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11. Oktober 2004

Kongress "Rituale und Grenzerfahrung"

Ein Kongress "Ritual und Grenzerfahrung" der Abteilung Medizinische Psychologie findet von Mittwoch, 13. bis Sonntag, 17. Oktober in der Aula der Neuen Universität statt

Ein Kongress "Ritual und Grenzerfahrung" der Abteilung Medizinische Psychologie findet von Mittwoch, 13. bis Sonntag, 17. Oktober in der Aula der Neuen Universität statt, der von der Abteilung Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums und ihrem Ärztlichen Direktor, Professor Dr. Rolf Verres, gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Henrik Jungaberle und der Psychologin Dörthe Verres organisiert wird. Die Medizinischen Psychologen sind mit mehreren Projekten an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereich "Ritualdynamik - Soziokulturelle und historische Prozesse im Kulturvergleich" an der Universität beteiligt.

Dass Rituale zu unserem Leben gehören, darin sind sich moderne und traditionelle Gesellschaften gleich. Rituale geben dem Alltag Stabilität, halten Gemeinschaften zusammen und helfen, schwere Verluste und Krisensituationen zu meistern. Andererseits können sie, wenn sinnentleert, zum seelischen und sozialen Ballast werden. Der Kongress bietet in einem Vorprogramm am 13. und 14. Oktober 14 Workshops mit namhaften Experten zur Anwendung von Ritualen in unterschiedlichen Lebensbereichen an.

Der Hauptkongress befasst sich mit übergreifenden und speziellen Fragen der Wirksamkeit und Dynamik von Ritualen: Wo sind Rituale existenziell notwendig? Welche Rolle spielen sie in einer Beziehung, in der Familie, im Berufsleben und für die Vorbeugung von Suchterkrankungen? Wo helfen sie, wo können sie schaden? Ein Schwerpunkt des Kongresses befasst sich mit der Bedeutung von Ritualen in existentiellen Krisensituationen. Dazu gehört auch die Umwandlung von Trauer durch Symbole und Rituale, die den Trauernden einen Wiedereinstieg in das aktive, erfüllte Leben ermöglichen.
I. Salomon
Informationen und Kongressprogramm unter www.ritual-kongress.de

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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