vorhaben betone deutlich die kulturübergreifende Dimension der Akademienprogramm, so Kielmansegg: "Und dass es deutsche Wissenschaftler sind, die gemeinsam mit chinesischen Wissenschaftlern eine faszinierende Facette des kulturellen Erbes Chinas erschließen, ist für unser Land nicht bedeutungslos."

Der Karl-Freudenberg-Preis 2005 ging an Dr. Daniel F. Legler. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit "Signalübertragung in Membranmikrodomänen entscheidet über Leben und Tod von Tumorzellen". Legler erforscht bereits seit einigen Jahren, wie sich Krebszellen vermehren. Vor kurzem gelang ihm ein Durchbruch: "Auf jeder Zelle, auch auf Krebszellen, gibt es sogenannte Rezeptoren. Ich konnte nun erstmals exakt feststellen, welche Rolle ein ganz bestimmter Botenstoff für das Schicksal einer Zelle spielt. Der Tumor-Nekrose-Faktor nämlich gibt einer Krebszelle das Signal zu sterben – oder auch, sich weiter zu vermehren und so einen gefährlichen Tumor wachsen zu lassen." Interessanterweise spielt genau dieser Botenstoff auch bei anderen weitverbreiteten Krankheiten wie Multipler Sklerose, Rheumatischer Arthritis und Alzheimer eine wichtige Rolle.

Der Walter-Witzenmann-Preis 2005 wurde an Dr. Antje Tumat verliehen, sie erhielt die Auszeichnung für ihre Publikation "Dichterin und Komponist: Ästhetik und Dramaturgie in Ingeborg Bachmanns und Hans Werner Henzes ›Der Prinz von Homburg‹". Ihre wissenschaftliche Arbeit richtet sich als methodische Anregung gleichermaßen an die noch junge Librettoforschung in den Literaturwissenschaften wie die Opernforschung in der Musikwissenschaft. Beide Preise sind mit 6000 Euro dotiert. Festredner der Akademie war Prof. Dr. Karlheinz Stierle, das Thema seines Vortrags lautete: "Zeitgestalten – Figurationen der Zeitlichkeit in Prousts »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«"



Rückfragen bitte an
Dr. Johannes Schnurr
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Tel. 06221 54 34 00, Fax 54 33 55
johannes.schnurr@urz.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an :
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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