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1. Dezember 2004

In Heidelberg steht eines der schnellsten Rechnersysteme der Welt

Forschungsmagazin "Ruperto Carola" 3/2004: Titelgeschichte beschreibt, wo das "Cluster-Computing" an der Universität Heidelberg heute steht – Breites Spektrum der Themen – Vom "Cluster-Computing" im Wissenschaftlichen Rechnen über die Neurophysiologie bis hin zu Philosophie und Archäologie

Breit ist das Spektrum der Themen, mit denen das aktuelle Forschungsmagazin "Ruperto Carola" 3/2004 der Universität Heidelberg aufwartet: sie reichen vom "Cluster Computing" im Wissenschaftlichen Rechnen über die Neurophysiologie bis hin zu Philosophie und Archäologie.

Im Editorial schildert Prorektorin Prof. Dr. Silke Leopold zwei der zahllosen Erfolgsgeschichten, die mit der Landesgraduiertenförderung verbunden sind. "Nach dem Willen der Wissenschaftsbürokratie ist es mit der Förderung von Individualpromotionen nun vorbei." Leopold kommt zu dem Fazit, das dies zumindest für die Geisteswissenschaften ein herber Schlag ist.

Helics – ein Rechner der Superklasse

Cluster-Computing beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Ansammlung einzelner Rechner genutzt werden kann, um einen virtuellen Hochleistungsrechner zu schaffen. Dieser soll verfügbar sein, um rechenintensive Anwendungen aus allen Forschungsbereichen zu bearbeiten, darf dabei aber nur den Bruchteil eines "echten" Hochleistungsrechners kosten. Peter Bastian und Thomas Ludwig betrachten dieses spannende Gebiet aus dem Blickwinkel der Forscher am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen und des Instituts für Informatik.

Vom Bild zur Information

Vom Verständnis der Vorgänge im Innern einer Zelle über das industrielle Schweißen mit Laserstrahlen oder das Bestimmen des Gasaustausches an der Meeresoberfläche reichen die Einsatzmöglichkeiten der modernen Bildverarbeitung, die aus Bilddaten quantitative Informationen extrahiert. Vor welchen Herausforderungen die Forscher dabei stehen und wie sie sie meistern, schildert der Beitrag von Fred Hamprecht und Bernd Jähne vom Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen.

Der ununterbrochene Dialog: Hans-Georg Gadamer und Jacques Derrida

In der Philosophie sind Beruhiger und Verführer wie Fisch und Vogel: Sie begegnen sich selten, noch seltener unternehmen sie es, ein gemeinsames Nest zu bauen. Wo dies aber dennoch versucht wird, handelt es sich um einen spannenden Moment der Philosophiegeschichte, den Martin Gessmann vom Philosophischen Seminar am Beispiel von Hans-Georg Gadamer und des unlängst verstorbenen französischen Intellektuellen Jacques Derrida beschreibt.

Swinging in the Brain

Können wir faszinierende Leistungen unseres Gehirns wie Lernen, Erinnern, Wahrnehmen und Planen direkt aus dem "Verhalten" der Nervenzellen erklären? Die moderne Neurowissenschaft erhebt diesen Anspruch tatsächlich. Besonders eingehend wird die Frage erforscht, wie unser Gehirn Informationen speichert und zur Abrufung bereithält – wie also das Gedächtnis entsteht. Andreas Draguhn vom Institut für Physiologie und Pathologie beschreibt die komplexen Zusammenhänge und führt anschaulich zum aktuellen Forschungsstand: Zellen scheinen ihre Aktivität präzise in einen gemeinsamen Takt einzubinden. Diese "Netzwerk-Oszillationen" erlauben es, Informationen zu speichern. Damit beginnt sich ein Verständnis der Gedächtnisbildung abzuzeichnen, das die Gehirnleistung "Erinnern" schrittweise bis auf die Aktivität einzelner Nervenzellen zurückführt.

Oft übersehen und ungenutzt – die produktiven Kräfte des Alters

Die heutige gesellschaftliche Auseinandersetzung über das Alter wird primär aus der Sicht möglicher Belastungen des sozialen Sicherungssystems geführt. Hingegen werden die möglichen Gewinne, die der Gesellschaft aus dem sozialen Engagement vieler älterer Menschen erwachsen, zu selten berücksichtigt. Andreas Kruse vom Institut für Gerontologie beschreibt die produktiven Kräfte des Alters und plädiert dafür, unser bisheriges gesellschaftliches Altersbild zu korrigieren.

Die Entdeckung zweier verlorener Städte

Ein Zufall führte Heidelberger Forschungsreisende in eine Schlucht Anatoliens, wo eine sensationelle Entdeckung auf sie wartete: die Reste eines in den Felsen geschlagenen antiken Bauwerks. Damit begann im Jahr 2000 eine rege Forscherarbeit, an der sich unter Heidelberger Leitung mittlerweile über 60 Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Länder beteiligen. Vera Hirschmann und Peter Lampe von der Theologischen Fakultät schildern die spannende Entdeckungsgeschichte und die derzeitigen Arbeiten, die sichtbar machen, was lange verloren geglaubt.

"Gute Forscher wollen intelligent spielen"

Für seine wegweisenden Forschungen auf dem Gebiet des programmierten Zelltods, der Apoptose, wurde Professor Peter Krammer, Leiter der Abteilung Immungenetik des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, vor knapp einem Jahr mit dem Lautenschläger-Forschungspreis in Höhe von 250 000 Euro ausgezeichnet. Die "Ruperto Carola" fragte nach, welche Bedeutung der Preis für den Fortgang der aktuellen Arbeiten hat, welche Anwendungen sich aus der grundlegenden Erforschung der Apoptose ergeben und mit welchen Problemen die Forscher bei der Umsetzung und Verwertung ihrer grundlegenden Erkenntnisse zu kämpfen haben.

1000 Veranstaltungen im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg

Im Jahre 1986 feierte die Universität Heidelberg ihr 600-jähriges Bestehen. Dank der Initiative des damaligen Rektors, Professor Gisbert Freiherr zu Putlitz, erhielt die Universität ein besonderes Geschenk zu diesem Jubiläum: das Internationale Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg, kurz IWH. Eine große Jugendstilvilla, in der Heidelberger Altstadt gelegen, mit angenehmen Konferenzräumen, komfortablen Gästeappartements und einem herrlichen Garten mit Schlossblick dient seit 18 Jahren dem intensiven Forschungsaustausch. Direktor Michael Welker zieht Bilanz.

Verlag des Forschungsmagazins ist der Universitätsverlag C. Winter Heidelberg. Ein Einzelheft kostet 5 Euro plus Versand. Es kann, ebenso wie das Förderabo für 30 Euro (vier Ausgaben), bestellt werden bei: Pressestelle der Universität Heidelberg, Postfach 10 57 60, 69047 Heidelberg. Kostenlose Ansichtsexemplare früherer Hefte liegen im Foyer der Alten Universität aus. Weitere Informationen und Volltexte früherer Ausgaben: http://www.uni-heidelberg.de/presse/publikat.html

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


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