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29. April 2005

Europas zwölf Top-Unis legen Thesenpapier zur Forschung vor

Universität Heidelberg aktiv an der League of European Research Universities (LERU) beteiligt – Forschungsintensive Universitäten spielen eine zentrale Rolle beim Aufbau des europäischen Forschungsraums

Das Thesenpapier zum Download:

www.uni-heidelberg.de/leru.html

Hinter LERU verbirgt sich die 2002 gegründete "League of European Research Universities", in der sich zwölf besonders forschungsstarke Universitäten zusammengeschlossen haben. LERU greift jetzt erneut in die Diskussion über das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union ein, das in zwei Jahren in Kraft treten und die europäische Hochschullandschaft tiefgreifend verändern wird.

Im Hinblick auf dieses von 2007 bis 2013 laufende Programm hat LERU ein Statement veröffentlicht, in dem 27 Thesen zu einer künftigen europäischen Förderpolitik universitärer Forschung aufgestellt und neun Empfehlungen ausgesprochen werden, die unter anderem darauf abzielen, das "Lissabon-Programm" umzusetzen. Diese Vereinbarung sieht vor, künftig drei Prozent des Bruttoinlandprodukts der jeweiligen Mitgliedstaaten der europäischen Forschung zugute kommen zu lassen. "Alleine das würde einen immensen Fortschritt – auch für Heidelberg – bedeuten", ist sich Dr. Jens Hemmelskamp sicher, Leiter des Dezernats "Forschung und Projektmanagement" der Universität Heidelberg.

"Es ist äußerst wichtig, dass die 27 Thesen des LERU-Statements Gehör finden", betont Hemmelskamp. "Mit dem Thesenpapier besteht die Chance, das öffentliche Bewusstsein für die große Bedeutung der Grundlagenforschung nicht nur auf europäischer Ebene zu schärfen, sondern auch die weltweite Wahrnehmung auf die zwölf beteiligten LERU-Forschungsuniversitäten zu lenken", erklärt Hemmelskamp die Dimension der 27 Thesen. "Ganz klar wollen wir auch in den forscherischen Wettstreit mit den USA treten!" Und das scheint durchaus notwendig, setzen doch die Vereinigten Staaten die Maßstäbe, was die Möglichkeiten der Grundlagenforschung betrifft.

Zwar führt laut einer Studie der britischen "Times" die Universität Heidelberg die deutsche Hochschullandschaft an und platzierte sich als einzige in der Top 50 der Welt. Doch lag die Ruperto Carola im internationalen Vergleich lediglich auf Rang 47. "Das soll natürlich besser werden", erklärt Jens Hemmelskamp, der einen wesentlichen Fortschritt, der sich durch LERU ergibt, ins Feld führt. "An LERU sind die zwölf besten europäischen Universitäten beteiligt, die ihre Leistungsfähigkeit durch eine fundierte Evaluation unter Beweis stellen mussten. Gleichwohl ist jeder der zwölf Partner auf einem speziellen Gebiet viel besser als andere – und dient somit als Messlatte, an der sich die andern elf orientieren müssen."

Somit begaben sich alle Partner mit ihrer Beteiligung in einen "Dauer-Benchmark", den permanenten Qualitätsvergleich. Dabei ziehen die besseren Standorte die anderen mit, was ein stetes "Training der Universitäten" zur Folge hat. "Wir müssen uns in Europa mit den Besten messen lassen – fühlen uns dem aber auch durchaus gewachsen. Denn ganz klar muss die Ruperto Carola in der europäischen Topliga mitspielen, will sie weltweit wahrgenommen werden. Die Richtung geht eindeutig hin zu einer immer stärkeren Internationalisierung", betont Hemmelskamp.

Ruperto Carola war Gründungsmitglied von LERU

Die Ruperto Carola war eines der Gründungsmitglieder von LERU und investierte bis dato viel Energie in die Arbeit der kleinen aber feinen Gruppe. Zugleich knüpft man von deutscher Seite aber auch große Erwartungen an die "League" und erhofft sich nachhaltigen Erfolg für den Bereich der EU-Förderung. Hierbei geht es neben einem Austausch von Erfahrungen unter exzellenten europäischen Universitäten nicht zuletzt auch um den Aufbau persönlicher Kontakte von Wissenschaftlern und Administratoren mit möglichen europäischen Partnern und mit den Institutionen der Europäischen Union.

Gemeinsam mit den Partnern aus Cambridge, Edinburgh, Genf, Helsinki, Leiden, Löwen, München, Mailand, Oxford, Straßburg und Stockholm lassen sich die Interessen durch die Institution LERU besser vertreten und die Diskussion zum nächsten – dem siebten – Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission frühzeitig mitgestalten. Dabei geht es vor allem um eine bessere Stellung der reinen Grundlagenforschung, die bislang nicht so intensiv aus den Fördertöpfen der EU unterstützt wurde, wie es eigentlich möglich und nötig gewesen wäre.

"Man könnte durchaus sagen, dass die Grundlagenforschung in Europa unterfinanziert ist. Die der angewandten Forschung vorgeschaltete Grundlagenforschung wird durch die EU oder die Industrie keineswegs angemessen gefördert", erklärt Jens Hemmelskamp. "Natürlich wollen wir auch eine stärkere Rolle in der EU spielen, und uns um mehr Einfluss in der Forschungspolitik bemühen. Wir wollen aber auch die Vernetzung zwischen den einzelnen Universitäten verbessern und größere Erfolge bei Projektanträgen erzielen."

Alle Bemühungen richten sich indes auf das 2007 in Kraft tretende Forschungsrahmenprogramm, das die Grundlagenforschung mehr in den Vordergrund rücken wird. "Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist hierbei der ‚European Research Council', den man als eine auf europäischer Ebene agierende DFG bezeichnen könnte. Denn genau so, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft auf Bundesebene Universitäten unterstützt, wird der Research Council dies im europäischen Rahmen tun", erklärt Dr. Hemmelskamp. "Dabei spielt natürlich auch die Tatsache eine Rolle, dass die EU-Forschungsförderung für uns immer bedeutender wird. Wir wollen unbedingt vermeiden, nur von einer Quelle abhängig zu sein. Das hätte unter Umständen fatale Folgen", ist er sich sicher.



Rückfragen bitte an
Dr. Jens Hemmelskamp
Universität Heidelberg
Seminarstraße 2, 69117 Heidelberg
Tel. 06221 542145, Fax 543599
hemmelskamp@zuv.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse




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