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11. Februar 2005

Ozonloch und Treibhauseffekt. Verändert der Mensch das Klima?

Vortrag von Prof. Dr. Mojib Latif, Institut für Meereswissenschaften, Kiel – 13.2. 2005, 11.00 Uhr, im Institut für Zoologie der Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 230

Verschiedene Szenarien zur Temperaturveränderung im Jahr 2080

Verschiedene Szenarien zur Temperaturveränderung im Jahr 2080. Die Vorlesungsreihe "Quo vadis, Homo sapiens? – Entwicklung und Fehlentwicklung" wird diese Woche hinterfragen, ob der Mensch das Klima verändert? Grafik: privat


Nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand ist der Großteil des Temperaturanstiegs an der Erdoberfläche in den letzten 100 Jahren von etwa 0.6°C mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf den Menschen, vor allem den Ausstoß klimarelevanter Spurengase wie z.B. Kohlendioxid (CO2) oder die Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKWs), zurückzuführen. Diese Aussage basiert auf dem jüngsten Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), ein vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) eingesetztes Gremium, an dem über 500 der weltweit führenden Klimawissenschaftler mitgearbeitet haben.

Insbesondere stellt das IPCC fest, dass zwar ein Einfluss der Sonne auf das Klima existiert, die rapide Erwärmung der letzten Jahrzehnte von etwa 0.1°C/Dekade aber nur durch den Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre erklärt werden kann. Diese Aussage basiert vor allem auf dem Vergleich zwischen Beobachtungen und Simulationen mit komplexen Klimamodellen. Diese Modelle berücksichtigen sowohl natürliche (veränderte Vulkanaktivität und Sonneneinstrahlung) als auch anthropogene Einflüsse (Treibhausgase und Aerosole). Demnach wird die Temperaturentwicklung der Erde seit 1860 nur realistisch simuliert, wenn man natürliche wie auch anthropogene Faktoren in die Rechnungen mit einbezieht. So spielen die natürlichen Veränderungen vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle, während danach der Einfluss des Menschen der entscheidende Faktor für die globale Erwärmung ist.

Die Klimamodelle sagen für die nächsten 100 Jahre eine beschleunigte globale Erwärmung vorher, falls der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen nicht deutlich reduziert wird. Das IPCC geht je nach angenommenen Szenarium (bzgl. Bevölkerung, wirtschaftlicher Entwicklung, Klimaschutz) von einer mittleren globalen Temperaturerhöhung von 1.4-5.8°C bis zum Jahr 2100 aus. Eine derartig rapide globale Erwärmung wäre für die Menschheit einmalig und würde zu einer starken Zunahme von Wetterextremen führen.

Das Klima hält aber auch Überraschungen bereit, wie das Ozonloch über der Antarktis verdeutlicht hat. Obwohl die ozonzerstörende Wirkung der FCKWs bekannt war, hatte niemand das Auftreten eines Ozonlochs vorhergesagt. In sofern muss man damit rechnen, dass Veränderungen eintreten können, die nicht von den Klimamodellen prognostiziert wurden. Wir stellen daher ein Experiment mit der Erde an, dessen Ausgang nicht mit absoluter Sicherheit vorhergesagt werden kann.

Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00-12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch
oder Dr. Henner Hollert
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
Volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
Henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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