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1. Oktober 2004

Kinder-Uni im Netz tauchte so richtig ab

Recherche zum Thema Atmen bei der Tauchgemeinschaft Marlin – Wie kriege ich unter Wasser Luft? – Ausrüstung ist wichtig

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Unter Wasser atmen und sich fortbewegen wie ein Fisch. Das ist schon lange kein Traum mehr, seit es Tauchanzüge, Flossen und Sauerstoffflaschen gibt. Um herauszufinden, wie das funktioniert, ging die Kinder-Uni im Netz baden. Mitglieder der Tauchgemeinschaft Marlin (TGM) hatten sich bereit erklärt, in einem Schnellkurs den Jungen und Mädchen die Grundlagen des Tauchens beizubringen, so dass sie am Ende des Kurses selbstständig die Unterwasserwelt des Schönauer Hallenbades erkunden konnten.

Bevor es aber ins Wasser ging, galt es die richtige Ausrüstung zu finden. Ganz wichtig die Tauchermaske, denn die muss richtig sitzen, damit kein Wasser eindringen kann. Eva Arb, die ehemalige Jugendleiterin der TGM, zeigte wie die Tauchermaske am besten getestet wird. Die Maske wird, ohne das Halteband über den Kopf zu ziehen, fest an das Gesicht gedrückt. Bleibt sie dann haften, auch wenn man sich nach vorne beugt, sitzt sie richtig.

Als nächstes der Schnorchel. Der wird nicht etwa mit der an manchen Masken vorhandenen Haltevorrichtung befestigt, sondern unter das Kopfband geschoben. "Hierin unterscheiden sich eben Profis von Amateuren", erläuterte Eva Arb und wollte auch gleich noch wissen, warum der Schnorchel eigentlich so kurz ist? Darauf war die Kinderredaktion schon bestens vorbereitet und wusste Bescheid. Bei einem zu langen Schnorchel bleibt die Luft quasi drin stecken. Die Folge wäre, dass der Taucher immer wieder die verbrauchte Luft einatmet. Irgendwann ist dann nicht mehr genügend Sauerstoff im zu langen Schnorchel vorhanden und der Taucher verliert das Bewusstsein.

Dann galt es die passenden Flossen zu finden. Das kann bei Schuhgröße 35 schon schwierig werden. Doch auch die fand sich nach einigem Suchen und so konnten sich sämtliche Jung-Forscher schließlich in Richtung Beckenrand bewegen. Doch Vorsicht, immer schön rückwärts laufen mit den Flossen, denn sonst brechen sie ab. Endlich im Wasser gab es natürlich auch schon wieder einiges zu beachten. Denn beim Beinschlag mit den Flossen sollten die Beine durchgestreckt sein, dann benötigt man ziemlich wenig Kraft, um schnell vorwärts zu kommen. Das Abtauchen selbst geht dann ganz einfach. Flach, mit dem Bauch nach unten aufs Wasser legen, den Oberkörper ruckartig abknicken und schon geht es in die Tiefe.

Über das richtige Tauchen mit Pressluftflaschen haben die Jung-Redakteure sogar schon erste Erfahrungsberichte verfasst und da das Erwachsenteam der Kinder-Uni im Netz am Beckenrand zuschaute, hier der Artikel von Lukas:

"Die Pressluftflaschen sind aus Stahl und in sie wird normale Atemluft (also kein reiner Sauerstoff) unter hohem Druck gepresst. Der Druck wird durch einen Kompressor erzeugt. Ein Nebeneffekt dabei ist, dass die Feuchtigkeit der Luft durch den hohen Druck rausgedrückt wird. Somit ist die Luft aus der Flasche recht trocken und das spürt man besonders im Rachen. Mit so einer Flasche auf dem Rücken ließ ich mich ins Wasser fallen. Überraschenderweise hatte ich keine Probleme, mich an das Tauchgerät zu gewöhnen. Um ein bisschen die Möglichkeiten auszutesten, atmete ich mal schneller, mal langsamer. Dabei merkte ich, dass ich beim langsameren Atmen auf den Grund sank, beim schnelleren Atmen wieder aufstieg.

Ein weiteres Experiment war das Tauschen der Atemgeräte unter Wasser. Adrian und ich nahmen unsere Atemgeräte vom Rücken und tauschten auf ein Zeichen hin die Mundstücke. Nach einem Probeversuch klappte es sofort. Wenn ich das Gefühl unter Wasser beschreiben sollte, würde ich folgendes sagen: Es ist herrlich. Man kann all seine Sorgen über Wasser lassen und einfach frei sein. Es ist eine andere Welt." Doch nicht jeder hatte es so leicht. Das jüngste Mitglied Marcel, ein richtiges Leichtgewicht, hatte so seine Probleme, mit der Flasche auf dem Rücken unter Wasser zu kommen. Zwar wiegen die Flaschen auf dem Land zwischen sieben und 15 Kilogramm, doch im Wasser ergibt sich durch die darin enthaltenen Luft ein Auftrieb. So wurden Marcel noch ein paar Sandsäckchen in den Taucheranzug gepackt und dann sank auch er flugs zum Boden des Schwimmbeckens.
Stefan Zeeh
INFO: Die Tauchgemeinschaft Marlin in Schönau ist unter der Telefon-Nummer 06228 911358 zu erreichen. Die Kinder-Uni im Netz hat die Internet-Adresse www.kinder-hd-uni.de.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
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