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8. März 2005

Welchen Wert hat Theologie?

Einladung zur Pressekonferenz: Mittwoch, 23. März 2005, 12.30 Uhr, Senatssaal, Alte Universität, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Welchen Wert hat Theologie? Nicht wenige sind der Meinung: gesellschaftlich gesehen einen unerheblichen und zu vernachlässigenden.

Wie in Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hat nun auch der Landesrechnungshof Baden-Württemberg die Auslastung der theologischen Fakultäten eingehend geprüft. Dabei konzentrierte er sich auf die Auslastung im Bereich der Lehre und gelangt zu dem Ergebnis, die theologischen Fakultäten seien viel zu üppig ausgestattet, hier würden also anvertraute Steuergelder verschwendet. Vor dem Hintergrund der Behauptung, Kirche, Religion und Theologie befänden sich in der bundesrepublikanischen Gesellschaft in einem unaufhaltsamen Marginalisierungsprozess, sei es geboten, die personelle und finanzielle Ausstattung theologischer Fakultäten in einer ersten Phase spürbar zu reduzieren und für eine zweiten Phase weitere Einschnitte anzukündigen.

Die Theologische Fakultät der Universität Heidelberg, der von allen vier theologischen Fakultäten Baden-Württembergs noch die beste Auslastung attestiert wurde, widerspricht energisch den Ergebnissen und Forderungen des Landesrechnungshofes:
  • Die konstant steigenden Zahlen der Studienanfänger konterkarieren den unterstellten Marginalisierungsprozess;
  • Die Forschungsleistungen werden überhaupt nicht berücksichtigt; dies ist als selbst gesetzte Begrenzung der Berechnungen möglich, allerdings unsachgemäß, wenn die begrenzten Berechnungen unmittelbar zur Forderung nach Stellenkürzungen führen;
  • Die in Heidelberg vorbildliche interdisziplinäre Vernetzung der Theologischen Fakultät innerhalb der gesamten Universität wird nicht wahrgenommen;
  • Die enorme internationale Verflechtung der Theologischen Fakultät Heidelberg mit gegenseitigem Austausch von Studierenden und Lehrenden und einer Fülle von internationalen Forschungsprojekten bleibt ebenfalls unberücksichtigt;
  • Die innovativen Leistungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung im sog. dritten Sektor, die in Heidelberg vom Diakoniewissenschaftlichen Institut deutschland- und europaweit nachprüfbar erbracht werden, werden ignoriert.
Die vorgelegten Ergebnisse und Forderungen sind schon aufgrund der fehlerhaften Voraussetzungen zurückzuweisen.

Wissenschaftliche Theologie, wie sie in Heidelberg betrieben wird, dient in interdisziplinär wie international formierter Lehre und Forschung einer dreifachen Aufgabenstellung: Sie ist kritische Selbstreflexion des christlichen Glaubens, sie erforscht und vermittelt historische und kulturelle Erscheinungsformen der christlichen Tradition in ihrer Wirkungskraft für die kulturellen, religiösen und moralischen Grundlagen der Gegenwart, und sie ist der exemplarische Ort, an dem christlicher Glaube sich in den wissenschaftlichen und den öffentlichen Diskurs um Voraussetzungen und Gestalt von globalisierter Kultur und Gesellschaft einbringt. Diese wissenschaftliche Theologie hat einen Wert für Universität, Gesellschaft, Kirchen und Religionen.
Mit freundlichem Gruß, Dr. Michael Schwarz

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


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