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9. Februar 2005

Intime Gesichter der Wissenschaft

"Nobelpreisträger im Porträt" – Auch Heidelberg hinterließ Spuren in dem Bildband von Peter Badge

Der Heidelberger Bert Sakmann erhielt den Nobelpreis 1991

Der Heidelberger Bert Sakmann erhielt den Nobelpreis 1991. Foto: Verlag

Schlicht, ästhetisch, ansprechend ist er aufgemacht, der kürzlich im ars vivendi Verlag erschienene Fotoband "Nobelpreisträger im Porträt". In 246 Porträts stellt der junge Hamburger Fotograf Peter Badge, Jahrgang 1974, Nobelpreisträger vor: Von 2000 bis 2004 reiste er für dieses Projekt rund um den Globus, um ihrer ansichtig – oder besser – mit der Kamera habhaft zu werden.

Seit 1901 wurden mehr als 650 Medaillen und Urkunden vergeben, noch heute gilt der Nobelpreis als die weltweit höchste Auszeichnung, welche ein Forscher erringen kann. Doch "Badges Ziel ist es, die Laureaten in offenen, persönlichen Situationen zu fotografieren und sie nicht als formelle, unerreichbare Denkmäler darzustellen", so heißt es im Vorwort.

Und tatsächlich zeigen die ausschließlich in Schwarzweiß gehaltenen Porträts keine gravitätischen Säulenheiligen, keine unnahbaren Lorbeergekrönten, wie der Begriff ‚Laureat' wörtlich übersetzt heißt. Vielmehr handelte es sich bei Badges Abbildungen um intime Momentaufnahmen. Es gelingt ihm, mit der Kamera den Blick freizugeben auf Persönlichkeiten, die ansonsten ausschließlich in ihrer wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Funktionalität öffentlich präsent werden.

Das unkonventionelle und originelle Projekt – und dies gilt vor allem, wenn man die gespreizte Tradition der Portraitfotografie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts berücksichtigt – trägt bei allem naturgemäß internationalen Gepräge auch lokale Spuren. So findet sich in dem Bildband ein Porträt des Heidelbergers Wissenschaftlers Bert Sakmann. Er erhielt 1991 den Nobelpreis in der Kategorie "Physiologie oder Medizin" für "die Entdeckung der Funktion der Ionenkanäle in der Zelle".

Mit einem größeren Betrag wurde der Bildband überdies von der Klaus-Tschira-Stiftung unterstützt, sie übernahm die Reisekosten für Peter Badge. Auch viele bereits bekannte Gesichter, naturgemäß vor allem die Friedens- und Literaturnobelpreisträger, tauchen in ausdrucksstarken, ungewöhnlichen Posen in dem Band auf. Michail Gorbatschow etwa als stiller, zugleich körperlich wuchtig wirkender Denker, ein skeptischer Günter Grass vor einer Arbeitsplatte mit Tonfiguren, der Dalai Lama in buddhistischer Grußpose, doch dieses Mal fast ohne jeden Anflug eines Lächelns, Nelson Mandela wie sein eigenes, bereits für die Ewigkeit in Stein gemeißeltes Denkmal.
Johannes Schnurr

Peter Badge: Nobelpreisträger im Porträt. ars vivendi Verlag, 319 Seiten. 39,90 Euro.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
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