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21. Januar 2005

Seuchen – die Menschheit am Scheideweg

Der Kampf gegen Seuchen bedeutet auch ehrliches Engagement gegen Armut und Unterentwicklung – Vortrag von Dr. August Stich, Leiter des Instituts für Tropenhygiene, Würzburg, am 23. Januar 2005 um 11.00 Uhr im Zoologischen Institut, Im Neuenheimer Feld 230

Schutzanzug gegen Infektionskrankheiten

Schutzanzug gegen Infektionskrankheiten (Foto: privat)

Der Begriff "Seuche" ist ein emotional belastetes Wort. Seit den Vernichtungszügen der Pest im Mittelalter, denen in wenigen Jahren ein Viertel der mitteleuropäischen Bevölkerung zum Opfer fiel, hat er sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt. Auch heute lässt sich mit der irrationalen Angst vor Ansteckung, mit Filmen über gefährliche Viren und mit der Konstruktion von Ausbruchsszenarien Aufmerksamkeit erregen und Geld verdienen.

Was ist dran an dem Begriff "Seuche"? Nicht erst seit der Tsunami-Katastrophe in Südost-Asien, die die Welt seit dem 26.12.2004 in Atem hält, kennen Gesundheitsarbeiter die Gefahren, die von Infektionskrankheiten ausgehen. Doch sind nicht Pest, Pocken und Ebola die eigentlichen Killer der Menschheit, sondern Masern, Durchfallserkrankungen, Malaria und seit zwei Jahrzehnten AIDS. Seuchen sind verknüpft mit dem Problem der Armut in der Welt, sie schlagen zu in den unterprivilegierten Ländern, sie betreffen den Teil der Bevölkerung, der von sauberem Wasser, ausreichender Gesundheitsversorgung und Bildung abgeschnitten ist.

Der weltweite Kampf gegen Infektionskrankheiten besteht deshalb nur vordergründig in der Entwicklung immer neuer Medikamente und Impfungen oder im Aufbau von teuren Sonderisolierstationen für hochkontagiöse Erkrankungen (Bild). Er bedeutet vor allem ein ehrliches Engagement gegen Armut und Unterentwicklung und ist damit ein Auftrag für jede moderne Gesellschaft.

Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00-12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch
oder Dr. Henner Hollert
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
Volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
Henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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