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6. November 2004

Festakt zum 40. Geburtstag des Krebsforschungszentrums

Professoren Kirchhof und Wiestler diskutierten über die ethischen Grenzen der Forschung

 Gast beim DKFZ-Jubiläum: Dagmar Schipanski, hier mit Otmar Wiestler

Gast beim DKFZ-Jubiläum: Dagmar Schipanski, hier mit Otmar Wiestler. Foto: Kresin


"Krebs und seine Bekämpfung ist eine Herausforderung an alle, nicht nur an die Wissenschaftler", mit diesen Worten machte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn die gesellschaftliche Bedeutung der Krebsforschung deutlich. Anlässlich der Festveranstaltung zum 40-jährigen Jubiläum des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigte sie zudem die Fortschritte auf, die die Krebsforschung in den letzten Jahrzehnten gemacht hat.

Da ist aus wissenschaftlicher Sicht vor allem die Erkenntnis, warum Zellen anfangen zu wuchern, und es gibt beispielsweise bedeutende Fortschritte bei der Prävention und der Diagnose. Trotzdem bliebe der Kampf gegen den Krebs auch in Zukunft eine Herausforderung, so Edelgard Bulmahn.

Dass die Krebsforschung in Deutschland überhaupt so bedeutende Fortschritte machen konnte, ist, so die Bundesministerin, vor allem auf Professor Karl Heinrich Bauer zurückzuführen, der in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht locker ließ, für ein Krebsforschungszentrum in Heidelberg zu werben. Seine Vision einer Verknüpfung von Grundlagenforschung und medizinischer Anwendung wurde aber erst 1979 mit der Gründung des Tumorzentrum Heidelberg/ Mannheim umgesetzt.

Mit der im letzten Jahr erfolgten Gründung des Comprehensive Cancer Center (CCC), einer Kooperation von Universitätsklinikum, Thoraxklinik Heidelberg und DKFZ, werde diese Vision fortgeführt und die unterschiedlichen Kompetenzen weiter gebündelt, hob die Ministerin hervor.

"Wie die Natur zeigt, ist der Wandel die Grundbedingung für unsere Existenz", leitete Edelgard Bulmahn zur Bildungspolitik über und so seien Investitionen in Bildung und Forschung unabdingbar. So zeige das Beispiel der skandinavischen Länder, dass durch derartige Investitionen das wirtschaftliche Wachstum gesteigert werden könne. Gleichzeitig sei die Forschung wichtig für Innovation und neue Arbeitsplätze.

Ungewöhnliche Wege für eine Festveranstaltung wurden im Anschluss an den Vortrag der Bundesministerin eingeschlagen. In vier Dialogen diskutierten Wissenschaftler über gesellschaftliche Aspekte der Forschung, wie beispielsweise über die Chancen von Nachwuchswissenschaftlern in Deutschland oder über das "Zukunftsmodell Forschungsklinik". In wie weit die Forschung in die Gesellschaft hineinreicht, zeigte besonders der Dialog über "Forschung in ethischen Grenzbereichen" von Professor Paul Kirchhof, ehemaliger Bundesverfassungsrichter, und von Professor Otmar Wiestler, wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ.

"Jeder Wissenschaftler kann ein Segen oder eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen", erläuterte Paul Kirchhof. Die Aufgabe der Gesetzgebung sei es dabei für Sicherheit zu sorgen. Otmar Wiestler hielt dagegen, dass jeder Wissenschaftler Grenzen überschreite und seine Arbeit gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen habe. Einig waren sich Wiestler und Kirchhof aber darüber, dass die Zusammenarbeit von Wissenschaftler mit Ethik-Fachleuten in gesellschaftlich relevanten Fragen der Forschung sinnvoll wäre, wie dies auch schon an der Medizinischen Fakultät der Uni Heidelberg der Fall ist.
Stefan Zeeh

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