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1. April 2005

"Ägypten – eine bäuerliche Gesellschaft: ländliches Leben einst und jetzt"

Fotoausstellung im Seminar für Ägyptologie der Universität Heidelberg ergänzt durch Ausstellungsobjekte, die teilweise zum ersten Mal zu sehen sind – Themenbereiche: Landwirtschaft und Handwerk – 13. April bis 13. Juli 2005

In der Ägyptischen Sammlung im 4. Stock des Kollegiengebäudes im Marstallhof wird während des Sommersemesters eine Fotoausstellung über das Landleben in Ägypten in vergangener Zeit und heute präsentiert.

Nirgendwo sonst haben sich Traditionen über Tausende von Jahren so unverändert halten können wie in Ägypten, und nirgendwo sonst lässt sich das so gut feststellen wie hier. Aus Gräbern der Pyramidenzeit wissen wir: Schon zur Zeit von Cheops und Chephren wurde zum Beispiel Korn so geschnitten, wie heute noch in abgelegenen ländlichen Gebieten.

Es werden Fotos vom Leben im heutigen Ägypten gezeigt, denen Darstellungen aus altägyptischen Gräbern gegenübergestellt werden. So kann sich der Betrachter sein eigenes Bild über kulturelle Tradition als lebendiges (oder auch nicht mehr lebendiges) Erbe in Ägypten machen. Ergänzt werden die Bilder durch Ausstellungsobjekte aus den angesprochenen Themenbereichen. Diese sind teilweise zum ersten Mal ausgestellt, weil sie normalerweise im Magazin schlummern.

Die beiden hauptsächlichen Themengebiete, aus denen Bilder und Objekte ausgestellt werden, sind Landwirtschaft und Handwerk. Diese gliedern sich auf in so unterschiedliche Bereiche wie Ackerbau, Ernte und Viehzucht, Weberei, Fischerei und Töpferei.

Die Sammlung wurde vor fast 100 Jahren von Herrmann Ranke gegründet und diente dem Zweck, den Studenten und der Öffentlichkeit Anschauungsmaterial zum alten Ägypten zu bieten, da es früher nicht so leicht war, nach Ägypten zu reisen. Sie bietet einen repräsentativen Querschnitt durch alle Epochen und Lebensbereiche des alten Ägypten.

Den Grundstock zur Sammlung legte eine Spende von 5000 RM einer Heidelbergerin. Von diesem Geld wurde in Kairo auf dem Kunstmarkt das meiste dessen gekauft, was heute ausgestellt ist. Es kamen später noch sehr viele Objekte aus Grabungen in die Sammlung, die Ranke zusammen mit Wissenschaftlern aus Freiburg in Mittelägypten durchführte. Die meisten dieser Gegenstände stammen aus der christlichen Periode, der so genannten koptischen Zeit, und aus griechisch-römischer Zeit. Einige Stücke aus anderen Ausgrabungen kamen als Schenkung oder im Austausch nach Heidelberg.

Die Öffnungszeiten sind während des Semesters mittwochs von 17-19 Uhr und sonntags von 11-13 Uhr. 1986 erschien der von Erika Feucht et alii verfasste vorbildliche Gesamtkatalog der Sammlung "Vom Nil zum Neckar", der leider seit vielen Jahren vergriffen ist. Eine Neuauflage ist geplant.

Die Ausleihe einiger Objekte über die Zeit des Sommersemesters 2004 und die damit verbundenen Lücken in der Dauerausstellung gaben den Anstoß zu der Idee, eine Fotoausstellung über Ägypten zu organisieren. Fotos von Dina Faltings und vor allem der Fotografin des Instituts Dr. Eva Hofmann zeigen die erstaunlichen Parallelen zwischen früherem und heutigem Leben. Dazu sind Objekte aus pharaonischer und koptischer sowie griechisch-römischer Zeit ausgestellt, wovon viele zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen sind, weil sie vom rein kunstgeschichtlichen Standpunkt aus von geringem Interesse sind und deswegen meist nur im Magazin liegen. Die Gegenstände gehören der Alltagssphäre an und ergänzen die Bilder, machen sie begreiflich. Sie sind durch farblich unterschiedene Beschriftungen hervorgehoben, wobei jede Farbe für eines der behandelten Themen steht.

Ein Katalog erklärt mit Darstellungen aus pharaonischen Gräbern, Zeichnungen und Fotos die angeschnittenen Themen.

Die meisten der Fotografien stammen von der sehr versierten Fotografin und Kunsthistorikerin Dr. Eva Hofmann. Sie zeugen von ihrem hohen ästhetischen Anspruch und ihrer technischen Perfektion. Ausgesprochen schöne Eindrücke wechseln sich ab mit informativen und amüsanten Ein- und Ausblicken in heutige und uralte Abläufe des Landlebens. Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, Fotografien zu bestellen.

Der neu gegründete Verein "Forum der Freunde des Instituts für Ägyptologie und seiner Sammlung" hat die Ausstellung finanziell unterstützt und damit erst ermöglicht.

Während der Semesterferien ist die Sammlung geschlossen und kann nur nach Vereinbarung besichtigt werden. Öffnungszeiten: mittwochs von 17.00 bis 19.00 Uhr, sonntags von 11.00-13.00 Uhr (außer feiertags). Eintritt frei; Zum Sommersemester wird ein Katalog zur Fotoausstellung ein zweites Mal aufgelegt.

Weitere Informationen:
Dr. Dina Faltings
Kustodin der Sammlung des Seminars für Ägyptologie
Tel. 06221 542536/33
dina.faltings@urz.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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