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18. Oktober 2004

Quo vadis, Homo sapiens? – Entwicklung und Fehlentwicklung

Vortragsreihe im Zoologischen Museum der Universität Heidelberg startet wieder am 31. Oktober 2004 – 14 Beiträge sollen Entwicklungen und Fehlentwicklungen der belebten Welt beleuchten – Reihe beginnt mit einem Vortrag über die demographische Zeitenwende

Am 31. Oktober werden die Sonntags-Matineen im Zoologischen Institut fortgeführt. Das Thema des Wintersemesters 2004/2005 heißt "Quo vadis, Homo sapiens? – Entwicklung und Fehlentwicklung". 14 Redner werden bis Mitte Februar zu Wort kommen. Alle sind Wissenschaftler, und alle verfügen über eine besondere Kompetenz in dem Bereich, den sie in den einstündigen Vorträgen behandeln. Die Vorträge finden Sonntags von 11.00 – 12.00 Uhr im Großen Hörsaal des Zoologischen Instituts der Universität Heidelberg statt.

Die derzeitige Bevölkerungsentwicklung ist ein zentrales Problem der Menschheit

Die derzeitige Bevölkerungsentwicklung ist ein zentrales Problem der Menschheit. Der Bevölkerungswissen- schaftler Prof. Dr. Birg (Mitglied in einer UN-Expertengruppe zur Demographie) wird die Bevölkerungsentwicklung der Bundesrepublik und der Welt in all ihren Konsequenzen thematisieren.


Aus der Sicht von Biologen sind die demographische Entwicklung der Menschheit und die damit verbundenen Auswirkungen menschlicher Aktivität auf Atmosphäre und Biosphäre derzeit die größten Probleme. Aus diesen leiten sich zahlreiche weitere Herausforderungen ab, derer wir uns annehmen müssen. Als Analytiker und Ratgeber können vermutlich Wissenschaftler aus Bevölkerungsforschung, Biologie, Ernährungswissenschaft, Geowissenschaften, Medizin und Parasitologie besonders wichtige Beiträge liefern, und aus diesen Fachgebieten kommen auch Redner zu Worte. Die Probleme lösen müssen wir jedoch alle gemeinsam.

Bild einer intracytoplasmatischen Spermieninjektion

Bild einer intracytoplasmatischen Spermieninjektion aus dem Labor. Die Vorlesungsreihe "Quo vadis, Homo sapiens? – Entwicklung und Fehlentwicklung" wird auch die moderne Reproduktionsmedizin in ihren Möglichkeiten und Konsequenzen thematisieren.


Zum Auftakt der Vorlesungsreihe wird Herr Prof. Dr. Herwig Birg (Institut für Bevölkerungs- und Gesundheitsforschung, Bielefeld und Mitglied einer UN-Expertengruppe zur Weltbevölkerung) am Sonntag, den 31.10. um 11 Uhr einen Vortrag mit dem Titel "Die demographische Zeitenwende" halten.

Schwerpunkte des Vortrags sind das Wachstum der Weltbevölkerung und die demographischen Vorausberechnungen der Wissenschaft zum Übergang in die absehbare Phase der Schrumpfung ab 2070. Darüber hinaus wird in einer international vergleichenden Analyse die Sonderstellung Deutschlands als weltweit erstes Land mit ständigen Sterbeüberschüssen seit 1972 und als Land mit der höchsten Kinderlosigkeit herausgearbeitet. Die wesentlichen Auswirkungen der niedrigen Geburtenrate Deutschlands sind die demographische Alterung und die Schrumpfung der deutschen Bevölkerung, während die zugewanderte Bevölkerung durch Geburtenüberschüsse und durch Wanderungen stark wächst. Zentrale Folgen der demographischen Schrumpfung und Alterung in Deutschland sind wachsende, demographisch bedingte Verteilungsprobleme zwischen den Generationen (Probleme der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung), sowie zwischen den alten und neuen Bundesländern, die Interessenkonflikte zwischen Familien mit Kindern und Kinderlosen (Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Pflegeversicherung) und die Verteilungsprobleme zwischen der deutschen und der zugewanderten Bevölkerung. Die verschiedenen Themenbereiche werden anhand von Ergebnissen aus der demographischen Forschung analysiert und durch Schaubilder in allgemeinverständlicher Weise erläutert.

Das Programm im Einzelnen:
31.10.2004
Die demographische Zeitenwende
Prof. Dr. Herwig Birg, Institut für Bevölkerungs- und Gesundheitsforschung, Bielefeld
07.11.2004
Parasitosen der Menschheit als Herausforderung der Zukunft
Prof. Dr. Heinz Mehlhorn, Zoologisches Institut, Düsseldorf
14.11.2004
Chancen und Herausforderungen der Grünen Gentechnik: Fluch oder Segen?
Prof. Dr. Rainer Fischer, Fraunhofer Institut für Molekularbiologie & Angewandte Ökologie, Schmallenberg
21.11.2004
Krebs – eine Fehlentwicklung
Prof. Dr. Drs. h.c. Harald zur Hausen, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
28.11.2004
Reproduktionsmedizin: Fluch oder Segen?
Prof. Dr. Thomas Strowitzki, Universitäts-Frauenklinik, Heidelberg
5.12.2004
Ernährung im Schlaraffenland – Möglichkeiten und Grenzen
Prof. Dr. Claus Leitzmann, Institut für Ernährungswissenschaft, Giessen
12.12.2004
Gehen wir in eine neue Kaltzeit?
Prof. Dr. Jörg Negendank, Geo-Forschungszentrum, Potsdam
19.12.2004
Anfänge der Kunst
Prof. Dr. Nicholas Conard, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Tübingen
09.01.2005
Feuer: gestaltende Kraft von Leben und Landschaft
Prof. Dr. Johann G. Goldammer, Global Fire Monitoring Center, Freiburg
16.01.2005
Walfang – eine Schandtat der Moderne?
Prof. Dr. Karl-Hermann Kock, Bundesforschungsanstalt für Fischerei, Hamburg
23.01.2005
Seuchen – die Menschheit am Scheideweg
Dr. August Stich, Tropenmedizinische Abteilung, Missionsärztliche Klinik Würzburg
30.01.2005
Großmütter – eine Chance für die Zukunft?
Prof. Dr. Eckart Voland, Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft, Giessen
6.02.2005
Das epigenetische Erbe: von Lamarck bis Dolly
Prof. Dr. Renato Paro, Zentrum für Molekulare Biologie, Heidelberg
13.02.2005
Ozonloch und Treibhauseffekt. Verändert der Mensch das Klima?;
Prof. Dr. Mojib Latif, Institut für Meereswissenschaften, Kiel
Das Zoologische Museum ist an Vortragssonntagen von 10.00-12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch
oder Dr. Henner Hollert
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
Volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
Henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de/quovadis.htm

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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