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8. Dezember 2004

Gehen wir in eine neue Kaltzeit?

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Negendank, Geo-Forschungszentrum, Potsdam, am 12. Dezember 2004, 11.00 Uhr im Zoologischen Institut, Im Neuenheimer Feld 230 – im Rahmen der Reihe Quo vadis, Homo sapiens? – Entwicklung und Fehlentwicklung"

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Negendank

Die Vorlesungsreihe "Quo vadis, Homo sapiens? – Entwicklung und Fehlentwicklung" wird auch die längerfristigen Klimaentwicklungen thematisieren. (Foto: privat)


Das gegenwärtige Klima der Erde ist nicht repräsentativ für die längerfristigen Klimabedingungen, die auf der Erde seit 600 Millionen Jahren geherrscht haben. Paläoklimatische Untersuchungen – geobiowissenschaftliche Archive – zeigen, dass ein viermaliger Wechsel von "Icehouse" und "Greenhouse" stattgefunden hat. Wir leben heute seit zirka 55 Millionen Jahren in einem kalten Klimazustand (Icehouse), der sich allmählich entwickelte. Vor 30 Millionen Jahren kam es zur Eisbildung auf dem Südpol und die Vereisung beider Polkappen ist erst seit ungefähr 2,8 Millionen Jahren festzustellen.

Die Skelette von einzelligen Radiolarien

Die Skelette von einzelligen Radiolarien werden als Mikrofossilien eingesetzt, um Klimaentwicklungen zu erforschen (Foto: privat)

Die heutige Oszillation mit Perioden von jeweils ~100 000 Jahren mit Kalt- (80 000 Jahre) und Warmzeiten (~20 000 Jahre) kann mit Sicherheit erst seit zirka 800 000 Jahren beobachtet werden. Diese Klimavariabilitäten auf verschiedenen Zeitskalen sind wesentlich zum Verständnis der Klimadynamik und beherrschen auch unsere heutige Warmzeit seit 11 660 Jahren vor heute. Sie geschehen auf Skalen von Jahren, die hochfrequenten Schwankungen sind in niedrigfrequenten Wechseln "genestet".

Aus der Betrachtung dieser natürlichen Klimavariabilität lässt sich bisher keine eindeutige Prognose entwickeln, sondern verschiedene Szenarien sind denkbar. Die natürliche Klimavariabilität ist jedoch Basis für die Erkennung eines anthropogenen Einflusses, der heute in der Diskussion aufgrund von Modellen im Vordergrund steht.

Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00-12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch oder Dr. Henner Hollert
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
Volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
Henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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