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26. November 2004

Zwei Heidelberger Krankenpflegeschulen von der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet

Projekte zur besseren Verständigung mit fremdsprachigen Kindern und Stärkung des Umgangs mit wissenschaftlichen Methoden prämiert

Von links: Michael Huber (Lehrer an der Krankenpflegeschule), Klaus Huhn (Leiter der Krankenpflegeschule), Cornelia Mahler (Stabsstelle flegedirektion des Universitätsklinikums), Sigrid Auchter-Denker (Leiterin der Kinderkrankenpflegeschule) und Sigrid Albers (Lehrerin an der Krankenpflegeschule)

Von links: Michael Huber (Lehrer an der Krankenpflegeschule), Klaus Huhn (Leiter der Krankenpflegeschule), Cornelia Mahler (Stabsstelle flegedirektion des Universitätsklinikums), Sigrid Auchter-Denker (Leiterin der Kinderkrankenpflegeschule) und Sigrid Albers (Lehrerin an der Krankenpflegeschule) Foto: Petra Pflanz, Medienzentrum Universitätsklinikum Heidelberg.


Gleich zwei Preise konnten in diesem Jahr die Krankenpflegeschulen des Universitätsklinikums Heidelberg beim Wettbewerb "Förderpreis Pflegeschulen – Gemeinsam lernen und handeln" der Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart, erringen: Ein Projekt der Kinderkrankenpflegeschule, das Kommunikationsmaterialien für die Betreuung fremdsprachiger Kinder entwickelt hat, wurde mit dem 2. Preis ausgezeichnet (3.500 Euro). Für die Entwicklung einer Unterrichtseinheit, die Krankenpflegeschülern den Umgang mit sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden nahe bringt, wurde ein 3. Preis (2.000 Euro) an die Krankenpflegeschule des Klinikums vergeben. Die Preise wurden Mitte November 2004 in Stuttgart verliehen.
Ein Ausschnitt aus dem Comic "Mimi im Krankenhaus"

Ein Ausschnitt aus dem Comic "Mimi im Krankenhaus" in englischer Sprache. Abb.: Kinderkrankenpflegeschule des Universitätsklinikums Heidelberg


Etwa ein Drittel aller Kinder, die in der Kinderklinik behandelt werden, können kein oder nur gebrochen Deutsch. Auch Eltern und Geschwister sind meist nicht in der Lage, die Sprachbarriere zu überwinden; Dolmetscher stehen nicht immer zur Verfügung. Ob das Kind versteht, was mit ihm geschieht, ist nicht nur psychisch belastend, sondern kann auch den Behandlungserfolg mindern.

Comic in Türkisch, Englisch und Russisch informiert und weckt Vertrauen

Die Heidelberger Kinderkrankenpflegeschule hat deshalb die Initiative ergriffen und zunächst Fremdsprachkenntnisse ihrer Mitarbeiter aufgelistet. "So können wir oft je nach Muttersprache einen Übersetzer hinzuziehen", erklärt Sigrid Auchter-Denker, Leiterin der Schule. Zusätzlich hat das Projektteam einen "Kommunikationsordner" erarbeitet, der bei der Verständigung mit fremdsprachigen Kindern und Eltern eingesetzt werden kann: Der Comic "Mimi im Krankenhaus" erklärt anschaulich in Türkisch, Englisch und Russisch die wichtigsten Untersuchungsmethoden. Lagepläne der Klinik, Beschreibungen von Abläufen auf Station und in den Ambulanzen, verständliche Darstellungen der häufigsten Krankheiten, Untersuchungen und Behandlungsformen und ein Glossar medizinischer Begriffe in drei Fremdsprachen komplettieren den Ordner.

"Wir haben die Kommunikationsmedien auf den Stationen der Kinderklinik getestet", berichtet Frau Auchter-Denker. Sie seien positiv angenommen worden und hätten Verständigungsschwierigkeiten auf beiden Seiten – bei den kleinen Patienten und dem Pflegepersonal – beseitigen geholfen. Die Jury der Robert-Bosch-Stiftung hob hervor, dass der Kommunikationsordner Vorbildcharakter habe. Eine Erweiterung des Projekts mit Hilfe des Preisgeldes ist in Arbeit.

Krankenpflegeschüler verlieren Respekt vor wissenschaftlichen Ergebnissen und lernen "gute" Forschung schätzen

Einen 3. Preis hat das Projekt "Science meets practice" der Heidelberger Krankenpflegeschule errungen, das die wissenschaftliche Kompetenz der Pflegeschüler stärken soll. Denn die Krankenpflege müsse sich zunehmend an wissenschaftlich erwiesenen Untersuchungsergebnissen orientieren, erklärte Klaus Huhn, Leiter der Schule. Darum haben die beiden Projektleiter Sigrid Albers und Michael Huber die Kooperation mit dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg angestrebt. In ausgesuchten Forschungsprojekten, u.a. zur Einstellung der Bevölkerung zur Gesundheitsreform, wurden unter Leitung von Dipl.-Psych. Bernd Reuschenbach wissenschaftliche Methoden vermittelt: Wie werden Fragebögen gestaltet? Wie können Umfrageergebnisse bewertet werden? Was sagen Forschungsstatistiken letztlich aus? Welche ethischen und rechtlichen Probleme müssen bei der Vorbereitung eines Forschungsprojektes beachtet werden?

Die Jury der Robert-Bosch-Stiftung lobte das "gewagte Unterfangen" einer engen Zusammenarbeit zwischen Krankenpflegeschülern und Psychologiestudenten und hob die positiven Effekte hervor: Zum einen sei eine gesunde Respektlosigkeit gegenüber Forschungsergebnissen geweckt worden, zum anderen hätte die Wertschätzung solide erarbeiteter Forschungsergebnisse zugenommen.

Weitere Informationen im Internet unter:
Projekt "Science meets practice": www.pflegeforschung.net
Kinderkrankenpflegeschule: www.med.uni-heidelberg.de/ausb/ausbkind/
Krankenpflegeschule: www.med.uni-heidelberg.de/ausb/ausbpf/KPS/
Robert-Bosch-Stiftung: www.bosch-stiftung.de/

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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