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28. Oktober 2004

Ein renommierter Experte für die Behandlung von Tumorerkrankungen und Schwerhörigkeit

Professor Dr. Peter Plinkert leitet seit dem 1. Oktober 2004 die Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Heidelberg

Professor Dr. Peter Plinkert leitet seit dem 1. Oktober 2004 die Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Heidelberg

Professor Dr. Peter Plinkert leitet seit dem 1. Oktober 2004 die Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Heidelberg. Foto: Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg

Am 1. Oktober 2004 hat Professor Dr. Peter Plinkert die Nachfolge von Professor Dr. Hagen Weidauer angetreten, der nach mehr als 15jähriger Tätigkeit im Klinikum in den Ruhestand getreten ist.

Professor Plinkert wechselt von der Universität des Saarlandes nach Heidelberg; dort hat er seit 2000 die Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen- Ohrenheilkunde geleitet. "Mit Professor Plinkert konnten wir einen international ausgewiesenen Fachmann, insbesondere für die Behandlung von Tumorerkrankungen und der Schwerhörigkeit, gewinnen", erklärt Professor Dr. Eike Martin, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg.

Baden-Württemberg ist für den gebürtigen Rheinhessen (47) bereits ein vertrautes Umfeld: Nach dem Medizinstudium in Göttingen und Assistenzzeiten in Trier und am Universitätsklinikum Würzburg absolvierte Plinkert seine Facharztausbildung an der Universitäts-HNO-Klinik in Tübingen. Dort habilitierte er sich über die Frage, welche biochemischen und physiologischen Vorgänge das Hören ermöglichen, und entwickelte neue wissenschaftliche Ansätze für die Erkennung und Behandlung der Schwerhörigkeit, die rasch Eingang in die Krankenversorgung fanden.

Einfacher Test kann angeborene Schwerhörigkeit feststellen

"Mehr als 12 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Schwerhörigkeit", sagt Professor Plinkert. In den letzten Jahrzehnten wurden mehrere Verfahren eingeführt, mit denen die Schwerhörigkeit sicher festgestellt und erfolgreich behandelt werden kann. So war Professor Plinkert an der Entwicklung eines Hörtests beteiligt, mit dessen Hilfe das Hörvermögen erstmals objektiv getestet werden konnte. Dabei werden die Schallwellen registriert, die das intakte Ohr nach Beschallung wieder aussendet.

Dieser einfache Hörtest kann schon bei Neugeborenen durchgeführt werden. Hier sieht Professor Plinkert ein erhebliches Defizit in den meisten Bundesländern, auch in Baden-Württemberg. Obwohl eines von 800 Neugeborenen schwere Hörschäden hat, die ohne Behandlung die Sprachentwicklung beeinträchtigen, und die angeborene Schwerhörigkeit meist erst im dritten Lebensjahr entdeckt wird, gibt es bislang kein flächendeckendes Hörscreening in Deutschland – im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten.

"Im Saarland konnten wir seit einigen Jahren ein Screening durchführen", berichtet Professor Plinkert. Dort wurde nicht nur jedes Neugeborene getestet, sondern auch sichergestellt, dass auffällige Kinder weiter untersucht und behandelt wurden. Ein "Cochlea-Implantat", rechtzeitig eingepflanzt, kann die fehlende Funktion des Innenohrs ersetzen; die Kinder haben die Chance auf eine Sprachentwicklung. Professor Plinkert hofft, dass in Baden-Württemberg seine Initiativen mit dem Sozialministerium erfolgreich sein werden.

Hervorragendes Forschungsumfeld in Heidelberg

Seinen zweiten Schwerpunkt, die Behandlung bösartiger Tumoren, z.B. des Kehlkopfkrebs, bringt Professor Plinkert in das neugegründete Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ein. Er begrüßt die Möglichkeit, in dem bundesweit einzigartigen Projekt Patienten von Anfang an gemeinsam mit Fachkollegen auf hohem Niveau zu betreuen und sieht Chancen, die Behandlungsergebnisse dadurch weiter zu verbessern. Als stellvertretender Vorsitzender des saarländischen Tumorzentrums hat er Erfahrungen damit gesammelt, welche wichtige Rolle die Versorgungsstrukturen für die Behandlungsqualität haben.

Die Entscheidung für Heidelberg sei vor allem durch das hervorragende wissenschaftliche Umfeld, die enge Kooperation mit medizinischen und naturwissenschaftlichen Instituten, begründet, sagt Professor Plinkert. Im Saarland seien das Klinikum und der medizinische Campus von den anderen Fakultäten räumlich stark getrennt. Auch im Management von Forschung und Lehre bringt Professor Plinkert Erfahrungen aus dem Saarland mit, wo er einige Jahre Prodekan der Medizinischen Fakultät war.

Die Freizeit, die ihm seine umfangreiche klinische und wissenschaftliche Tätigkeit lässt, verbringt er mit seiner Familie (vier Kinder) und treibt regelmäßig Sport.

Bei Rückfragen:
Prof. Dr. Peter Plinkert:
Telefon 06221 / 56 6701 (Sekretariat)

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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