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3. Januar 2005

Prorektorin der Universität Heidelberg im Kuratorium der Landesakademie für Lehrkräftefortbildung

Prof. Dr. Silke Leopold im Kuratorium der neuen "Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen" – Beitrag der Universität Heidelberg zur Erarbeitung künftiger Konzepte der Lehrerqualifizierung – Neue Institution führt die vier weiterhin bestehenden Standorte in Calw, Donaueschingen, Esslingen und Schwäbisch Hall zusammen

Am 17. Februar 2005 schlägt das Land Baden-Württemberg ein neues Kapitel in der Fortbildung von Lehrkräften auf – mit der konstituierenden Kuratoriumssitzung der neuen Landesakademie für Lehrkräftefortbildung. In ihr wurden die vier zentralen Fortbildungsstätten des Landes für Lehrerinnen und Lehrer zusammengeführt, um deren Qualifizierung effektiver gestalten zu können. Fachlichen Beirat erhält die neue Institution von einem Kuratorium, in dem auf Bitte des Kultusministeriums auch die Prorektorin der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Silke Leopold, mitwirkt. Sie wird somit der Landesakademie in den kommenden vier Jahren als Vertreterin der Ruperto Carola zur Seite stehen.

Die Geschichte der neuen Anstalt begann indes schon vor zwei Jahren, als ein Gesetz zur Errichtung der "Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen" auf den Weg gebracht wurde. In ihr wurden die vier Staatlichen Akademien für Lehrerfortbildung in Calw, Donaueschingen, Esslingen-Zell und Schwäbisch Hall in Form einer rechtsfähigen Anstalt öffentlichen Rechts zusammengeführt. Durch diese Rechtsform wurde der Landesakademie eine größere Selbstständigkeit – aber auch eine größere Verantwortung – übertragen, so dass sich dieses "landesweite Dienstleistungszentrum" künftig noch besser um die schulbezogene Qualifizierung bemühen kann. Aufgabe der Landesakademie ist der für die Qualität der Schulen so zentrale Bereich der beruflichen Fort- und Weiterbildung von schulischem Personal.

Selbstverständlich bleiben die vier bestehenden Akademien auch künftig an ihren jeweiligen Standorten im Land. Dabei werden die unterschiedlichen Schwerpunkt nicht nur beibehalten – sondern ganz im Gegenteil noch weiter ausgebaut. Immerhin wäre es ja auch eine Verschwendung von wertvollem Know-how gewesen, die in den vergangenen Jahren entwickelten Kompetenzen nicht zu nutzen. So kümmern sich die Akademien in Donaueschingen und Calw auch weiterhin um die Fortbildung von Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen, Esslingen um den Bereich der beruflichen Schulen und Schwäbisch Hall um Führungsfortbildung und Personalentwicklungen.

"Nichts Schöneres im Leben als Studium und Unterricht"

Der Standort Schwäbisch Hall kann hierbei wohl auf die längste Tradition zurückblicken, wurde die Akademie doch bereits 1947 in einer alten Abtei angesiedelt – im ehemaligen Benediktinerkloster Großcomburg. Gerne gibt man hier den Kursteilnehmern einen lateinischen Spruch mit auf den Weg: "Nihil in vita iucundius quam discere aut docere – Nichts Schöneres im Leben als Studium und Unterricht".

Geprägt hat diesen Satz Abt Abbo von Fleury-sur-Loire (1004), der damit die jahrhundertlange Erfahrung benediktinischer Arbeit zum Ausdruck bringt. Stolz verkündet denn auch die Akademie: "Noch heute, nach über 900 Jahren, ist etwas von diesem Geist in den historischen Mauern des ehemaligen Benediktinerklosters Großcomburg lebendig, das zu den besonderen Schätzen des kulturellen Erbes in Europa zählt." Seit 1947 werden hier Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten fortgebildet, nachdem in den Mauern des 1078 gegründeten Klosters – das 1802 im Zuge der Säkularisation geschlossen worden war – unter anderem ein Volkshochschulheim sowie eine Bauhandwerkerschule eine Heimat gefunden hatten. 1997 denn erhielt diese erste Akademie für Lehrerfortbildung in Süddeutschland vom Kultusministerium die Aufgabe, Führungspersönlichkeiten für Schule und Schulverwaltung aus- und fortzubilden. Wöchentlich werden hierzu sechs Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Sachverhalten angeboten.

Die Themenspektren der einzelnen Standorte sind generell weit gefächert und umfassen beispielsweise in Donaueschingen Kurse zum experimentellen Arbeiten im naturwissenschaftlichen Unterricht mit Hilfe der neuen Medien, Einführungen zum Mathematikunterricht nach dem neuen Bildungsplan oder Übungen mit französischen Muttersprachlern. Und daran – wie auch an den Profilen der vier Standorte – wird sich auch künftig nichts ändern.

Statt dessen wird die Arbeit der einzelnen Einrichtungen auf eine noch fundiertere Basis gestellt werden. Denn vor allem soll die neue "Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen" konzeptionelle Grundlagen für den gesamten Bereich der Lehrerfortbildung in Baden-Württemberg erarbeiten. Den Anfang hierzu macht die konstituierende Sitzung Mitte Februar in Esslingen. Und dass hierbei auch eine prominente Vertreterin der ältesten deutschen Universität mitarbeiten wird, sollte ein gutes Omen sein.

Die Internetplattform der Lehrerfortbildung in Baden-Württemberg ist seit Mitte Oktober unter www.lehrerfortbildung-bw.de erreichbar. Von hier aus sind auch die Internetseiten der vier einzelnen Standorte zugänglich.
Heiko P. Wacker

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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