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20. Oktober 2004

Mehr als 20 Jahre im Einsatz für die biomedizinische Spitzenforschung

Medizinische Fakultät Heidelberg ernennt Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag aufgrund seiner herausragenden Verdienste zum Ehrendekan

Professor Dr. Claus R. Bartram (links) und der "Ehrendekan", Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag

Der neue Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Claus R. Bartram (links) und der "Ehrendekan", Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag. / Foto: Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg.


Die Medizinische Fakultät Heidelberg hat in einer Feierstunde am 20. Oktober 2004 ihren langjährigen Dekan, Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, verabschiedet und ihn mit einer bislang noch nie erfolgten Würdigung zu ihrem Ehrendekan ernannt.

Der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg, Professor Dr. Peter Frankenberg, dankte Professor Sonntag für seine herausragenden Verdienste um die universitäre Medizin in den vergangenen zwei Jahrzehnten, die den Standort Heidelberg an die Spitze der Biomedizin in Deutschland geführt hat.

Von links: Professor Dr. Peter Hommelhoff, Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, Professor Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg, und Professor Dr. Claus R. Bartram, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg

Von links: Professor Dr. Peter Hommelhoff, Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, Professor Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg, und Professor Dr. Claus R. Bartram, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg. / Foto: Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg.


Allenfalls die Universitäten München, vielleicht noch Berlin könnten Heidelberg diesen Ruf streitig machen, erklärte der Rektor der Universität Heidelberg, Professor Dr. Peter Hommelhoff. Für seine Verdienste hat die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Professor Sonntag mit der großen Universitätsmedaille ausgezeichnet. Der Ärztliche Direktor, Professor Dr. Eike Martin, dankte Professor Sonntag für die freundschaftlich verbundene Zusammenarbeit im Klinikumsvorstand in den vergangenen zehn Jahren, die Grundlage zahlreicher wichtiger Zukunftsprojekte war.

Bereits vor einem Jahr war Professor Sonntag als Ärztlicher Direktor der Abteilung Hygiene und Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Heidelberg ausgeschieden. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums standen seine fachspezifische Leistungen, insbesondere der Ausbau der Heidelberger Infektionswissenschaften zum international anerkannten Schwerpunkt, im Mittelpunkt. Dies hat ihm zahlreiche Ehrungen wie das Ehrendoktorat der Semmelweis Universität Budapest eingebracht.

Bei der Verabschiedung als Dekan stand Professor Sonntags langjähriges Wirken in der Medizinischen Fakultät im Blickpunkt. Nach nur einem Jahr seiner Tätigkeit in Heidelberg wurde er 1981 Dekan der Fakultät für Theoretische Medizin und 1982 Gesamtdekan der damals noch bestehenden fünf Medizinischen Fakultäten. Mit Einfühlungsvermögen und Fairness hat Professor Sonntag maßgeblich dazu beigetragen, dass die vier Teilfakultäten am Standort Heidelberg 1994 zur jetzigen Medizinischen Fakultät zusammenwachsen und durch Freisetzung zahlreicher Synergien eine Leistungssteigerung im kollegialen Miteinander erzielt werden konnte.

Freiräume sind für eine erfolgreiche Arbeit in Forschung, Lehre und Krankenversorgung unabdingbar

Heute nimmt die Medizinische Fakultät Heidelberg die Spitzenposition in Deutschland ein – nicht nur im aktuellen Ranking des Nachrichtenmagazins "Focus". Auch die jüngsten Erfolge im bundesweiten "Bio-Future-Wettbewerb" (vier der acht Preisträger gehören der Heidelberger Medizinischen Fakultät an) sprechen eine deutliche Sprache.

Diese Erfolge sind kein Zufall, sondern Früchte einer längerfristigen Konzeption. Professor Sonntag hat sich im Vorfeld des Hochschulmedizingesetzes von 1998 tatkräftig dafür eingesetzt, der universitären Medizin die Freiräume offen zu halten, die für eine erfolgreiche Arbeit in Forschung, Lehre und Krankenversorgung unabdingbar sind. Bei dem vor der Verabschiedung stehenden neuen Hochschulgesetz von Baden-Württemberg gilt es diesen Gestaltungsspielraum zu erhalten, wenn nicht auszubauen.

Ein weiterer Verdienst von Prof. Sonntag ist sein Beitrag zu einer grundlegenden Neukonzeption der Medizinerausbildung. Das allseits anerkannte praxisnahe Reformmodell Heicumed gestattete es, die neue Approbationsordnung quasi aus dem Stand heraus umzusetzen; dies ist bislang an keinem anderen Standort gelungen.

Ziel der Medizinischen Fakultät Heidelberg ist der Vorstoß in das internationale Vorfeld der Biomedizin

Diese außerordentliche Leistungsbilanz ist dem neuen Fakultätsvorstand unter Vorsitz von Dekan Professor Dr. Claus R. Bartram (Direktor des Institutes für Humangenetik) Ansporn, aus einer nationalen Spitzenposition heraus in das internationale Vorfeld der Biomedizin vorzustoßen. Hierzu können die Standortvorteile von Heidelberg, insbesondere das hervorragende universitäre und außeruniversitäre Umfeld in der Forschung, wesentlich beitragen.

"Um das Ziel einer international herausgehobenen Position zu erreichen, müssen die Standortvorteile konsequent genutzt und von der Landesregierung überproportional gefördert werden," erklärte Professor Bartram. Die Gründung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) biete dafür eine Gelegenheit. Hierbei wird das für Deutschland völlig neue Konzept einer ganzheitlichen Betreuung von Krebspatienten unter einem Dach realisiert; alle Fachdisziplinen kooperieren räumlich eng verzahnt zum Wohle jedes einzelnen Patienten. Gleichzeitig wird durch neue Interaktionsprogramme mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg, die kliniknahe Forschung erheblich verstärkt. Dieses Modell habe Signalcharakter für ganz Deutschland, stellte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt in der vergangenen Woche bei ihrem Besuch in Heidelberg fest.

Parallel zu Großprojekten dieser Art hat die Medizinische Fakultät jetzt Förderprogramme aufgelegt, die bei Spitzenleistungen in der Einwerbung von Drittmitteln oder Publikationstätigkeit direkt den erfolgreichen Wissenschaftlern zu Gute kommen. Der Motivationsschub für die Wissenschaftler ist schon jetzt spürbar.

Abschmelzen von Leistungsspitzen verhindert internationale Spitzenforschung

Mit Sorge hingegen betrachtet die Fakultät die derzeitigen Verteilungsprinzipien des Landeszuschusses für Forschung und Lehre. Diese sind darauf angelegt, Standortvorteile "auszugleichen", und führen durch gleiche Strukturförderung für alle Medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg zu einer Abschmelzung von Leistungsspitzen. So hat ausgerechnet die Medizinische Fakultät Heidelberg im nächsten Jahr Kürzungen im Landeszuschuss in Höhe siebenstelliger Eurobeträge zu erwarten. "Damit", so Dekan Professor Bartram, "kann Heidelberg – aber auch kein anderer Standort in Baden-Württemberg – den Anschluss an die internationale Spitze schaffen". Mut mache hier der Rückenwind des Rektorates mit seinem klaren Bekenntnis zur Förderung universitärer Spitzenleistung.

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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