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22. Oktober 2004

Detlef Junker ist Gründungsdirektor des Heidelberg Centers for American Studies

Er war fünf Jahre Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Washington, DC

Detlef Junker ist Gründungsdirektor des Heidelberg Centers for American Studies

Der Amerika-Mann: Detlef Junker. Der erste Professor der Curt-Engelhorn-Stiftung ist Gründungsdirektor des Zentrums für Amerikastudien. Foto: Stefan Kresin

Der Mann hat schon manches angepackt und nach jeder Etappe dürfte das Urteil das gleiche gewesen sein: "Das war eine lehrreiche Zeit." Detlef Junker war in seiner norddeutschen Heimat Lokaljournalist, schrieb und fotografierte die unterschiedlichsten Themen, "da lernt mal, schnell und druckreif zu schreiben." Er war acht Jahre an der Yale-Universität in den USA, "lehrreiche Wanderjahre", war fünf Jahre Direktor des deutschen historischen Instituts in Washington, wo er "angelsächsische Erfahrungen" sammelte, und Professor für neuere Geschichte in Heidelberg, zweite Heimat seit 1975.

Er beschäftigte sich mehr als sein halbes Leben mit Amerika und beschäftigte sich vielfach mit der Frage: was treibt die Amerikaner an? Dass er Gründungsdirektor des gerade eröffneten interdisziplinären Centrums für Amerikastudien in Heidelberg sein wird, lag gewissermaßen auf der Hand.

Detlef Junker, der 1939 in Pinneberg geboren wurde, stellte die Weichen 1969 in die schließlich eingeschlagene Richtung: Nicht für den Journalismus, mit dem er nach der Promotion zunächst liebäugelte, sondern für amerikanische Geschichte. Zuvor hatte er im Eiltempo studiert und nach gerade elf Semestern promoviert. Von 1975 bis 1994 war er Professor für neuere Geschichte in Heidelberg. 1999 kam er in den Genuss, die erste Stiftungsprofessur für amerikanische Geschichte der Curt-Engelhorn-Stiftung zu bekommen.

Seit dem vergangenen Jahr steckt er sämtliche Kräfte in sein Zentrum für Amerikastudien, das in der Schillerstraße in der Weststadt ein Domizil fand. Aus dem jungen bescheidenen Stamm soll "ein kräftiger Baum werden," hat sich Junker vorgenommen. Pläne hat er ohnehin genug. Mehrere Buchprojekte über deutsch-amerikanische Beziehungen, die Theorie der Geschichtswissenschaft. Und Reisen, viele Reisen.

In Lateinamerika war er oft, den amerikanischen Kontinent und die amerikanische Mentalität kennt er wie seine Hosentasche. Diese Nation, sagt er, hat keine Ideologie, "sie ist eine." Er ging der Frage nach, was hinter der Allianz von globalen Interessen und religiösen Überzeugungen steckt. Seine Ergebnisse füllen das Buch "Power und Mission". Ostasien, Australien und Neuseeland hat er "selten besucht." Da könnten ein paar weitere Besuche hinzu kommen, steht zu vermuten. Denn der Mann ist neugierig, und wissensdurstig dazu.

Zu Amerika sollen noch ein paar neue Länder hinzukommen. Zu den Reisen gehört aber auch die Zeitreise in die Vergangenheit. Junker will das "eigene Selbst erweitern", sagt er. Nur mit historischen Dimensionen könne man die Gegenwart beurteilen. Wichtig ist, dass der Geist lebendig bleibt. Schließlich sei Jungsein allein nicht abendfüllend, schon gar nicht als Historiker.

Seit kurzem muss sich Detlef Junker an seine Rolle als Großvater gewöhnen, was sicher alsbald in die Feststellung münden wird: "Eine lehrreiche Zeit."
Rolf Kienle

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