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1. Februar 2005

Spitzenpreis der Biotechnologie verliehen

Vier Nachwuchswissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg wurden am 31. Januar 2005 in Berlin ausgezeichnet

Vier Nachwuchswissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg wurden am 31. Januar 2005 in Berlin ausgezeichnet

Die BioFuture-Preisträger 2004 bei der Preisverleihung am 31. Januar in Berlin. Aus Heidelberg dabei: Dr. Friedrich Frischknecht (1. von links), Dr. Carsten Watzl (2. von links), Dr. Raffi Bekeredjian (3. von rechts) und Dr. Markus Meissner (2. von rechts). Der Preis wurde verliehen von Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staastsekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung (5. von links). Foto: Jennifer Sauerland


Vier Nachwuchsforscher der Medizinischen Fakultät Heidelberg wurden gestern mit dem BioFuture-Preis 2004 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet. Mit einem Preisgeld von im Durchschnitt je 1,5 Millionen Euro ist dies die höchst dotierte Auszeichnung für junge Wissenschaftler in Deutschland.

Im Rahmen einer zweitägigen Präsentation des BioFuture-Wettbewerbs in Berlin überreichte der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kasparick die Preise an acht Gewinner, darunter: Dr. Raffi Bekeredjian von der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmologie der Medizinischen Universitätsklinik (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Hugo A. Katus), Dr. Friedrich Frischknecht und Dr. Markus Meissner (beide Abteilung Parasitologie des Hygieneinstituts, Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Michael Lanzer) und PD Dr. Carsten Watzl vom Institut für Immunologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Stefan Meuer).

Krebs, Malaria und schwere Herzerkrankungen im Blickfeld

Mit den Preisgeldern bauen die jungen Wissenschaftler ihre Arbeitsgruppen am Universitätsklinikum auf und verfolgen ein selbst gewähltes Forschungsthema. So ist Dr. Carsten Watzl bereits seit 2002 Leiter einer so genannten Nachwuchsgruppe am Institut für Immunologie. "Unser Labor beschäftigt sich mit den Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) des Immunsystems. Sie sind bei der frühen Immunabwehr gegen Infektionen und auch gegen Krebs von Bedeutung", sagt Dr. Watzl. Ziel ist, die Aktivität der NK-Zellen auf molekularer Ebene zu regulieren und sie so z.B. gegen Krebszellen zu aktivieren.

Seit 1. Januar 2005 leitet Dr. Markus Meissner seine Arbeitsgruppe in der Abteilung Parasitologie des Hygieneinstituts. Der Forscher beschäftigt sich mit Parasiten, die Malaria, Toxoplasmose (auf Menschen übertragbare Tierseuche) und andere Krankheiten verursachen können. "Wir suchen nach bestimmten Genen von Parasiten, die für den Erreger essentiell sind, um in seine Wirtszellen einzudringen bzw. diese zu zerstören", beschreibt Dr. Meißner seine Arbeit. "Solche Gene repräsentieren gute Angriffspunkte für die Medikamenten- und Impfstoffentwicklung."

In derselben Abteilung startet Dr. Friedrich Frischknecht ab 1. Juli 2005 eine Arbeitsgruppe. Gegenstand seiner Forschung, die der junge Wissenschaftler im Moment noch am Pasteur Institut Paris betreibt, sind die Mechanismen der Malaria-Übertragung von Stechmücken auf den Menschen. "Wir wollen die molekularen Mechanismen erforschen, die die Beweglichkeit der Malaria-Parasiten beeinflussen. Ein weiteres Ziel ist, mit Hilfe modernster Mikroskopietechnik Einblicke in die innere Struktur der Parasiten zu erhalten", erklärt Dr. Frischknecht. Er hofft, dadurch eventuell neue Ansätze zur Bekämpfung der Malaria entwickeln zu können.

Dr. Raffi Bekeredjian baut seine Arbeitsgruppe in der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmologie der Medizinischen Universitätsklinik auf. Sein Forschungsgebiet liegt im Bereich der experimentellen Ultraschall-Anwendungen: "Wir können in kleine Bläschen ("Microbubbles") bestimmte Wirkstoffe oder Gene verpacken, sie in einem Zielorgan durch hochenergetischen Ultraschall gezielt zum Platzen bringen und so die Wirkstoffe freisetzen", erklärt der Preisträger. In einigen Jahren soll die weiterentwickelte Technik z.B. zur Therapie von schweren Herzerkrankungen eingesetzt werden.

Begehrter Preis lockt Nachwuchsforscher aus dem In- und Ausland

Ziel des BioFuture-Wettbewerbs ist es, exzellente Nachwuchskräfte für die Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Biotechnologie zu gewinnen. Seit 1998 haben sich mehr als 1200 Forscher an diesem erfolgreichen Wettbewerb beteiligt, 51 Preisträger profitieren bisher von der Förderinitiative.

Der Wettbewerb ist auch international sehr erfolgreich. So konnten bereits 12 deutsche Wissenschaftler aus dem Ausland zurückgeholt werden und fünf ausländische Spitzenkräfte forschen mit BioFuture-Unterstützung in Deutschland. Schon jetzt haben 20 Preisträger einen Ruf an eine Universität erhalten, 11 Nachwuchskräfte haben ein eigenes Unternehmen gegründet und zusammen über 250 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Dabei konnten sie mehr als 80 Millionen Euro an privatem Kapital mobilisieren.

Informationen im Internet:
http://www.biofuture-wettbewerb.de
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/pressemitteilungen/ 2005/01/pm16_05.htm

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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