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7. Februar 2005

Dreißig erfolgreiche Berufungen im vergangenen Jahr

Rektor Prof. Peter Hommelhoff kritisiert bei der Begrüßung der Neuberufenen den Beraterkreis "Hochschulentwicklung 2020": "Sollte die Landesregierung ihren Universitäten, die bekanntlich fast sämtlich zu den besten zwölf in Deutschland zählen, so wenig zutrauen?"

Dreißig erfolgreiche Berufungen im vergangenen Jahr


Beim traditionellen Professorium – der universitätsöffentlichen Begrüßung der neuberufenen Professorinnen und Professoren – blickte Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff in der Aula der Alten Universität auf dreißig erfolgreiche Berufungen im vergangenen Jahr zurück. Hommelhoff nahm zu neuesten hochschulpolitischen Entwicklungen Stellung, die durch die Novellierung des Landeshochschulgesetzes zu Beginn des Jahres in Kraft getreten sind. Hochschulautonomie bildete ein zentrales Thema. Seine Kritik richtete sich auch gegen den Beraterkreis "Hochschulentwicklung 2020": "Sollte die Landesregierung ihren Universitäten, die bekanntlich fast sämtlich zu den besten zwölf in Deutschland zählen, so wenig zutrauen?"

Hier seine Rede in Auszügen: "Gern gibt Ihnen, verehrte Neuberufene, die Ruperto Carola Gelegenheit, sich der Gemeinschaft der Heidelberger Hochschullehrer vorzustellen, und ich danke Ihnen sämtlich sehr, dass Sie diese Gelegenheit wahrnehmen. Kommt doch im Professorium aufs Schönste Ihr Eintritt in die Heidelberger communitas professoralis zum Ausdruck."

"Insgesamt dreißig Berufungsverfahren konnten im vergangenen Jahr mit der Ernennung der berufenen Kolleginnen und Kollegen erfolgreich abgeschlossen werden. Dafür ist allen Akteuren, vorzüglich der Kanzlerin mit ihrem Stab und letztmalig im vergangenen Jahr dem Wissenschaftsministerium, herzlich zu danken. Das neue Landeshochschulgesetz hat die Berufungszuständigkeit bekanntlich auf die Hochschulen verlagert, aber damit zugleich die mit Berufungen verbundene Arbeit."

Tempo der Berufungen im internationalen Wettbewerb wichtig

"Mit Freude sehe ich, mit welchem Engagement sich unsere Universitätsverwaltung auf die neue Lage auch mit dem Ziel einstellt, die Berufungsverfahren wesentlich zu beschleunigen. Gleichermaßen erfüllt es mich mit Genugtuung, wie stark das Ministerium unter dem neuen Recht seinen Beitrag schon jetzt beschleunigt hat. Offenbar eint alle Akteure die sich umhörende Erkenntnis, dass auch das Tempo der Berufungsverfahren ein Datum im internationalen Wettbewerb der Universitäten ist."

"Von den dreißig neu ernannten Kolleginnen und Kollegen haben sich heute Abend zweiundzwanzig in der Alten Aula zum gegenseitigen Kennenlernen eingefunden. Das stimmt mich froh und dankbar, wenn ich auch nicht verhehlen möchte, dass ein fehlendes Drittel mich auch deshalb betrübt, weil in ihm manche Neuberufung enthalten ist, die nur mit ganz außergewöhnlichen Anstrengungen von Fakultäten, Instituten und der Gesamtuniversität geschultert werden konnte."

"Erlauben Sie mir einen kurzen Überblick über die erfolgreichen Berufungen des letzten Jahres: Von den zwölf Fakultäten der Ruperto Carola ist heute nur eine nicht durch Neuberufungen vertreten: die Fakultät für Chemie und Geowissenschaften. Auffällig dagegen der Vorrang der nichtmedizinischen Berufungen vor den medizinischen. Diese machten im vergangenen Jahr nur ein Fünftel der Neuzugänge aus. Diese Schwerpunktverschiebung haben die Juristische und die Philosophische Fakultät sowie die für Biowissenschaften verursacht."

Kleine Fächer der Philosophischen Fakultät sind profilgebend und stehen nicht zur Disposition

"Mit sechs Ernennungen hat die Philosophische Fakultät eindrucksvoll die zentrale Bedeutung unterstrichen, die ihr und ihren kleinen Fächern innerhalb der Ruprecht-Karls-Universität zukommt. Sie sind profilgebend und stehen auch für den Beraterkreis ‚Hochschulentwicklung 2020', den die Landesregierung Baden-Württemberg Ende letzten Jahres zusammengerufen hat, nicht zur Disposition: weder insgesamt, noch in einzelnen Fächern. Was insofern getan werden muss, nehmen die Universität Heidelberg und ihre Gremien selbst in die Hand: Wir werden die Binnenstrukturen weiter optimieren, inneruniversitäre Vernetzungen befördern, Schwerpunkte nachjustieren und die kleinen Fächer, wo geboten, auch weiter ausbauen. So werden wir im Bereich der Orientwissenschaften über ihre Ergänzung durch eine Judaistik-Professur zu beraten haben, um unsere Verbindungen zur Hochschule für Jüdische Studien weiter zu stärken."

"Universitäten können und wollen sich aus sich selbst heraus fortentwickeln und erneuern. Darin liegt die gelebte Hochschulautonomie in ihrem Kern und nicht etwa in der vom Wissenschaftsminister angedachten Alternative, dass die Hochschulen im Nachhinein zu den Überlegungen seines Beraterkreises Stellung nehmen und zu ihnen eigene Vorschläge entwickeln. Sollte die Landesregierung ihren Universitäten, die bekanntlich fast sämtlich zu den besten zwölf in Deutschland zählen, so wenig zutrauen?"

"Über die zukünftigen Herausforderungen sind wir uns gewiss sehr schnell einig: Wie können die Hochschulen befähigt werden, im internationalen Wettbewerb zur Spitze aufzuschließen und dort mitzuhalten? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung weiter verbessert und intensiviert werden? Wie kann die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Universitäten mitsamt der ihrer Fakultäten und Institute vor dem Hintergrund stagnierender öffentlicher Haushalte finanziell abgesichert werden? Wie sind öffentliche Zukunftsinvestitionen zu definieren? Sind Verschiebungen innerhalb des Staatshaushaltes unverzichtbar? Was können insoweit Studiengebühren leisten?"

"Diesen Herausforderungen und anderen mehr stellen sich die Landesuniversitäten und insbesondere die in Heidelberg mit Engagement und sogleich. Zu ihrer Bewältigung werden wir Überlegungen und Konzepte entwickeln und sie gern mit dem Wissenschaftsminister erörtern. Wenn er dazu seinen Beraterkreis hinzuziehen will, so soll uns dieser willkommen sein."

"Nur in so strukturierten Prozessen von unten nach oben (bottom up) lebt die Hochschulautonomie; für ihre Verstärkung im neuen Landeshochschulgesetz sind wir dem Minister und dem baden-württembergischen Landtag dankbar. Denn welche Gefahren Einbrüche in die Hochschulautonomie mit sich bringen können, hat die Juristische Fakultät in den vergangenen Jahren existentiell erlitten. Mit den vier Damen und Herren, die sich heute als Neuberufene vorstellen, hat die Juristische Fakultät endgültig das Tal der Tränen durchmessen. Mit dem herzlichen Willkommen verbinde ich gern noch einmal die öffentliche Anerkennung und den Dank an diese Fakultät, trotz größter Bedrängnisse ihre führende Stellung in Deutschland behauptet zu haben."

"Unter den Neuberufenen dürfen wir insgesamt zehn Damen begrüßen. Mit diesem Anteil von einem Drittel befindet sich die Universität Heidelberg ein weiteres Mal auf gutem, weil ermutigendem Weg. Unter diese Marge sollten wir in den kommenden Jahren möglichst nicht mehr fallen."

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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