Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English
Besucher, Internationale Beziehungen, Heidelberg und RegionStartseiten der FakultätenAufbau der Universität, Personalverzeichnis, ServiceeinrichtungenFächerübersicht, Beratung, Informationen für ausländische StudierendeProjekte, Publikationen, Technologietransfer

Startseite > Presse >

 
22. November 2004

Universität Heidelberg vorne bei den Top-Studenten in Jura, Medizin und Germanistik

Der "Spiegel" legt die "weltweit größte Online-Befragung von Studenten" vor: "Wo studieren die Besten?" – Universität Heidelberg im Gesamtranking auf dem siebten Platz – Rektor Prof. Hommelhoff: "Besonders in den Fächern Rechtswissenschaft, Medizin und Germanistik ist es uns gelungen, die brillantesten Köpfe für ein Studium in Heidelberg zu gewinnen. Im Übrigen gibt es noch einiges zu tun."

"Wo studieren die Besten?", fragte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner "weltweit größten Online-Befragung von Studenten" und widmete dem Ranking heute eine Titel-Story. Das Ergebnis für Heidelberg: Die älteste deutsche Hochschule belegt in der Gesamtwertung den siebten Platz, "in Germanistik landete sie auf dem zweiten, in Medizin und Rechtswissenschaft auf dem dritten Rang". Für den Rektor der Ruprecht-Karls-Universität, Prof. Dr. Peter Hommelhoff, ein Grund zur – wenn auch eingeschränkten – Freude: "Besonders in den Fächern Rechtswissenschaft, Medizin und Germanistik ist es uns gelungen, die brillantesten Köpfe für ein Studium in Heidelberg zu gewinnen."

Die deutsche Hochschullandschaft befinde sich im größten Umbruch seit den sechziger Jahren, schreibt der "Spiegel" im Editorial. Habe man einst höhere Bildung möglichst vielen Schulabsolventen zugänglich machen wollen, so setze sich inzwischen die Erkenntnis durch, dass dieser Weg oft zu Lasten der Studienqualität gehe. "Bildungspolitiker und -wissenschaftler setzen nun auf die besondere Förderung von Eliten, und viele Universitäten wetteifern darum, dafür die besten Bedingungen zu bieten – schließlich hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Programm ausgelobt."

Eine von den "Spiegel"-Redakteuren Martin Doerry und Joachim Mohr gemeinsam mit Mitarbeitern der Unternehmensberatung McKinsey und dem Internet-Dienstleister AOL initiierte Untersuchung gebe jetzt aufschlussreiche Hinweise auf die Qualität der Hochschulen. "Erstmals bilden dabei Fähigkeiten und Leistungen der Studierenden die Basis für ein Ranking." 50 000 Studierende gaben online Auskunft über ihre Abi-Noten, Praktika, Fremdsprachen, Studiendauer, Stipendien, ehrenamtliche Engagements und vieles mehr.

Die Elite-Bildung an deutschen Unis habe längst begonnen, heißt es als zentrales Ergebnis der Studie im Haupttext. "Die besten Studenten konzentrieren sich erkennbar an ganz bestimmten Standorten." Drei Faktoren erweisen sich – so das Magazin – als entscheidend für die Rekrutierung brillanten Nachwuchses: die Auswahl der Studienbewerber durch die Unis, eine lange akademische Tradition und enge Kontakte der Hochschule zu außeruniversitären Forschungseinrichtungen und zur Industrie.

"Ein typisches Beispiel dafür ist die Traditionsuniversität Heidelberg. Die älteste deutsche Hochschule, gegründet im Jahr 1386, belegt im Gesamt-Ranking den siebten Platz..." Am Neckar begrüße zu Semesteranfang der Hochschulchor die Neuankömmlinge leicht ironisch mit Versen aus einem Liederbuch, das 1886 zur 500-Jahr-Feier erschienen war, und preise die Uni als "Lux Germaniae divina", als göttliches Licht Germaniens. Keine andere deutsche Hochschule sei im Ausland so bekannt wie die Ruperto Carola. Etwa ein Drittel aller neu Immatrikulierten im laufenden Wintersemester seien denn auch Ausländer. "Die Gründungsdaten der Uni Heidelberg muss man bei uns in der Schule im Geschichtsunterricht wissen", zitiert der "Spiegel" einen Jura-Bachelor aus Japan, der sich nun in Heidelberg eingeschrieben hat.

Die Internationalität gebe auch für deutsche Studenten bei der Wahl des Studienortes den Ausschlag. "Mein Bruder ist Professor in den USA, und der sagt, der international sichtbarste Studienort in Deutschland ist Heidelberg", heißt es aus dem Mund eines Deutsch-Italieners.

"Spiegel": "Den Ruhm der Jura-Fakultät mehren berühmte Institute und bekannte Professoren: Das Institut für Finanz- und Steuerrecht des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Paul Kirchhof etwa, des bundesweit wohl prominentesten Rechtsgelehrten, ist ebenso in der Neckar-Stadt ansässig wie das renommierte Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, dessen Direktor Rüdiger Wolfrum am Internationalen Seegerichtshof in Hamburg amtiert." Nicht zuletzt böten die Juristen in Heidelberg eine ambitionierte Examensvorbereitung, die manchem Studenten den kommerziellen Repetitor erspare.

Wo die Besten in Heidelberg studieren

Im Fach Rechtswissenschaft liegt Heidelberg bundesweit auf Rang 3, nach der Bucerius Law School in Hamburg und der Uni Passau. "Mit der Bucerius Law School die Kräfte zu messen, würde gewiss manchen Juraprofessor in Heidelberg beflügeln", hatte Rektor Prof. Hommelhoff letzte Woche in seiner Grundsatzrede zum Thema Elite im Studium Generale gesagt und deutliche Kritik an der privaten – und damit besser ausgestatteten – Konkurrenz artikuliert: "Wo sind dagegen die Forschungserfolge in Koblenz-Vallendar, der European Business School, der Bucerius Law School oder in Witten-Herdecke? Wo sind ihre doctores? Wo ihre Habilitierten?". Einer der strukturellen Vorteile gegenüber kleinen Eliteschulen liege im wissenschaftlichen und so wissenschafts-basiert ausgebildeten Nachwuchs (den vollständigen Redetext lesen Sie im Internet unter http://www.uni-heidelberg.de/presse/news04/2411elite.html ).

Bemerkenswert bei der Heidelberger Rechtswissenschaft: 21 Prozent der hiesigen Jurastudenten zählen zu den so genannten Top-Studenten. Darunter versteht der "Spiegel" Studierende, die im bundesweiten Vergleich zu den besten zehn Prozent ihres Fachs gehören. Im Fall des Zweitplatzierten Passau sind das nur 20 Prozent.

In der Medizin gehören 17 Prozent der Studierenden zu den Top Ten in Deutschland, in der Germanistik (Rang 2 nach Bamberg) 16 Prozent. "Die Universität Heidelberg bereitet sich derzeit im Rahmen des Elite-Wettbewerb konsequent darauf vor, den besten Studierenden, Graduierten und Postdocs exzellente Bedingungen in einem wissenschaftlich stimulierenden Umfeld zu schaffen", sagt Rektor Prof. Hommelhoff. "Wir tun dies auch mit dem Ziel, uns von Platz sieben noch weiter zu verbessern."

In der Mathematik schafft es Heidelberg auf den 5. Rang (17% Topstudenten), in der Biologie auf den 7. (16%), in der VWL auf den 10. (11%), Chemie ebenfalls auf den 10. (8%), Politologie auf den 11. (8%), Psychologie auf den 14. (13%), Physik auf den 17. (13%) und in der Soziologie auf den 26. Platz bei 7% Topstudenten.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English