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13. Januar 2005

Ein Export-Schlager

Die Ballschule Heidelberg weitete sich bis nach Brasilien aus

Der deutsche Nachwuchs belegt in Sachen Allgemeinmotorik im internationalen Vergleich den bedenklichen vorletzten Platz. Gleichaltrige aus Entwicklungsländern wie Brasilien oder Südafrika haben den deutschen Heranwachsenden in diesem Bereich viel voraus.

Zu diesem ernüchterndem Ergebnis kam eine Studie des Instituts für Sport und Sportwissenschaft (ISSW) der Universität Heidelberg. Sinnvolle Maßnahmen, dem peinlichen Trend entgegenzuwirken, unternimmt die 1998 gegründete Ballschule Heidelberg. Und das aus gutem Grund. Neben der Tatsache, dass die sportliche Leistungsfähigkeit der jungen Deutschen sehr zu wünschen übrig lässt, sorgt man sich unter den Heidelberger Sportwissenschaftlern um Institutsleiter Professor Dr. Klaus Roth vor allem um die gesundheitlichen Folgen des Bewegungsmangels. Diese Gefahr unterstreichen psychologische und orthopädische Nachforschungen bei Schulanfängern.

Unter der Leitung des Bewegungsforschers Klaus Roth werden in der Ballschule Heidelberg, einem eingetragenen Verein, der mit vielen Sportvereinen der Region eng zusammenarbeitet, Fünf- bis Achtjährige gezielt betreut. Dieser Altersgruppe soll durch professionelle Unterstützung die Chance gegeben werden, eine entwicklungsgerechte Anfängerausbildung im Sport zu durchlaufen. "Wir wollen Heranwachsende motivieren, Bewegung als wichtigen Teil ihres Lebens zu begreifen und mehr körperliche Aktivitäten in ihren Tagesablauf einbauen," schildert Klaus Roth sein ehrgeiziges Vorhaben, das momentan an weit mehr als 2.000 Kindern im Raum Heidelberg praktiziert wird. Um noch mehr Kinder im nordbadischen Raum zu erreichen, kooperiert die Ballschule mit 50 Sportvereinen und Grundschulen, in denen schon das ein oder andere schlummernde Talent gesichtet wurde, das dann sportartspezifisch ausgebildet werden kann.

Dass die vor sieben Jahren gegründete Ballschule mittlerweile von einem professionell arbeitenden hauptamtlichen Ballschulteam geführt wird, verdankt man zwei Großsponsoren: Manfred Lautenschläger, Mitbegründer und Aufsichtsratschef der MLP AG sowie Ehrensenator der Universität Heidelberg, und Capri-Sonne unterstützen großzügig. Diese Gelder ermöglichen es den Verantwortlichen nun, neue Ballschul-Stützpunkte außerhalb Badens zu eröffnen. So entstanden Mitte 2004 Zweigstellen in Berlin und im Ruhrgebiet. "Bei all der Ausweitung ist es uns wichtig, dass alle neuen Ballschul-Gruppen nach unseren Richtlinien handeln," sagt Klaus Roth.

Selbst im Ausland erfreut sich das Heidelberger Modell großer Beliebtheit. Das Konzept der Ballschule "ABC des Spielenlernens" ist beispielsweise in Brasilien ein fester Bestandteil des Grundschulsports. Zudem erschienen Übersetzungen der Lehrpläne von Klaus Roth und Dr. Christin Kröger von der Universität Kiel in Spanien, Ungarn und Japan.

Im Hinblick auf den deutschen Raum ist Klaus Roth "optimistisch, dass die Zahlen der teilnehmenden Kinder in kurzer Zeit in den fünfstelligen Bereich steigen werden." Falls sich dies bewahrheiten sollte, dürfte der vorletzte Platz im internationalen Vergleich in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören.
Daniel Hund

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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und
Irene Thewalt
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Tel. 542311
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