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13. Januar 2005

"Den Neubau einer Universitätsbibliothek betreffend ..."

Josef Durm und die Universitätsbibliothek Heidelberg 1905-2005 – Ausstellung in der UB Heidelberg stellt Gebäude und Geschichte der Bibliothek vor – Ausstellungseröffnung in der UB am 27. Januar 2005 um 18.00 Uhr

Am 6. November 1905 wurde das neue universitäre Bibliotheksgebäude der Nutzung übergeben. Heute, im Jahr 2005, sieht dieses Bauwerk auf eine 100jährige Geschichte zurück. Der repräsentative, denkmalgeschützte Vierflügelbau wurde unter der Leitung des damaligen badischen Baudirektors Josef Durm errichtet. In der Ausstellung werden sowohl das Gebäude und seine Geschichte als auch dessen Architekt der Öffentlichkeit näher vorgestellt.

Bereits im 15. Jahrhundert ließ die Universität ein eigenes Gebäude für die Unterbringung ihrer Bücher errichten, das sich an der Stelle der heutigen Jesuitenkirche befand. Nach dessen Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg und seinem späteren Abriss wurde die Bibliothek in der "Domus Wilhelmiana", der heutigen "Alten Universität", untergebracht. Als durch den Zuwachs an Büchern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Raumbedarf stark anwuchs, erwarb man das ehemalige Jesuitengymnasium und baute es zur Universitätsbibliothek um. Dort wurden die Bestände bis 1905 aufbewahrt.

Architektur und Baugeschichte der Bibliothek an der Plöck illustrieren in der Ausstellung zeitgenössische Photographien (herausragend die von Ernst Gottmann), Grund- und Fassadenaufrisse. Während das Gebäude äußerlich kaum Veränderungen erfuhr, war es im Verlauf der 100 Jahre mehrfach nötig, in Hinblick auf die sich wandelnde Raumnutzung Umbauten vorzunehmen. So stieß das Gebäude bezüglich seiner Kapazität und seiner Funktionsfähigkeit immer wieder an seine Grenzen. Ursprünglich auf acht wissenschaftliche Bibliothekare, vier "Diener", 600 000 Bände und 800 studentische Benutzer mit 50.000 Ausleihen pro Jahr zugeschnitten, waren im Jahr 2004 etwa 33.000 Benutzer und über 1,4 Millionen Ausleihen zu registrieren.

Hieran schließt sich ein Blick auf Gegenwart und Zukunft an, wobei neben den heute angebotenen Medien und Serviceleistungen auch die aktuellen Erweiterungs- und Umbaupläne vorgestellt werden. Denn trotz der zahlreichen Modernisierungen und Anpassungen an neue Standards, so unter anderem der Einrichtung einer Zweigbibliothek im Neuenheimer Feld und dem Bau eines Tiefmagazins, benötigt die Universitätsbibliothek bereits heute wieder zusätzlichen Raum, um ihre volle Funktionsfähigkeit erhalten zu können. Die Erarbeitung und Umsetzung zukunftsweisender Konzepte stellt somit die Herausforderung der kommenden Jahre dar.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung ist dem Architekten der Universitätsbibliothek Josef Durm gewidmet. Dieser stand 19 Jahre lang an der Spitze des Badischen Hochbauwesens und ließ in seiner Eigenschaft als Baubeamter eine Vielzahl staatlicher Gebäude für unterschiedliche Nutzungen errichten, darunter Palais, Schulen, Badeanstalten und Gefängnisse. Seine Tätigkeit als Baukünstler beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Errichtung staatlicher Bauten, sondern umfasste darüber hinaus eine stattliche Zahl von Privatgebäuden innerhalb und außerhalb des Großherzogtums Baden. Daneben wird in der Ausstellung auch auf Durms Tätigkeit als international anerkannter Gelehrter und Fachautor sowie als Archäologe eingegangen. Eine Auswahl an Zeichnungen und Aquarellen schließlich vermittelt einen Eindruck von seiner umfassenden Kenntnis der Denkmäler der Architekturgeschichte, die er sich auf seinen zahlreichen Forschungsreisen zum Beispiel durch Europa, Kleinasien und Ägypten erwarb, und zeigt eine weitere – bislang wenig beachtete – Facette von Durms künstlerischem Schaffen.

Dauer und Öffnungszeiten: 28. Januar bis 23. April 2005 in der Universitätsbibliothek Heidelberg, Plöck 107-109, Montag bis Samstag 10.00 bis 18.00 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen. Eintritt frei.

Rückfragen bitte an
Dr. Nicole Kloth
Universitätsbibliothek Heidelberg
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 06221 542570
Kloth@ub.uni-heidelberg.de

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


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