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6. April 2005

Risikosport für das Gehirn?

Die "Heidelberger Boxerstudie" untersucht, welche Hirnschäden Boxer davon tragen können – Studienteilnehmer gesucht

Gefährdet Boxen das Gehirn? Seit Jahren wird diese Frage kontrovers diskutiert. Haben Boxer möglicherweise sogar ein besseres zeitliches und örtliches Reaktions- und Koordinationsvermögen als die Durchschnittsbevölkerung. Weitere offene Fragen sind: Wie groß ist das Risiko dieser Sportart tatsächlich? Und wie können Boxer ihrem Sport möglichst sicher nachgehen? Unklar ist auch, ob die Anzahl der absolvierten Kämpfe, die Verwendung eines Kopfschutzes und der Boxstil die Hirnschäden beeinflussen.

Eine Studie der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für Empfehlungen zum Boxsport. Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) wird untersucht, wie groß das Ausmaß der Veränderungen im Gehirn ist. Die Studienteilnehmer werden zudem neuropsychologisch getestet; ihre Testergebnisse werden mit den Hirnveränderungen im MRT verglichen.

Für die "Heidelberger Boxerstudie" werden noch männliche und weibliche Amateurboxer sowie professionelle Boxer und freiwillige Teilnehmer, die keinen Boxsport betreiben, gesucht.

Nachweis winziger Veränderungen mit der Magnetresonanztomographie

"Es ist nicht bekannt, wie häufig bei Boxern etwa winzige Hirnblutungen durch Scherbewegungen sind", erklärt Privatdozent Dr. Stefan Hähnel, Oberarzt der Abteilung Neuroradiologie der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg, der die Studie gemeinsam mit Privatdozentin Dr. Uta-Meyding-Lamadé, Oberärztin der Neurologische Universitätsklinik Heidelberg durchführt. "Weiterhin ist gut möglich, dass trotz möglicher kleiner Scherblutungen die Reaktionsgeschwindigkeit bei Boxern und die neuropsychologischen Aufmerksamkeits- und Geschwindigkeitstests besonders gut ausfallen", sagt Frau Meyding-Lamadé. Hierzu gibt es bislang noch keine Untersuchungen.

"Die Verletzungen lassen sich mit dem hochmodernen Heidelberger MRT bei einer Feldstärke von 3 Tesla hervorragend nachweisen", sagt Dr. Hähnel. Auch minimale Veränderungen des Hirnvolumens und der Hirnmasse können identifiziert werden.

Die kostenfreie Untersuchung der Studienteilnehmer findet in der Regel am Wochenende statt; sie nimmt etwa 2,5 Stunden in Anspruch. Alle Teilnehmer (Boxer und freiwillige Vergleichsprobanden) erhalten einen "offiziellen" fachärztlichen Befund der MRT-Untersuchung. Dadurch können u. a. Abnormitäten entdeckt werden, die das Risiko beim Boxen erhöhen (Gefäßaussackungen, die beim Boxen platzen könnten, Zysten usw.). Die Kosten dieser Screening-Untersuchung in einer Praxis würden sich auf über 500EUR belaufen.

Interessenten wenden sich bitte an:
E-Mail: boxerstudie@yahoo.de (mit Angabe von Name und Telefonnummer)
oder Telefon:
Privatdozent Dr. Stefan Hähnel: 06221 – 56-39608
Privatdozentin Dr. Uta Meyding-Lamadé: 06221 – 56-37501

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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