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13. Dezember 2004

Wie Schwimmen funktioniert

Uni-Absolvent Daniel Pulvermüller erhielt Hermann-Rieder-Preis

Schwimmen auf Leistungsniveau ist eine komplizierte Angelegenheit. Vordergründig geht es zwar darum, schnell voran zu kommen, aber dahinter stecken unzählige Details bei Ablauf, Technik und Psyche. Die Abstimmung von Beinen und Armen, das richtige Abpassen der Gleitphase und die Körperlage spielen im Kampf um Hundertstelsekunden eine Rolle. Damit befasste sich der Sport-, Mathematik- und Physikstudent Daniel Pulvermüller in seiner Abschlussarbeit am Heidelberger Institut für Sport und Sportwissenschaft. Dafür erhielt er bei der Absolventenverabschiedung den renommierten Hermann-Rieder-Preis, der seit 1996 an den Absolventen mit der besten Magisterarbeit verliehen wird.

Daniel Pulvermüller setzte sich gegen Kommilitonen durch, die populärere Themen behandelten – wie Stefan Haubelt und Tim Koberstein, die die "qualitative Spielanalyse im Profifußball" anhand der "Trainer-Philosophie des SV Waldhof und der TSG Hoffenheim" untersuchten. Auch mit Tobias Konraths Arbeit über das "Internet als Kommunikations- und Marketing-Instrument im Sport" hätten wohl mehr Menschen etwas anfangen können als mit Pulvermüllers prämierten 150 Seiten unter der Überschrift "Bewertung der Technomotorik durch biomechanische Einflussgrößen im Schwimmen."

"Der Titel schreckt ab", sagt der 27-Jährige, "aber es ist gar nicht so kompliziert." Einerseits ging es dem gebürtigen Geislinger um die Verbesserung der Messgeräte, andererseits um die Bewegungen, die bedeutend sind für die Geschwindigkeit im Wasser. "Ich habe herausgefunden, dass beim Brust- und Delphinschwimmen der Beinschlag am wichtigsten ist," sagt Pulvermüller, der Volleyball auf Landesliga-Niveau spielt, "bei den Männern kommt es auch noch auf den Armzug an. Bei den Frauen ist die Gleitphase am wichtigsten, der Armzug dagegen spielt keine so bedeutende Rolle."

Gestützt ist seine These auf die Erkenntnisse, die er im Rahmen der Messungen bei der zwei Mal pro Jahr stattfindenden Leistungsdiagnostik der Junioren-Schwimm-Nationalmannschaft am Olympiastützpunkt Rhein-Neckar gewann. Die Sportler werden beim Schwimmen auf Video aufgenommen, gleichzeitig finden Geschwindigkeitsmessungen statt. Doktorand Markus Buchner versuchte, die Messgeräte zu optimieren, Pulvermüller wertete die Ergebnisse aus. Dank seiner Arbeit wurde es den Schwimmern möglich, vor Ort die Ergebnisse der Messungen umzusetzen. Fünf Jahre lang arbeitete Pulvermüller, der nie leistungsmäßig geschwommen ist, am Beckenrand, nachdem Dozent Dr. Klaus Reischle ihm diese Möglichkeit angeboten hatte.

Weiter verfolgen wird der Absolvent das Thema aber wohl nicht. Daniel Pulvermüller plant eine Karriere an der Schule. Er möchte Lehrer werden. Noch ist es aber nicht soweit, denn sein Studium hat der Schwabe nur in Sport und Mathematik beendet, in Physik geht es noch weiter. Und so musste er am Samstag, nur einen Tag nach der Ehrung für seine Magisterarbeit, um acht Uhr morgens eine Physik-Klausur schreiben. Thema: Quantenmechanik.
wag

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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und
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