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14. April 2005

Eine Spende, die Leben rettet

20.000. Spenderin im Heidelberger Stammzellspender-Register aufgenommen – Bislang 77 Spenden an Patienten weltweit vermittelt

Stammzellspende in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg.

Stammzellspende in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Foto: Medienzentrum Universitätsklinikum Heidelberg


Jährlich erkranken in Deutschland ca. 10.000 Menschen an Leukämie oder einer anderen bösartigen Erkrankung des Blutes. Die Transplantation von Blutstammzellen oder Knochenmark eines Spenders ist für viele die einzige Chance zu überleben.

Um einen geeignete Spender zu finden, müssen sich möglichst viele spendewillige Menschen registrieren lassen; denn dadurch steigen die Chancen, dass ein Spender mit den passenden Gewebemerkmalen gefunden werden kann. Das Heidelberger Stammzellregister (HSR) am Universitätsklinikum Heidelberg konnte jetzt die 20.000. freiwillige Spenderin aufnehmen und sich bei Svenja Reuter aus dem badischen Weingarten im Rahmen einer Pressekonferenz bedanken.

In Deutschland sind zurzeit insgesamt 2,4 Millionen Spender in mehr als 30 Registern gemeldet; weltweit sind es rund 9,6 Millionen registrierte Spender. "Dennoch können für 20 Prozent der Patienten keine geeigneten Spender gefunden werden. Deshalb ist jeder neue registrierte Spender wichtig", erklärte Professor Dr. Gerhard Opelz, Ärztlicher Direktor der Abteilung Transplantationsimmunologie bei der Pressekonferenz am 13. April 2005 in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg.

Heidelberger Register wird wegen hoher Qualität besonders häufig angefragt

Das Heidelberger Register wurde erst 2001 gegründet, konnte jedoch bereits 75 passende Stammzell-Spenden für schwerkranke Menschen in aller Welt vermitteln. "Damit haben wir durchschnittlich dreimal so viele Anfragen und Spenden wie andere deutsche Spenderdateien", erklärte Professor Opelz.

Grund für die hohe Aktivität des Registers ist die exzellente Qualität der Typisierung der Gewebemerkmale (HLA), die darüber entscheiden, ob eine Stammzellspende vom Körper des Empfängers toleriert wird. "Als einziges Register in Deutschland bestimmt das HSR bei allen Spendern mittels molekulargenetischer Methoden die Gewebemerkmale HLA-A, -B und -DR ", sagte Dr. Sabine Scherer, Leiterin des HSR.

Typisierungsaktionen für einzelne Patienten mobilisieren tausende Freiwillige

Der rasche Aufbau des Heidelberger Registers beruht vor allem auf den 19 Typisierungsaktionen, die von dem Verein B.L.U.T e.V. (Bürger gegen Leukämie und Tumorerkrankungen, Weingarten) im Raum Heidelberg-Karlsruhe durchgeführt wurden und tausende Spender mobilisieren konnten. "Das Engagement für den einzelnen Patienten, der dringend eine Transplantation benötigt, motiviert viele Menschen", sagte Elke Jordan, die Vorsitzende des Vereins. "Wir wollen der Spende ein Gesicht geben."

Ungelöst ist nach wie vor die Finanzierung der Registrierungen, denn die Kosten (pro Spender ca. 60 Euro) werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Mit Tatkraft und Kreativität bemüht sich deshalb der Verein auch um finanzielle Spenden, die eine Registrierung und damit die Transplantationen überhaupt erst möglich machen.

Die Stammzelltransplantation hat heute die Transplantation von Knochenmark fast vollständig ersetzt. In den vergangenen Jahren konnte die Zahl der Transplantationen erheblich gesteigert werden. Zu den führenden Zentren in Europa gehört die Abteilung V der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Anthony Ho). Im vergangenen Jahr wurden hier 57 Transplantationen von Spenderstammzellen sowie 188 Transplantationen von patienteneigenen Blutstammzellen durchgeführt.

Weitere Informationen im Internet:
Heidelberger Stammzellregister
Telefon: 06221 – 56 39 809
E-Mail: hsr@med.uni-heidelberg.de
www.poliklinik-hd.de/Klinik/Spenden/Stammzellspende/stammzellspende.html

B.L.U.T. e.V.
Bürger gegen Leukämie- und Tumorerkrankungen
www.blutev.de

Zentrales Knochenmarkspenderregister Deutschland
www.zkrd.de

Die Unterlagen zur Pressekonferenz finden Sie online unter:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/uploads/media/pressemappe_pk13-04-05_01.zip

Rückfragen bitte an:
Dr. Sabine Scherer
E-Mail: sabine_scherer@med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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