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18. November 2004

Krebs – eine Fehlentwicklung

Vortrag von Prof. Dr. Dr. mult. Harald zur Hausen am 21.11.2004 um 11.00 Uhr im Zoologischen Institut, Im Neuenheimer Feld 230, im Rahmen der Reihe "Quo vadis, Homo sapiens? – Entwicklung und Fehlentwicklung"

Viren

Viren (Foto: privat)

Der ehemalige Vorsitzende des Stiftungsvorstandes des Deutschen Krebsforschungszentrum Prof. Dr. Dr. mult. Harald zur Hausen sieht chemische Krebs erzeugende Substanzen, Strahlen und Infektionen als Hauptfaktoren für die Krebsentstehung an. Sie bewirken entweder Veränderungen im Erbgut der Zellen durch Mutationen, Verlust von Erbmaterial, Umlagerungen von Chromosomenmaterial (Translokationen), oder im Fall von Infektionen oft durch Einbringen von neuem Erbmaterial. Auch das Ausschalten von Genen, ohne diese direkt zu verändern, kann zur Krebsentstehung beitragen.

Krebs-Zelle

Krebs-Zelle (Foto: privat)

Obwohl die Entdeckung so genannter Onkogene und deren Aktivierung im Krebsent- stehungsprozess sowie der Ausfall von Genen, die das Wachstum unterdrücken, (Tumorsuppressor-Genen) bereits seit Mitte der 70er Jahre eine einleuchtende Erklärung für die Krebsentstehung boten, bleiben bis heute viele Fragen ungelöst. Viele Krebserkrankungen gehen mit spezifischen Umlagerungsprozessen der Chromosomen einher, die fast immer Ablesefaktoren (Transkriptionsfaktoren) des Erbguts betreffen – die Ursache für diese Umlagerungen bleibt unbekannt. Die Analyse von Virusinfektionen, die auch beim Menschen häufige Krebserkrankungen (Gebärmutterhalskrebs, Leberkrebs und bestimmte Blutkrebserkrankungen) verursachen können, hat uns ein besseres Verständnis vermittelt, wie Gene dieser Viren das Programm einer Zelle umsteuern können und die normalerweise vorliegende Wachstumskontrolle ausschalten. Die Konsequenzen dieses Verständnisses sind für die Krebsvorbeugung, die Diagnostik und auch Therapie zunehmend bedeutsam.

Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00-12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch oder Dr. Henner Hollert
Zoologisches Institut der Universität Heidelberg
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
Volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
Henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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