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14. Dezember 2004

In 38 Schritten zur Elite-Universität

Das gestern vorgestellte Strategie-Papier soll der Ruperto Carola den Weg ebnen in die "Welt-Liga" der internationalen Hochschulen

Studenten füllen einen vom Psychologischen Institut ausgearbeiteten Fragenkatalog aus

Praxistest gestern im Hörsaal 13: Studenten füllen einen vom Psychologischen Institut ausgearbeiteten Fragenkatalog aus, mit dessen Hilfe künftig die Universität ihre Studenten selbst auswählen könnte. Foto: Stefan Kresin


Deutschland allein ist längst nicht mehr der Maßstab: Die Heidelberger Universität ist fest entschlossen, innerhalb von drei Jahren aufzusteigen in die "Welt-Liga" der internationalen Hochschulen. Universitätsrat, Senat und Rektorat haben deshalb in Abstimmung mit den Instituten und Fakultäten ein Strategiepapier erarbeitet mit 38 Punkten, deren Umsetzung den Weg zur internationalen Spitze ebnen soll.
Peter Bettermann (l.) und Rektor Hommelhoff

Blick nach vorn: Peter Bettermann (l.) und Rektor Hommelhoff. Foto: Stefan Kresin

"Selbstverständlich bildet dies das Fundament für unseren Antrag im Elite-Wettbewerb": Für Rektor Peter Hommelhoff, der das Strategie-Papier gestern zusammen mit dem Universitätsrats-Vorsitzenden Peter Bettermann vorstellte, ist es seit langem erklärtes Ziel, die Heidelberger Hochschule in den kleinen Kreis der Elite-Universitäten zu führen. Bettermann sieht dies ähnlich. "Wir sehen uns in Heidelberg in der Tradition eines besonderen Leistungsprofils", sagte er, "und um hier zu bestehen, müssen wir unsere vorhandenen Stärken ausbauen, was jedoch nur mit entsprechenden Strukturen möglich ist."

Dem anstehenden Elite-Wettbewerb der Spitzen-Universitäten will sich die Ruperto Carola als "klassische Voll-Universität" stellen, so das klare Bekenntnis im gestern vorgestellten Strategie-Papier. Gleichzeitig bekennt sie sich zu einer noch weiteren Öffnung nach außen als bisher und will Kooperationen mit anderen hochkarätigen Forschungseinrichtungen in Heidelberg und Umgebung wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum, dem Europäischen Labor für Molekularbiologie, dem Zentralinstitut für seelische Gesundheit und den Heidelberger Max-Planck-Instituten weiter ausbauen.

Junge Wissenschaftler sollen nach dem Strategie-Papier künftig stärker als bisher gefördert und gegebenenfalls auch mit Risikokapital ("wenn Sie so wollen, wissenschaftliches Spielgeld, damit sie auch mal was ausprobieren können", so der Rektor) ausgestattet werden. Der Wissenschafts- und Technologietransfer hat wachsende Bedeutung. Ob die beiden medizinischen Fakultäten Heidelberg und Mannheim zu einer einzigen verschmolzen werden, hängt nach dem Papier letztlich von der Entscheidung des Wissenschaftsministers ab.

Ihre Studenten will sich die Uni künftig zunehmend selbst aussuchen durch entsprechende Eignungstests. Großen Wert legt der Rektor dabei darauf, dass bei diesen Tests mündlichen Interviews mit Studienbewerbern erhöhte Bedeutung beikommt. Die Studienzeiten sollen gestrafft werden; das Verhältnis von Studierendenzahlen und Dozentenzahlen soll deutlich verbessert werden. Studiengebühren sollen dazu beitragen, mehr Dozentenstellen zu schaffen, wobei der Rektor betont, dass Gebühren ausschließlich der Verbesserung der Lehre dienen sollen. Die Zahl der Studierenden kann gegebenenfalls reduziert werden, heißt es: "Wir müssen denen, die nicht geeignet sind für einen Studiengang, dies einfach früher sagen, damit sie nicht erst nach acht oder zehn Semestern wechseln oder aufhören", so der Rektor.

Die Fächervielfalt an der Ruperto Carola soll generell erhalten bleiben; "aus dieser Vielfalt erwächst ein Großteil unserer Reputation", so der Rektor. Unabhängig davon sollen einzelne Fächer in allen Wissenschaftsbereichen daraufhin überprüft werden, ob sie zum zukunftsgerichteten Kernbestand der Heidelberger Universität zählen. Der Rektor nannte zwei Beispiele: bei den Erziehungswissenschaften habe man eine Überprüfung bereits vorgenommen und sei zu dem Schluss gekommen, sie müssten erhalten werden; die Mineralogie andererseits sei "deutlich zu breit aufgestellt".

Die Kooperation mit ausländischen Universitäten betrachtet die Universität als unabdingbar auf dem Weg zur Spitze. Bestehende Partnerschaften sollen daraufhin überprüft werden, ob sie in der Forschung von Nutzen sind, und gegebenenfalls beendet werden. Ausgebaut werden sollen dagegen Partnerschaften mit China und den USA; an einer amerikanischen Universität, die offenbar bereits feststeht, aber gestern noch nicht genannt wurde, soll ein "Heidelberg House" eingerichtet werden.

Nachwuchs-Wissenschaftler sollen künftig die Möglichkeit erhalten, in einem kinder- und familiengerechten Umfeld zu arbeiten. Auf dem Campus soll deshalb ein "Kinderland" entstehen, in dem Kinder zu den Tageszeiten betreut werden, an denen Wissenschaftler arbeiten. Auch ein "Kinder-Hotel" ist angedacht: "Damit junge Wissenschaftler ohne familiäre Probleme auch mal zur Tagung in die USA fliegen können."

Um den Aufstieg in die Weltliga zu schaffen, sollen auf allen Ebenen der Universität moderne Managementstrukturen umgesetzt werden. Für die Forschungsfinanzierung soll das Drittmittelaufkommen deutlich gesteigert werden; gleiches gilt für das Spenden- und Stiftungsaufkommen. Die Heidelberger Universität soll schließlich viel mehr als bisher zur "Doktorschmiede" werden: die Zahl der Doktoranden soll deutlich gesteigert werden.
Peter Wiest

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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und
Irene Thewalt
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