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6. Dezember 2004

Zwischen Feuer und Eis

Geopark: 500 Millionen Jahre Geschichte werden anschaulich

Blubb, blubb, man muss sich das mal vorstellen! Vor mehreren hundert Millionen Jahren war unsere Region von einem großen Meer bedeckt. Erst allmählich schufen ungezählte Vulkane mit ihren Ausbrüchen kleine Inseln. "Es sah hier wie das heutige Japan aus", erklärt Professor Reinhard Greiling vom Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Heidelberg. Viele Millionen Jahre später stießen in unserer Region zwei riesige Urkontinente zusammen. "Es sah aus wie die heutige Sahara", so Greiling. Weitere Millionen von Jahren vergingen, in denen Wasser, Frost und Wind die hohen Berge abtrugen. Die Eiszeiten vor zwei Millionen Jahre sind im Vergleich dazu fast "brandaktuelle" Ereignisse...

Das alles können Fachleute der Geologie aus unseren Gesteinen ablesen, und seit kurzem ist das Interesse an der Erdgeschichte unserer Region neu erwacht. Denn den Naturpark Bergstraße-Odenwald gibt es zwar schon seit 1960, aber 2002 wurde der Naturpark in das Netzwerk der Europäischen Geoparks aufgenommen. Jedes europäische Land darf zwei Parks anmelden, nur Deutschland wurden drei Einrichtungen zugestanden: Neben dem Geopark Bergstraße-Odenwald gibt es noch den Geopark Terravita-Teutoburger Wald und die Vulkaneifel. Dieses Jahr wurde der Geopark Bergstraße-Odenwald außerdem unter die 25 Unesco-Geoparks aufgenommen. "Der Geopark Bergstraße-Odenwald ist weltweit der einzige Geopark, der die nationale, europäische und globale Auszeichnung erhalten hat", betont Matthias Wilkes, Landrat des Kreises Bergstraße und Vorsitzender des Naturparks.

Er ist auch der einzige Geopark, der nachträglich sein Gebiet erweitern durfte. Neben Heidelberg wurden noch zehn Gemeinden aus dem Rhein-Neckar-Kreis und mehr als zehn des Neckar-Odenwald-Kreises in den Geopark aufgenommen, das Parkgebiet wächst damit um fast 700 Quadratkilometer auf insgesamt 3200 Quadratkilometer. Heidelbergs Bürgermeister Eckart Würzner freut sich: "Das ist eine Chance für eine neue Art von Öko-, Natur- und Geo-Tourismus."

Das Konzept des Geoparks sieht verschiedene "Eingangstore" vor, an denen man sozusagen in die Vergangenheit reisen kann. Eines der neuen Eingangstore wird in Heidelberg sein, nämlich im Geologisch-Paläontologischen Institut. Hier gibt es ein Museum, und von hier sollen auch Führungen starten. Rund 15 Gästeführer, auch "Rangers" genannt, sollen im kommenden Jahr speziell für Heidelberg und seine Umgebung ausgebildet werden. Aber auch "elektronische Gästeführungen" mit kleinem Bildschirm und passenden Erklärungen zur Erdgeschichte kann sich Würzner vorstellen: "Dann kann sich der Besucher eine individuelle Tour zusammen stellen." Für den gesamten Geopark wurden über 12000 Kilometer Wanderwege erschlossen und ausgeschildert.
Mio.

In drei Bundesländern machen mehr als 90 Kommunen und neun Landkreise mit. Neu dazu gekommen sind: Aglasterhausen, Binau, Buchen, Dossenheim, Elztal, Fahrenbach, Hardheim, Heddesbach, Heidelberg, Heiligkreuzsteinach, Hemsbach, Hirschberg, Höpfingen, Laudenbach, Limbach, Mosbach, Mudau, Neckargerach, Neunkirchen, Obrigheim, Schönau, Schriesheim, Schwarzach, Waldbrunn, Walldürn, Weinheim, Wilhelmsfeld und Zwingenberg.

INFO: Museum des Geologisch-Paläontologischen Instituts, Im Neuenheimer Feld 234. Führungen unter Telefon 06221 548291. Informationen über Führungen im gesamten Geopark: Telefon 06251 7079924, Internet: www.geo-naturpark.de.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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