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24. Januar 2005

Ausverkaufte "Acht Frauen"

Die Theatergruppe am Psychologischen Institut kehrt nach sieben Jahren Abstinenz auf die Bühne zurück

Ein Mord, acht Frauen und mindestens acht Motive: Gibt es Vergnüglicheres als sich auszumalen, wie charakterlich völlig verschiedene Damen übereinander herfallen und sich gegenseitig ihre gut, aber eben nicht gut genug verborgenen Geheimnisse entreißen? Der französische Autor Robert Thomas hat sich in seinem Bühnenstück "Acht Frauen", das 1961 uraufgeführt wurde, ausgiebig an dieser Thematik erfreut. Die Kriminalkomödie gibt sich keine Minute mit emotionaler Zurückhaltung ab. Es wird leidenschaftlich bis hysterisch entlarvt und intrigiert, gehasst, geschluchzt und triumphiert.

Die Theatergruppe am Psychologischen Institut nahm sich des Stoffes an und feierte nach sieben Jahren Bühnenabstinenz wieder eine gelungene (und restlos ausverkaufte) Premiere. Der Regie von Jürgen Schmidt und Dorette Deike gelingt es, die Darbietung weder in banalen Klamauk noch in psychologisierenden Pathos abrutschen zu lassen. Allerdings hätte man sich in diesem hitzigen Verwirrspiel von Verdacht und Enthüllung zuweilen ein längeres Innehalten bei den einzelnen Persönlichkeiten gewünscht, um zu beobachten, was nach dem Bröckeln der Fassade tatsächlich von ihnen übrig bleibt. So zählt etwa der Dialog zwischen Gaby, der Herrin des großbürgerlichen Haushalts (gespielt von Maya Kurowski), und der sich abgebrüht gebenden Pierette (Dorette Deike) zu den stärksten Momenten des Stücks: Angesichts offenbarter Lebenslügen bahnt sich ein zögerliches Umdeuten ihrer Beziehung zueinander an.

Insgesamt fällt unter den Akteurinnen besonders das Spiel von Jasmin Gruner auf, die als lebenshungrige und widerspenstige Göre Catherine der Aufführung eine lebendige und zugleich moderne Note verleiht.

Der Laienschauspielgruppe liegt es nach eigenem Bekunden fern, sich mit der erfolgreichen Verfilmung des Theaterstücks durch François Ozon aus dem Jahr 2002 messen zu wollen. Es lohnt sich jedoch schon der Vergleich der unterschiedlichen Stilmittel von Kino und Theater. Überdies sollten sich Kenner des Films mit ihrem vermeintlichen "Whodunit"-Wissensvorsprung nicht allzu sehr zurücklehnen: Sie werden bei der Bühnenversion durchaus noch die eine oder andere Überraschung erleben.
Susanne Rotzinger

INFO: Nächste Aufführungen am 25./26./28./29. und 30. Januar, jeweils um 20 Uhr im Psychologischen Institut.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
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