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4. Dezember 2004

Bis zu fünf Tage bleiben Spermien fit

Das Wissen über Fruchtbarkeit hat handfeste Vorteile – Sektion für "natürliche Fertilität" vorgestellt

Auf den Körper zu hören, fällt manchmal gar nicht so leicht. Gerade im Hinblick auf Kinderwunsch oder Verhütung wissen viele Frauen gar nicht, was in ihnen und mit ihnen los ist. Dabei hat das Wissen über die natürliche Fruchtbarkeit ganz handfeste Vorteile. Wer nämlich weiß, dass der männliche Samen ganze fünf Tage bis zum Eisprung "durchhält", der hat für seine Familienplanung schon einiges gelernt.

Mehr Kompetenz und Selbstbewusstsein für Frauen, das ist denn auch erklärtes Ziel der Sektion "Natürliche Fertilität". Die hat sich unter maßgeblicher Beteiligung aus Heidelberg im Oktober gegründet. Vorgestellt wurde das Konzept am Freitag auf dem "Lifestyle und Anti-Aging-Kongress" in der Stadthalle.

"Wir möchten die Selbstverantwortung betroffener Frauen und Paare im Hinblick auf Kinderwunsch, Verhütung, Hormon- und Zyklusstörungen stärken", erklärt der Sprecher der Initiative, Professor Günter Freundl. Dass die natürliche Familienplanung längst schon über die 1925 entwickelte Knaus-Ogino-Methode und ihre "Rechenkunststücke" hinaus ist, wissen noch immer viel zu wenig. Heute ist Beobachtung angesagt, dann haben sogar Frauen mit unregelmäßigem Zyklus hervorragende Karten.

Darüber hinaus sollen auch interessierte Frauenärzte und Experten einbezogen werden. "Wir wollen hier eine Plattform schaffen", sagt Professor Thomas Strowitzki, Ärztlicher Direktor der Abteilung Gynäkologischen Endokrinologie und Fertilitätsstörungen an der Heidelberger Universitätsklinik.

Die Sektion "Natürliche Fertilität" beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Fruchtbarkeit der Frau in verschiedenen Phasen des Lebens und untersucht, wie die Beobachtung des Körpers zur Verhütung, bei Kinderwunsch und bei Störungen des Zyklus genutzt werden können. Weitere Arbeitsschwerpunkte liegen in der Sexualerziehung sowie in der Beurteilung von technischen Hilfsmitteln, wie Temperatur- und Hormoncomputer. Zum Forschungsgebiet gehört eine weltweit einzigartige Datenbank mit 40000 erfassten Zyklen von 1500 Frauen. Bis zu 15 Jahre wurden Frauen hierfür durch ihr "fruchtbares Leben" begleitet. Ein Fundus für die Wissenschaft, die manchen "Mythos" enttarnte. Dazu gehört die vermeintliche Kurzlebigkeit von Spermien, aber auch die Annahme, dass alle Frauen nach dem Absetzen der Pille sofort wieder zum natürlichen Zyklus zurückkehren.

Koordiniert wird die Abteilung in der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für gynäkologischen Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin von Dr. Petra Frank-Hermann. Sie ist Fachärztin für Gynäkologie an der Heidelberger Universitäts-Frauenklinik und kennt sich in der Thematik bestens aus. Schließlich beraten sie und ihre Kollegen in der Hormonambulanz täglich Frauen, die ihren Körper besser kennen lernen wollen. Das hilft nicht nur, die diagnostischen Methoden aussagekräftiger zu machen und die medizinischen Möglichkeiten besser einzusetzen, sondern sogar manchen Arztbesuch zu sparen. Wer sich besser beobachtet, so ihre These, merkt schneller, wenn mal wirklich etwas nicht stimmt.

INFO: Die Zyklus-Sprechstunde ist unter der Telefonnummer 06221 567934 zu erreichen.
Kirsten Baumbusch

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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