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21. Dezember 2004

Lebendspende als Weihnachtsgeschenk

2.000. Nierentransplantation an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg – 1967 fand die erste Nierenübertragung in Heidelberg statt

Das Ehepaar Hanna und Günter Jüngling aus Schwetzingen

Das Ehepaar Hanna und Günter Jüngling aus Schwetzingen. Bei der 2.000. Nierentransplantation in Heidelberg spendete sie ihrem Mann eine Niere. Foto: Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg.


An der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg konnte jetzt die 2.000. Nierentransplantation gefeiert werden. "Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk" erhielt der 62jährige Günter Jüngling aus Schwetzingen eine Niere von seiner Ehefrau Hanna; seit drei Jahren musste er dreimal wöchentlich an die Dialyse. Beide haben den Eingriff gut überstanden und freuen sich jetzt auf unbeschwerte Weihnachtstage.

Das Nierentransplantationsteam der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg

Das Nierentransplantationsteam der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg. Foto: Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg.


Nierentransplantationen werden seit 1967 in Heidelberg durchgeführt. 365 der 2.000 Transplantationen wurden bei Kindern vorgenommen; bei 245 Transplantationen wurde die Niere von einem Angehörigen oder nahen Freund gespendet (Lebendspende).

"Das Heidelberger Zentrum war eines der ersten in Deutschland, das die Nierentransplantation eingeführt hat", sagt Professor Dr. Dr. h.c. Markus Büchler, Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik und Leiter des Transplantationszentrums Heidelberg. Die Geschichte der Nierentransplantation in Deutschland reicht fast auf den Tag genau 40 Jahre zurück: Am 23. Dezember 1964 wurde in Berlin die erste Niere transplantiert.

Seitdem konnten hierzulande zehntausende Dialysepatienten erfolgreich mit einem neuen Organ versorgt werden; die Transplantation hat ihre Lebensqualität und Lebenserwartung wesentlich erhöht. Doch noch ca. 12.000 Patienten warten auf eine neue Niere, im Durchschnitt etwa fünf Jahre, denn Spenderorgane sind in Deutschland nach wie vor knapp.

Das Heidelberger Zentrum – hier werden auch Leber, Bauchspeicheldrüse und Herz transplantiert – gehört bundesweit zu den größten Transplantationszentren und hat sich in den vergangenen beiden Jahren als größtes Zentrum im süddeutschen Raum etabliert. Vor allem bei der Lebertransplantation kann das Team von Professor Büchler seit 2002 neue Operationsmethoden sowie die Lebendspende anbieten.

Nieren von Lebendspendern funktionieren länger

"Die Lebendspende von Nieren hat in Heidelberg eine besondere Tradition", sagt Professor Dr. Jan Schmidt, Leiter der Sektion Nierentransplantation der Chirurgischen Klinik. Schon früh erkannte man die Vorteile der Übertragung einer Niere vom lebenden Spender: Im Vergleich zur Niere eines Verstorbenen läuft das das gespendete Organ keine Gefahr, durch Lagerung oder Transport geschädigt zu werden. Zudem kann der Eingriff geplant und sorgfältig vorbereitet werden. Entnahme und Transplantation werden in der Regel von demselben Team vorgenommen. Das Risiko für den Spender wird durch umfangreiche Voruntersuchungen sehr gering gehalten; langfristig muss er nur selten mit negativen Folgen rechnen.

Diese Vorteile schlagen sich in der sehr guten Funktion der Lebendspende-Nieren nieder. "Nach fünf Jahren sind noch ca. 90 Prozent intakt", sagt Professor Dr. Martin Zeier, Leiter der Sektion Nephrologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Vor allem Nieren von Partnern hätten eine sehr gute Prognose, auch deshalb, weil die transplantierten Patienten besonders gewissenhaft die Medikamente einnehmen würden.

Intensive Betreuung durch Ärzte und Psychologen vor der Lebendspende

Die Betreuung der Lebendspende-Familien durch das Ärzteteam aus Chirurgen und Internisten ist in Heidelberg besonders intensiv: Ausführlich wird über die medizinischen Chancen und Risiken der Lebendspende informiert; Medizinpsychologen helfen durch Gespräche bei der mitunter schwierigen Entscheidungsfindung.

Das Ehepaar Jüngling kam rasch zu dem Schluss, nachdem medizinische Risiken für die Spenderin ausgeschlossen wurden: Die Lebendspende ist eine einmalige Chance, das Leben ohne Dialyse gemeinsam unbeschwerter zu genießen.

Bei Rückfragen:
Professor Dr. Jan Schmidt
06221 – 56 62 05 (Sekretariat)

Professor Dr. Dr. h.c. Markus Büchler
06221 – 56 62 01 (Sekretariat)

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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