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15. April 2005

Mehr "Durchblick" in Sachen Kunst

Wie werden Gemälde betrachtet?

Biologen und Kunstfreunde könnten mit Hilfe von Psychologen und Kunsthistorikern den richtigen "Durchblick" bekommen. Das zumindest erhofft sich Professor Raphael Rosenberg. Der Kunsthistoriker hat an der Universität Freiburg Blickbewegungen bei der Betrachtung von Gemälden untersucht und setzt diese Studien nun in Heidelberg am Institut für Europäische Kunstgeschichte fort. Seine These: Das Erkennen von Bildstrukturen kann trainiert werden. Sollte sich dies bestätigen, könnten Laien zu Kunstkennern werden. Und sogar Molekularbiologen könnten beim Mikroskopieren davon profitieren.

Gemeinsam mit dem Psychologen Christoph Klein und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Juliane Betz hat Rosenberg festgestellt, dass Kunstexperten und Laien Gemälde auf unterschiedliche Weise anschauen. Untersuchungen der Augen mit einer speziellen Kamera zeigen demnach, dass beim längeren Betrachten eines Bildes die Blickbewegungen nicht etwa gleiten, sondern springen. Die Forscher stellten zudem fest, dass Kunstexperten bestimmte, vom Bildaufbau vorgegebene Blickbahnen, weitaus öfter wiederholen als die kunstwissenschaftlich ungeschulten Versuchspersonen.

Untersuchungen an der Universität Heidelberg in Kooperation mit der Universität Bangor in Wales sollen die bisherigen Ergebnisse nun überprüfen. "Wir müssen einwandfrei klären, ob die Fähigkeit, Gemälde ästhetisch zu genießen mit der Fähigkeit, Bildstrukturen überhaupt zu begreifen, zusammenhängt oder hirnphysiologisch sogar dasselbe ist", sagt Rosenberg. Sei dies der Fall, könne dieses Begreifen trainiert werden. "Jeder Laie kann dann durch Üben zum Kunstexperten und Genießer werden", meint der 43-Jährige.

Sollten Studenten tatsächlich entsprechend geschult werden können, brächte das nicht nur im Fach Kunstgeschichte Vorteile. "In den Naturwissenschaften gewinnen Bilder als Darstellungs- und damit auch Erkenntnismedium eine wachsende Bedeutung", ist Rosenberg überzeugt. Wäre nachweisbar, dass das Bildauffassungsvermögen trainierbar ist, könnten die Biologen von den Kunstwissenschaftlern viel lernen, glaubt Rosenberg.

Sylvia Pabst

INFO: www.uni-heidelberg.de

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