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16.Februar 2005

Eine bemerkenswerte Begegnung

Schumanns c-moll-Messe wurde von der Capella Carolina in Schwetzingen und Heidelberg aufgeführt

Die Capella Carolina unter Franz Wassermann hatte am letzten Wochenende wieder (in jeder Hinsicht) volles Programm: Nach einem viel beachteten Gastspiel in der Pankratiuskirche Schwetzingen war sie am Tag darauf mit ihrem neuen Konzertprogramm auch in der Providenzkirche Heidelberg zu hören. Zwar ist hier die Chorplatzierung auf der Empore klangtechnisch sicher dem originalen Erlebnis während einer sakralen Handlung am Gemäßesten, dafür starrt man eben anderthalb Stunden lang auf den leeren Altarraum. Viele der überaus zahlreich Erschienenen machten das Beste daraus und schlossen einfach die Augen.

Und was es zu hören gab, entschädigte weiß Gott für die optische Magerkeit. Den Hauptakzent setzte die selten gespielte "Missa sacra" c-moll op. 147 von Robert Schumann. Schumanns einzige lateinische Messe (er sagte von sich, er sei "religiös ohne Religion") entstand binnen sechs Wochen im Frühjahr 1852. Die zunächst orchesterbegleitete Urversion wurde ein Jahr später durch eine intimere Fassung für vierstimmigen Chor und Orgel ersetzt, welche nun als Novität erklang.

Das sehr verhangen-elegische Kyrie des Beginns stand speziell bei den Sopranen noch unter Nervenspannung, wurde aber im auftrumpfenden anschließenden Gloria zur blendenden Visitenkarte des naturgemäß sehr jung besetzten Chores. Innerhalb des Gloria wirkten etliche Passagen zwar kompositorisch weniger inspiriert, aber das sängerische Engagement und die Leistung der Organistin Doris Wettengel aus Mannheim sorgten für ein geschlossenes Hörerlebnis.

Das Credo mit seinem weit ausschwingenden "Amen" leitete über zum Offertorium, das ausschließlich vom Sopran ausgeführt wurde und durch seine Zartheit und Vergeistigung besonders anrührte. Auch das "Sanctus", schwebend und mit herrlichem Orgelpunkt, wurde exzellent realisiert, wobei im Benedictus vor allem die tiefen Männerstimmen überzeugten. Das dieses Bekenntnis abschließende "Amen" war allerdings etwas verschwommen in den melismatischen Koloraturen des Soprans. Dem blendend disponierten abschließenden "Agnus Dei" hätte sicher gerne mancher heftig applaudiert.

So aber schloss sich in der feierlichen Stille die der 2004 verstorbenen Jorinde Ulmer gewidmete Aufführung der A-cappella-Motette op. 69,1 von Felix Mendelssohn Bartholdy an, dessen Orgelsonate Nr. f-moll auch der Organistin Doris Wettengel Gelegenheit gab, solistisch zu glänzen. Vier weitere Motetten aus der Feder von Mendelssohn bzw. Johannes Brahms bekräftigten den guten Leistungsstand des Studentenchors, waren aber bei aller souveränen Ausführung Füller für das zentrale Werk im Programm, die Schumann-Messe, die eben endlich einmal gehört zu haben sicher für viele den größten Reiz hatte. Eine bemerkenswerte Begegnung.
Reginald Dehoff

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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