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3. März 2005

Tradition und Zukunft

Empfang für Gastwissenschaftler und DAAD-Stipendiaten – Prorektor Prof. Dr. Angelos Chaniotis unterstreicht mit Blick auf das kürzlich erarbeitete Strategiepapier die internationale Ausrichtung der Ruperto Carola – Festvortrag von Altrektor Prof. Dr. Volker Sellin über die Geschichte der Heidelberger Alma Mater

Sie suchen diese Universität so oft und zahlreich wie keine andere klassische Universität in Deutschland auf: ausländische Gastwissenschaftler und Studierende. Dementsprechend voll war die Aula der Alten Universität jetzt beim traditionellen Empfang des Rektors – im Beisein der Kanzlerin – für die internationalen Gäste der Ruperto Carola.

In seiner Begrüßung beschrieb Professor Angelos Chaniotis, im Rektorat für die internationalen Beziehungen zuständig, kurz die Situation, in der sich die Heidelberger Universität gegenwärtig befindet: Im Rahmen des angestoßenen Elite-Diskurses, der derzeit im politischen Tauziehen ein wenig an Dynamik verloren hat, habe die Ruperto Carola beschlossen, ihre passive Rolle aufzugeben. Ergebnis, so Chaniotis, sei das jetzt verabschiedete Strategiepapier, in dem dargestellt wird, wie Heidelberg innerhalb von drei Jahren zur europäischen Spitze gehören will. Die Internationalisierung spiele dabei eine herausragende Rolle. Schon jetzt sei die Ruperto Carola auf diesem Feld hervorragend positioniert, weitere Partnerschaften und Kooperationen werden jedoch in nächster Zeit noch folgen. Der persönliche Kontakt bleibe dabei die wichtigste Voraussetzung. Professor Chaniotis dankte schließlich dem Akademischen Auslandsamt für seine Arbeit und auch den Mitarbeitern der Gästehäuser, die ebenso wie viele gastgebende Wissenschaftler der einzelnen Fakultäten den Weg in die alte Aula gefunden hatten.

Während der Prorektor beim Empfang gemäß dem Motto der Universität "Aus Tradition in die Zukunft" gewissermaßen den visionären Part übernahm, sorgte Altrektor Professor Volker Sellin mit seinem Festvortrag über die Geschichte der Heidelberger Universität für das nötige Basiswissen der Neu-Heidelberger. Der Historiker verwies darauf, dass die Ruperto Carola heute die älteste Universität auf deutschem Boden sei und skizzierte, was den damaligen Kurfürsten Ruprecht I. 1386 bewogen hatte, eine Hochschule am Neckar zu errichten. Sellin ging bei seinem Ritt durch sechs Jahrhunderte Universitätsgeschichte auf alle wichtigen Stationen ein – auf Heidelberg als Hochburg des Humanismus und auf die Schwierigkeiten im Dreißigjährigen Krieg, in dem die berühmte Bibliotheca Palatina zur Beute des Papstes wurde. Er referierte die Krise zu Beginn des 19. Jahrhunderts, die 1803 zu einer Neuorganisation der Heidelberger Universität führte und dabei für einen großen Aufschwung sorgte; seitdem spricht man auch von der Ruprecht-Karls-Universität, in deren Name sich der bedeutende Beitrag des Großherzogs Karl Friedrich von Baden wiederspiegelt.

Professor Volker Sellin ging auf berühmte Heidelberger Wissenschaftler ein, auf die Nobelpreisträger der Universität und auch auf den Amerikaner Jacob Gould Schurman, der seiner ehemaligen Alma Mater Anfang der 1930er Jahre durch eine Spendenaktion den Bau der Neuen Universität ermöglichte. Danach folgte an der Ruperto Carola erst einmal das dunkle Kapitel nationalsozialistischer Herrschaft. Die Entwicklung nach 1945 sei vor allem durch einen großen Anstieg der Studierendenzahlen (insbesondere auch der weiblichen) gekennzeichnet sowie durch die Verlagerung der Naturwissenschaften in einem modernen Campus im Neuenheimer Feld. Und die Zukunft? "The future is hard to predict", hielt sich der Altrektor bedeckt. Doch in einem ist er sich sicher: Die Heidelberger Ruperto Carola wird auch weiterhin internationale Gäste aus aller Welt anziehen.
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