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10. Februar 2005

Homöopathisches Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden im Test

Naturheilkunde-Ambulanz der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg sucht Teilnehmerinnen für wissenschaftliche Studie

Die Universitäts-Frauenklinik Heidelberg sucht für eine Studie Frauen, die an Beschwerden in den Wechseljahren leiden. Getestet werden soll die Wirksamkeit des homöopathischen Komplexmittels Ovaria comp. Die Studie wird von der Ambulanz für Naturheilkunde und Integrative Medizin durchgeführt, die 1993 an der Frauenklinik eingerichtet wurde und 1993-1998 von der Karl und Veronica Carstens-Stiftung und seit 1999 von der H. W. & J. Hector-Stiftung, Weinheim gefördert wurde.

"Viele Frauen, die Beschwerden in den Wechseljahren haben, wenden Naturheilmittel an", erklärt Professor Dr. Thomas Strowitzki, Ärztlicher Direktor der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, zu der die Naturheilkunde-Ambulanz gehört. Nachdem Hormonpräparate seit einigen Jahren wegen ernsthafter Risiken mit Zurückhaltung eingesetzt werden müssen, ist die Nachfrage nach pflanzlichen und homöopathischen Präparaten noch größer geworden. "Deshalb benötigen wir dringend Studien, die ihre Wirksamkeit prüfen", so Professor Strowitzki.

Bei der geplanten neunmonatigen Studie handelt es sich um eine placebo-kontrollierte, doppelblinde Studie, die die heutigen Anforderungen an eine wissenschaftliche Arzneimittelstudie erfüllt: Weder Patientin noch Arzt wissen, wann das Präparat oder das Placebo (= wirkstofffreie Kügelchen, die sich nicht vom Präparat unterscheiden), eingenommen wird. Drei Behandlungsgruppen sind geplant, die zeitversetzt Präparat oder Scheinpräparat einnehmen. "Jede Teilnehmerin erhält 24 Wochen das homöopathische Mittel und 12 Wochen das Placebo", sagt Dr. Cornelia von Hagens, Leiterin der Naturheilkunde-Ambulanz.

"Nach unseren langjährigen Erfahrungen mit der Anwendung von homöopathischen Mitteln bei Wechseljahresbeschwerden kommt es unter dieser Behandlung häufig zu einer Besserung", sagt Dr. von Hagens. Das getestete Mittel Ovaria comp ist seit 1954 im Handel, es handelt sich um ein so genanntes Komplexmittel, d.h. es enthält mineralische und tierische Substanzen in sehr starker Verdünnung. Die behandelnden Ärzte haben bislang gute Erfahrungen gemacht, Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Trotzdem dürfen Frauen, deren Wechseljahresbeschwerden durch die Behandlung einer Tumorerkrankung hervorgerufen wurden, aus Sicherheitsgründen nicht an dieser Studie teilnehmen.

Den Teilnehmerinnen der Studie wird neben der kostenlosen medikamentösen Behandlung eine genaue Untersuchung ihrer Wechseljahresbeschwerden in der Ambulanz für Naturheilkunde und Integrative Medizin mit insgesamt fünf bis acht Ambulanzbesuchen angeboten.

Anmeldungen und Terminvereinbarungen:
Ambulanz für Naturheilkunde und Integrative Medizin
Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, Voßstrasse 9
69115 Heidelberg
Fax: 06221 / 56 54 33
Tel: 06221 / 56 38 312
E-Mail: frauenklink_ambulanz-nhv@med.uni-heidelberg.de

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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