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25. Oktober 2004

Für weltweit wahrgenommenen Wissenschaftsraum

Jahresfeier der Universität Heidelberg: Rektor Peter Hommelhoff sieht Aufbruch – Neue Ehrensenatoren: Roald Hoffmann und Hubert Eirich

Die Chemie stimmte bei der Jahresfeier der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg anlässlich des 619. Jahrestages ihrer Gründung in der Alten Aula – zunächst im ganz wörtlichen Sinn, wie Rektor Peter Hommelhoff in seiner Begrüßung hervorhob. Denn unter anderem sind die beiden neuen Ehrensenatoren, die während des Festaktes gewürdigt wurden, dieser Naturwissenschaft verbunden: der amerikanische Chemiker und Nobelpreisträger Prof. Roald Hoffmann ebenso wie Hubert Eirich, Präsident der IHK Rhein-Neckar und Fabrikant von Mischersystemen, in dessen Produkten chemische Prozesse ablaufen. Die Chemie stimmte aber auch im übertragenen Sinn, denn nach den Worten des Rektors gab es zur aktuellen Lage der Universität "durchgehend nur Erfreuliches zu berichten", was sich auch im Außenbild – etwa in den aktuellen "Focus"-Rankings – niederschlägt.

Zum Beispiel die gesamten Heidelberger Lebenswissenschaften sah Prof. Hommelhoff schon für den europa- und weltweiten Wettbewerb aufgestellt; das derzeit entstehende "Bioquant"-Gebäude signalisiert hier den Aufbruch zu neuen Ufern. Die im nationalen Spitzenbereich platzierte Medizinische Fakultät Heidelberg befindet sich Hommelhoff zufolge ebenfalls auf dem Weg in die globale Liga. Ausgebaut werden soll die Position etwa durch Kooperationen mit dem DKFZ, wie sie sich in der im Aufbau befindlichen Schwerionenanlage und im neu zu installierenden Nationalen Tumorzentrum zeigen. Gestärkt wird die Wettbewerbsfähigkeit überdies durch die Neubauten im Neuenheimer Feld: für die Krehl-Klinik, die Kinder- und Frauenklinik. Insbesondere im Hinblick auf letztere hoffte der Rektor auf hohe Verkaufserlöse für das Altklinikum Bergheim.

Für die Fakultät für Klinische Medizin Mannheim ist die Zukunftsperspektive nach Hommelhoffs Darlegungen klarer geworden. Denn Wissenschaftsminister Peter Frankenberg hat ein Geschäftsfeld vorgeschlagen, das sich "scharfkantig" von der Heidelberger Fakultät abgrenzt: Mannheim könnte Studienabschlüsse in Humanmedizin, Medizininformatik und Medizinökonomie anbieten, mit Schwerpunkten auf der Lehre und der darauf bezogenen Forschung.

Mit diesem Aufgabengebiet werde die Mannheimer Fakultät für Klinische Medizin aus der Universität Heidelberg herausgelöst und verselbstständigt.

Die Juristische Fakultät sah der Rektor wieder im Aufschwung. Und mit Blick auf ein kürzlich veröffentlichtes RNZ-Gespräch mit den Prorektoren Silke Leopold und Angelos Chaniotis unterstrich er die weiterhin wichtige Rolle der "Kleinen Fächer", indem er hier auf die beiden neuen Institute für Altertumswissenschaften sowie Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften verwies.

Vergleichbare Strukturänderungen sind für die Geowissenschaften – möglichst im Verbund mit Karlsruhe und Mannheim – angedacht. Schließlich wird die Fakultät für Physik in wenigen Tagen die Landessternwarte sowie das Institut für Astronomisches Rechnen übernehmen, mit der vorhandenen Astrophysik zusammenführen und im Verbund mit den beiden Max-Planck-Instituten auf dem Königstuhl ein "Zentrum für Astronomie Heidelberg" bilden, das sich mit dem Exzellenzzentrum in München messen kann.

Der Rektor blendete sodann von der Heidelberger Wissenschaftslandschaft zu den Hochschulen zwischen Karlsruhe und Darmstadt auf: "Mit diesen Kooperationspartnern können wir einen Wissenschaftsraum formen, der weltweit wie die Boston- oder die Bay-Area wahrgenommen wird." Ein entsprechendes Strategiepapier mit mehr als sechzig Einzelmaßnahmen wird derzeit beraten. Mit Nachdruck verwies Prof. Hommelhoff auch auf die Teilnahme der Universität Heidelberg am deutschen Elitewettbewerb. Dessen Ziel müsse es sein, "zusätzliche Mittel zu erringen, um auf mittlere Sicht betrachtet in die Weltspitzengruppe der Universitäten vorstoßen und sich dort auf Dauer behaupten zu können".

Mit der Übergabe der in Kalifornien aufgetauchten Originalmitschrift zu Robert Bunsens Vorlesung "Allgemeine Experimentalchemie" aus dem Sommersemester 1859 durch Frau Prof. Inge Koenig an die Universität berührte das Programm der wahrhaft "erschöpfenden Jahresfeier" – so der Rektor – noch einmal die leitmotivische Disziplin der Chemie. Die Träger des erstmals verliehenen Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preises für Nachwuchswissenschaftler, Dr. Katja Mombaur und Dr. Moritz Diehl, sind allerdings Mitarbeiter des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) in Heidelberg.
Heribert Vogt
Rhein-Neckar-Zeitung

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