Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English
Besucher, Internationale Beziehungen, Heidelberg und RegionStartseiten der FakultätenAufbau der Universität, Personalverzeichnis, ServiceeinrichtungenFächerübersicht, Beratung, Informationen für ausländische StudierendeProjekte, Publikationen, Technologietransfer

Startseite > Presse >

 
29. November 2004

Im Laufe der Jahre Millionen gespendet

Der Freundeskreis des Kurpfälzischen Museums Heidelberg beging seine 45-Jahr-Feier in Universität und Palais Morass

Am letzten Tag des Jahres 1878 erwarb Heidelberg die Kunst- und Altertümer-Sammlung des 14 Jahre zuvor verstorbenen französischen Emigranten Graf Charles de Graimberg. Die Stadt legte zwecks Begleichung des Kaufpreises von 42000 Goldmark eine vierprozentige Anleihe auf und veranstaltete eine Lotterie. Großherzog Friedrich I. von Baden, Rektor der Universität, stellte zur Präsentation der wertvollen Kollektion den Friedrichsbau des Schlosses zur Verfügung. Damals, so Dr. Peter Volz, habe es eben noch keinen „Freundeskreis“ gegeben. Der langjährige Vorsitzender der kunstsinnigen Vereinigung erinnerte in seiner Festansprache bei der 45-Jahr-Feier des Freundeskreises des Kurpfälzischen Museums in der vollbesetzten Aula der Neuen Universität daran, wie alles begonnen hatte.

Eine illustre Gästeschar aus nah und fern hatte sich in der Ruperto Carola versammelt. Bundespräsident und Ministerpräsident Erwin Teufel hatten Glückwunschschreiben übersandt, und Peter Volz rühmte die Verdienste des ungemein spendenfreudigen Freundeskreises, der im Laufe der Jahre Millionen zusammenbrachte und erinnerte dabei auch ausführlich an die 135 Jahre währende Geschichte des Kurpfälzischen Museums, das aus Graimbergs Sammlung hervorgegangen war. In den zurückliegenden viereinhalb Jahrzehnten wurden zahlreichen Ankäufen getätigt (die letzte spektakuläre Tat war der Erwerb des kurpfälzischen Tafelsilbers), und so hatte man sich kürzlich entschlossen, im Museum eine „Freundeskreispassage“ einzurichten, die, farblich neu gestaltet und beleuchtet, vom Riemenschneidersaal zur Silberkammer führt und somit den neueren Teil des Museums mit dem alten Palais verbindet.

Vor dem Festvortrag hob Bürgermeister Dr. Jürgen Bess, der etliche bauliche Museumsveränderungen für 2005 ankündigte, die Verdienste von Peter Volz hervor, der 35 Jahre hindurch mit großem Einsatz der Vereinigung vorstand und versprach, dass dem Kurpfälzischen Museum im Rhein-Neckar-Dreieck künftig eine angemessene Stellung gesichert würde.

Ein berühmer Referent war für die Jubiläumsveranstaltung gewonnen worden, Prof. Jan Kelch, bis zu diesem Jahr Direktor der Staatlichen Gemäldegalerie zu Berlin. „Rembrandt heute“ hieß sein Thema, denn 2006 jährt sich der Geburtstag des Künstlers zum 400. Mal, und schon jetzt werden zahlreiche Ausstellungen vorbereitet. In Kelchs Lichtbildervortrag, der einige berühmte Werke aus den Berliner Rembrandt-Beständen (die sind besonders reich) einer eingehender Analyse unterzog, ging es primär um die Rembrandt-Forschung, um ihre Rezeptionsgeschichte und den gegenwärtigen Stand der Dinge. Dabei ging der Referent aber auch auf den Erzählstil des Malers anhand einiger seiner biblischen Szenen ein sowie auf Rembrandts Verhaftung in der Bildtradition großer Vorgänger. Rembrandt, dies die Botschaft, war mehr als der Hell-Dunkel-Maler. Natürlich wurde auch die Vielzahl falscher Zuschreibungen erwähnt, durch die sich der Werkbestand erheblich verminderte, und faszinierend waren Kelchs Erläuterungen neuerer naturwissenschaftlicher Verfahren wie zum Beispiel der Neutronenautoradiographie, mit deren Hilfe genaue Gemäldetiefenanlysen möglich sind.

Nach dem Vortrag begaben sich die Museumsfreunde ins wieder festlich geschmückte Palais Morass, wo Sandra Leonie Ritter, begleitet von der japanischen Pianistin Chiaki Ohara, auf dem Altsaxophon klassische Tanzrhythmen europäischer und lateinamerikanischer Länder spielte und zu vorgerückter Stunde Marie-Theres Justus Cembalo-Musik von François Couperin, Antoine Forqueray und Jean-Philipp Rameau darbot.
Heide Seele

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English