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4. November 2004

Paarweise oder in stolzer Einsamkeit

Professorenporträts von Dénes von Szebeny im Universitätsmuseum in Heidelberg

Professorenporträts von Dénes von Szebeny (1921-1996)

Professorenporträts von Dénes von Szebeny (1921-1996) im Heidelberger Universitätsmuseum. Der Herr mit Allongeperücke ist der Natur- und Völkerrechtler Samuel von Pufendorf. Foto: Welker


Der Idealfall eines Porträtisten ist die unmittelbare Konfrontation mit seinem Modell. Nur so lässt sich die spezifische Eigenart eines Menschen erfassen, dessen Individualität und Unverwechselbarkeit in dem Bildnis zum Ausdruck kommen sollte. Richtet sich ein Künstler nach einem ihm vorliegenden Foto, tritt ein Fremdkörper zwischen ihn und den Dargestellten, es sei denn, auch die Aufnahme stammt von ihm. Bei den 25 Professorenporträts, die Dénes von Szebeny vor knapp zwanzig Jahren im Hinblick auf das 1986 bevorstehende 600-Jahr-Jubiläum der Ruperto Carola zeichnete, war der 1996 gestorbene Künstler auf Fotografien, bzw. Gemälde angewiesen, denn es handelte sich – abgesehen von dem Natur- und Völkerrechtler Samuel von Pufendorf (1632-1668) und dem Physiker Walther Bothe (1891-1957) – durchweg um Gelehrte des 19.und frühen 20. Jahrhunderts.

Jetzt ist der Zyklus, der um eine atmosphärische Gouache von Heidelberg ergänzt wird, im Heidelberger Universitätsmuseum in der Alten Uni auf Anregung der Witwe Irmgard von Szébeny zu sehen in einer kleinen, mit Rücksicht auf die zarten Zeichnungen recht schwach beleuchteten Schau. Die Wissenschaftler, en face, im Profil oder Halbprofil dargestellt, sind zu überwiegendem Teil hochberühmt wie zum Beispiel die Philosophen Karl Jaspers und Kuno Fischer, deren Bildnisse paarweise gehängt wurden.

Das trifft auch auf den Physiologen Hermann von Helmholtz und den Mineralogen Wilhelm Salomon-Calvi zu oder den Physiker Walther Bothe und den Chemiker Robert Wilhelm Bunsen. Auch die Historiker Ludwig Häusser und Friedrich Christoph Schlosser sind traut vereint, während der Nationalökonom Max Weber in stolzer Einsamkeit die Frontseite der Ausstellung einnimmt und auch der frühe Psychosomatiker Ludolf Krehl in einer dunkel getönten, fast dämonisch wirkenden Profilansicht separat untergebracht ist.

Zu überwiegendem Teil handelt es sich bei den Blättern um Bildnisköpfe, mal skizzenhaft, mal sorgsam ausgeführt, mal aufgehellt, mal dunkel verschattet, im Ausdruck freundlich, hintergründig oder ernsthaft. Bei der Darstellung des Völkerrechtlers Georg Jellinek ergibt sich eine interessante Korrespondenz zum Selbstporträt des 1921 gebürtigen Ungarn Dénes von Szebeny, der sich ebenfalls mit Kneifer und einem "blinden" Auge ins Bild brachte, damit auf den "introvertierten Blick" anspielend. Szebeny übrigens, der nach einem kriegsbedingt abenteuerlichen Leben 1946 mit einem volksdeutschen Transport nach Buchen gelangte, wurde hier bei einer Ausstellung von dem RNZ-Redakteur Franz Wieland "entdeckt", mit dem er die Odenwald-Ausgabe der Zeitung durch Karikaturen auflockerte. Zur Ausstellung erschien ein kleiner Katalog (bis 23. Januar).
Heide Seele

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