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7. April 2005

Von der Nachricht zur Hörfunk-Reportage

In der Lehrredaktion "HeidelR@d" können Studenten in den Journalismus schnuppern – "Redaktionskonferenz wie im richtigen Leben"

"Journalistisches Schreiben" war das Thema des Seminars mit Radio Regenbogen-Redakteur Antti Soramies (M.).

"Journalistisches Schreiben" war das Thema des Seminars mit Radio Regenbogen-Redakteur Antti Soramies (M.). Foto: Alex

Ein Ausflugsdampfer hat einen Pfeiler der Alten Brücke in Heidelberg gerammt. Die Besatzung und die Passagiere – eine Rentnergruppe aus Hamburg – blieben unverletzt, mussten jedoch mit kleinen Rettungsbooten evakuiert werden. Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde vorübergehend eingestellt. Wie man aus diesen (fiktiven) Informationen aus einem Polizeibericht eine Nachrichtenmeldung macht, darüber zerbrechen sich die 13 Studenten des Kurses "Journalistisches Schreiben" den Kopf. Was ist die wichtigste Information? Das Unglück selbst, die Einstellung des Schiffsverkehrs oder doch die Tatsache, dass die Rentner evakuiert wurden?

Antti Soramies favorisiert Letzteres. Er muss es wissen, denn er ist seit 15 Jahren im Journalismus-Geschäft. Der Nachrichten-Redakteur von Radio-Regenbogen leitet das Seminar, das Teil des Projekts "HeidelR@d" (sprich: Heidelred) der Ruprecht-Karls-Universität ist. In dieser multimedialen Lehrredaktion können Studierende erste Erfahrungen im Journalisten-Gewerbe sammeln und ins Mediengeschäft hineinschnuppern. Und das alles kostenlos, denn "HeidelR@d" wird von der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) unterstützt. In 13 Kursmodulen lernen die Studis das Nachrichtenmetier kennen.

Vorkenntnisse brauchen die Teilnehmer keine und es ist auch nicht so, dass sich nur gescheiterte Geisteswissenschaftler in den Kurs verirren. Vielmehr sind Studenten aus allen Fachrichtungen vertreten. Und keineswegs wollen alle Journalist werden. Daniela Brandt etwa will durch den Kurs ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Sie studiert Japanologie, Slawistik und Ostasiatische Kunstgeschichte. "Ich will mir hier Kompetenzen holen, die ich später für eine Bewerbung brauchen kann", erzählt sie.

Die Idee zu dem Projekt stammt von Nils Birschmann. Er arbeitet seit 1989 als Rundfunk-Journalist und leitet mittlerweile die Unternehmenskommunikation bei der SRH-Holding. Mit seinem "HeidelR@d"-Konzept ist er bei der LfK auf offene Ohren gestoßen – schließlich ist die Anstalt per Gesetz verpflichtet, die Medienkompetenz der Baden-Württemberger zu fördern. Im Sommersemester 2003 fiel dann der Startschuss.

Zu Beginn machte der Journalist noch so gut wie alles selbst. In diesem Jahr konnte er sich ein wenig zurücknehmen und hat für verschiedene Kurse Referenten von außerhalb geholt. Wie etwa Regenbogen-Redakteur Soramies, der Birschmann beim "journalistischen Schreiben" vertritt. Das Thema "Recherche" wird den Kursteilnehmern ein Kollege vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" näher bringen.

Am Ende des Kurses steht ein Fortgeschrittenen-Seminar, bei dem die Kenntnisse noch einmal vertieft werden. Zum Abschluss erstellen die Studenten eine Hörfunk-Reportage. In einer Abschlussbesprechung werden die Beiträge dann diskutiert. "Das ist ein wichtiger Effekt. Das ganze läuft wie eine Redaktionskonferenz ab, wie im richtigen Leben", berichtet Birschmann. Um am fortgeschrittenen-Seminar teilnehmen zu können, sollte man möglichst alle 13 Einzelkurse belegt haben. Anmeldungen "en bloc" werden bei der Auswahl der Kursteilnehmer bevorzugt.

Besondere Genugtuung verschaffen Birschmann die Rückmeldungen von ehemaligen Teilnehmern, die in seinem Metier Fuß gefasst haben. Ein ehemaliges "HeidelR@d"-Mitglied studiert mittlerweile in Leipzig Journalismus. Für die 60 Studienplätze gab es 600 Bewerber. Der Heidelberger setzte sich auch deshalb durch, weil im Auswahltest eine Aufgabe gestellt wurde, die er schon aus der Heidelberger Lehrredaktion kannte.
Steffen Blatt

INFO: Die "HeidelR@d"-Kurse finden im Zentrum für Studienberatung und Weiterbildung (ZSW) in der Friedrich-Ebert-Anlage 62 statt. Die aktuelle Reihe hat gerade erst begonnen, am Montag, 11. April, findet das zweite Seminar statt. Anmeldungen sind noch möglich. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.heidelred.uni-hd.de.

Rückfragen von Journalisten (keine Anmeldungen zum Kurs!) bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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