Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English
Besucher, Internationale Beziehungen, Heidelberg und RegionStartseiten der FakultätenAufbau der Universität, Personalverzeichnis, ServiceeinrichtungenFächerübersicht, Beratung, Informationen für ausländische StudierendeProjekte, Publikationen, Technologietransfer

Startseite > Presse >

 
15. April 2005

Werner Koch: ZEITZEICHEN

Ausstellung des zeitgenössischen Künstlers Werner Koch in der Abguss-Sammlung des Seminars für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg – 24. April bis 10. Juli 2005 – Zur Eröffnung am 22. April um 18.00 Uhr sind die Medien herzlich eingeladen

Ausstellung des zeitgenössischen Künstlers Werner Koch in der Abguss-Sammlung des Seminars für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg

Werner Koch stellt den Abgüssen antiker Skulpturen seine umrissartigen Figuren gegenüber, die nach Passanten in den Straßen New Yorks skizziert sind. Der extreme Kontrast soll vom Betrachter weitergedacht werden: Die modernen Gestalten in ihrer Zufälligkeit und Anonymität verändern den Blick auf die scheinbar vertrauten, zeitlos schönen Formen einer vergangenen Welt.

Hier ein Text des Künstlers zu der Sonderausstellung:
"Auf den Straßen von Manhattan skizziert oder fotografiert der Künstler Werner Koch Personen, die für einen Augenblick in sein Bewusstsein rücken. Am Tag dieser Begegnungen kauft er Zeitungen. Das so gesammelte Material verarbeitet er auf der Grundlage konkreter Konzeptionen zu Bildern, Objekten und Installationen. Er befragt das Verhältnis des Einzelnen zur Masse, die unterschiedlichen Wirklichkeiten. Zeit, Zeitfluss, Überlagerung und Vergessen bestimmen die Arbeit. Die Serie ist sein Arbeitsprinzip.

In seinen Bildern haben die Menschen einen durch Zeitungsfragmente definierten Umraum, oder das Innere der Silhouetten ist mit Elementen aus Printmedien gefüllt. Werden sie zu freistehenden Zeichen, entsteht im Zusammenspiel von Mensch, Zeit und dem jeweils konkret gewählten Raum ein wechselndes Beziehungsgeflecht.

Mit einer Installation aus 40 Figuren mit einer Höhe bis zu 2 Metern und einer Bilderwand verändert Koch den Ausstellungsrhythmus der Abguss- Sammlung im Bewusstsein eines Gedankenaustausches mit einem bedeutenden Erbe der abendländischen Kultur. Eine Spiegelung des Menschenbildes in der Begegnung zweier "Epochen". Zeichen der Vergangenheit werden konfrontiert mit Zeichen aus dem Hier und Heute.

Durch Klarheit und Gesetzmäßigkeit gekennzeichnete menschlich-göttliche Gestalten stehen in Beziehung zu flüchtig erfassten Äußerlichkeiten von Personen. In Form und Größe übersteigert bilden die Körperzeichen eine zweite Bildebene mit wechselnden Durchblicken auf die Abgüsse.

Der Künstler ist Maler. Dies macht er auch durch seine skizzenhaft dargestellten Figuren deutlich, die nur eine geringe Tiefe aufweisen. Den Plastiken aus Gips stellt er menschliche Umrisse aus Pappe mit Zeitungspapier umhüllt gegenüber. Schwarz steht zu Weiß.

Ein spannendes Wechselspiel zwischen Linien und vollplastischen Formen entsteht. Durch das unbestimmte Innere der Silhouetten fällt der Blick auf die antiken Statuen. Sehgewohnheiten werden verändert, die Sammlung zu einer neuen Erfahrungslandschaft.

Durch die Schönheit des Maßes und die durchformte Körperlichkeit der Statuen wird unzweifelhaft auch eine erotische Ausstrahlung deutlich.

Sexualität nicht ausschließlich körperorientiert, sondern als ein Teil des Geistig-Seelischen. In der damaligen Gesellschaft eingebunden in den Kontext von Mythos, Kult und Religion. Dieses Verständnis von Sexualität konfrontiert Werner Koch mit einer Facette von Gesellschaft und Sexualität heute. Teile einer Bildserie, die Elemente aus Printmedien als Zeitzeichen der Alltagskultur verarbeitet, sind in der Ausstellung zu sehen. Die Lust des Augenblicks, der Verbrauch steht dem überdauernden Eros gegenüber. Die kompakte Anordnung fokussiert diesen Blickwinkel. Kunst im Spannungsfeld zwischen Reflexion und sinnlich-ästhetischer Dimension."

Die Ausstellung wird vom 24. April bis zum 10. Juli 2005 in der Abguss-Sammlung des Seminars für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg, Marstallhof 4, gezeigt. Öffnungszeiten: Sonntag, 11.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch, 15.00 bis 19.00 Uhr und Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag, 15.00 bis 17.00 Uhr.

Weitere Informationen:
Dr. Hermann Pflug, Seminar für Klassische Archäologie
Tel. 06221 542515
antikenmuseum@urz.uni-heidelberg.de
www.klassische-archaeologie.uni-hd.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English