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11. November 2004

Meilensteine auf dem Weg zum "Virtuellen Heidelberg"

Forschungs- und Innovationspreis der Stiftung Rhein-Neckar-Dreieck geht an Wissenschaftler des European Media Lab – Innerhalb des EML-Projekts entstand auch die Dissertation des Heidelberger Geografen Robert Jany – Vorsitzender des Stiftungsrates ist Ehrensenator Manfred Lautenschläger

Die Preisträger und der Stifter

Die Preisträger und der Stifter (v.l.nr.) bei der Demonstration des virtuellen "Dicken Turms": Robert Jany, Dr. Rainer Malaka, Manfred Lautenschläger und Jens Teichert. Foto: European Media Lab


Der Forschungs- und Innovationspreis der Stiftung Rhein-Neckar-Dreieck geht in diesem Jahr an Wissenschaftler des European Media Lab (EML) in Heidelberg. Sie arbeiten daran, Besuchern der Stadt Heidelberg mit multimedialen Techniken neue Wege bei der Erkundung der Stadtgeschichte zu ermöglichen. Der Informatiker Dr. Rainer Malaka und seine Arbeitsgruppe haben dabei Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung erfolgreich verknüpft und Forschungsergebnisse aus der Informatik, Geschichtswissenschaft und Geografie miteinander kombiniert. Innerhalb des EML-Projekts entstand auch die Dissertation des Heidelberger Geografen Robert Jany, der unter den Preisträgern ist. Als Vorsitzender des Stiftungsrates hielt Manfred Lautenschläger, Ehrensenator der Universität Heidelberg, heute vor Journalisten die Preisrede.

Im Bereich der Grundlagenforschung haben die EML-Wissenschaftler neue Verfahren zum Bildverstehen entwickelt. Diese ermöglichen, mit dem Computer komplexe Objekte wie Gebäude zu analysieren. Die Software ist in der Lage, auch Teilobjekte, zum Beispiel Fenster, und deren Anordnungen zu erkennen. So wird es dann möglich, einen Gebäudetyp zu bestimmen. Bei herkömmlichen Methoden traten bisher große Schwierigkeiten auf, weil beispielsweise Fenster immer wieder anders aussehen.

Der "Dicke Turm" rekonstruiert, der "Englische Bau" im heutigen Zustand

Der "Dicke Turm" rekonstruiert, der "Englische Bau" im heutigen Zustand. 3D-Rekonstruktion: EML European Media Lab


Die multimediale Präsentation von Geschichte steht im Projekt "GEIST" im Mittelpunkt. Hier wird insbesondere Heidelberg zur Zeit des Winterkönigs um 1620 beleuchtet. 3D-Rekonstruktionen historischer Bauwerke, die heute nur als Ruinen oder gar nicht mehr existieren, eine Datenbank, die historische Informationen liefert und die Präsentation auch auf mobilen Geräten eröffnen dem Nutzer die Möglichkeit, in eine vergangene Epoche einzutauchen. Dass diese Art, Geschichte sichtbar zu machen, beim Publikum ankommt, zeigte die Sonderausstellung des Kurpfälzischen Museums mit der 3D-Rekonstruktion des Heidelberger Schlossgartens "Hortus Palatinus", die im letzten Jahr rund 10.000 Besucher gesehen haben.

Mit der Verknüpfung des maschinellen Bilderkennens und der multimedialen Präsentation haben die EML-Forscher Meilensteine auf dem Weg zum "virtuellen Heidelberg" gesetzt – einer Vision, die auch auf andere Städte übertragbar ist. Dafür erhalten sie den mit 25.000 Euro dotierten Forschungs- und Innovationspreis der Stiftung Rhein-Neckar-Dreieck. An den prämierten Arbeiten beteiligt waren der Informatiker Dr. Rainer Malaka, der Geograf Robert Jany, der Geograf Dr. Richard Leiner, die Informatikerin Dr. Kerstin Schneider und der technische Informatiker Jens Teichert.

Manfred Lautenschläger: Die Arbeit trägt zur technologischen Entwicklung der Region bei

Manfred Lautenschläger, Vorsitzender des Stiftungsrates und Ehrensenator der Universität Heidelberg, legte vor Journalisten die Gründe dar, warum die Jury den Preis an Dr. Malaka und seine Kollegen vergab. "Der Innovationsgrad dieser Arbeit ist hoch, die Arbeit trägt zur technologischen Entwicklung der Region bei und wird mit ihrem Potenzial positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung ausstrahlen", sagte Lautenschläger. Besonders hervorzuheben sei die Integration einer größeren Zahl moderner Techniken in eine Systemlösung und die Möglichkeit, eine reiche Beute an praxisrelevanten und kommerziell umsetzungsfähigen Teilergebnissen zu generieren.

Lautenschläger erläuterte das Ausschreibungsverfahren und benannte die Jury. "Der geballten Kompetenz schließe ich mich sehr gerne an und sehe die Dotierung des Preises mit 25.000 Euro als Investition in ein innovatives Projekt, von dem wir noch viel erwarten können. Die Tatsache, dass unsere Preisträger ihre Forschungsarbeit beispielhaft auf einen mit höchster touristischer Anziehungskraft ausgestatteten Ort – die Stadt Heidelberg mit dem Heidelberger Schloss – konzentriert haben, scheint mir auch für die weitere Vermarktung äußerst hilfreich zu sein."

Die European Media Laboratory GmbH (EML) (www.eml-d.villa-bosch.de) ist ein privates Forschungsinstitut für Informationstechnik und ihre Anwendungen. Ziel ist es, neue informationsverarbeitende Systeme zu entwickeln, bei denen der Nutzer die Technik nicht mehr als Hindernis wahrnehmen soll. Der Schwerpunkt liegt in mobilen Assistenzsystemen. Die EML-Forscher arbeiten eng mit Universitäten und der Industrie zusammen. Derzeit bearbeitet das EML im Wesentlichen Forschungsprojekte der gemeinnützigen Klaus Tschira Stiftung (KTS) (www.kts.villa-bosch.de).

Rückfragen bitte an
Dr. Peter Saueressig
European Media Laboratory GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 06221 533245, Fax 533198
peter.saueressig@eml.villa-bosch.de

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Rainer Malaka
Tel. 06221 533206, Fax 533298
www.eml.villa-bosch.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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