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19. Oktober 2004

Den Kopf voller Ideen

Das Wintersemester hat begonnen – Fünf Szenen zum Semesteranfang – Problem Wohnungsmangel

Die Botschaft, obgleich nicht explizit ausgesprochen, ist eindeutig: Ihr habt alle Möglichkeiten. In der Aula schwärmt Rektor Peter Hommelhoff von der Internationalität der Uni und Oberbürgermeisterin Beate Weber von der Schönheit der Studentenstadt. Auf dem "Markt der Möglichkeiten" im Foyer werben Krankenkassen, Kultureinrichtungen, politische Gruppen und studentische Presse um die Aufmerksamkeit der frisch Immatrikulierten, die mit Flyern, Zeitungen, Werbetüten bepackt wieder auf den Uni-Platz stolpern.

Gestern startete die aktuelle Vorlesungszeit. Wie sieht die Realität im Wintersemester 2004/2005 unter den frischgebackenen Studenten aus? Eine Annäherung in fünf Szenen. Begrüßung der Erstsemester: Clara und Paul sind anscheinend noch gar nicht angekommen in jenem "neuen Lebensabschnitt", den Hommelhoff für die Ruperto Carola bewirbt. Ihr Gespräch dreht sich um die Vergangenheit: Mathe immer nur zwei Punkte, Englisch Leistungskurs, Abi-Prüfung war schwer. Er erzählt von der Bundeswehr, sie von drei Fremdsprachen, die sie fließend spreche. Jean hat ganz andere Sorgen: Seit zwei Wochen sucht der Franzose ein günstiges WG-Zimmer. "Das ist so schwer hier", sagt er, während er noch einmal die Aushänge des Studentenwerks durchsucht.

Gerade hat Beate Weber in der Uni-Aula leichten Optimismus verbreitet, mit dem Bau eines neuen Wohnheims und der Planung der Stadtteile Bahnstadt und Altklinikum würde sich die Situation in den kommenden Jahren bessern. Jean übernachtet momentan bei einer Freundin seiner Schwester in Ziegelhausen, die seit zwei Jahren an der Ruperto Carola studiert – er schläft auf dem Sofa.

Erschrocken über die Mieten

Karina ist froh. Die Friesin ist seit zwei Wochen in Heidelberg und war erst einmal erschrocken über das Preisniveau in der Stadt. Sie kann aufatmen, denn seit vergangener Woche hat sie einen Job in einem Call-Center gefunden – "nicht berauschend, aber erst mal okay", sagt sie und erzählt, dass ihre Eltern zwar die Miete bezahlen, sie aber für den Rest sorgen muss und will. Laut aktueller Sozialerhebung des Studentenwerks jobben 63 Prozent der Studenten neben Vorlesungen und Seminaren.

Auf dem "Markt der Möglichkeiten": Anna schlendert zwischen den Ständen, an denen sich studentische Gruppen vorstellen. "Ich will mich noch außerhalb der Uni engagieren", ist sie entschlossen: Amnesty International vielleicht oder in einer politischen Gruppe. Und Sport wolle sie machen und Theater spielen – den Kopf voller Ideen. "Ich hoffe, es bleibt mir auch noch genügend Zeit dazu", sagt sie, denn ihren Stundenplan hat sie mit Pflichtveranstaltungen schon sehr überladen. "Ich will mein Studium so schnell wie möglich beenden", sagt sie.

Im Bus: "Das gibt's ja wohl nicht." André ist begeistert und Eva ebenso. Umarmung und Küsschen: "Was machst du hier", fragen sie sich. Studieren, sagen beide. Sie haben zusammen Abi gemacht, vor einem Jahr in Hamburg. Dann waren beide im Ausland und treffen sich jetzt wieder: im 33er Bus am Ebert-Platz. Beide kommen von der Erstsemester-Begrüßung und fahren ins Neuenheimer Feld. Sie wohnen sogar im gleichen Studentenwohnheim: Es gibt Zufälle, die gibt es eigentlich gar nicht. Heidelberg, ein Dorf.
Alexander Wenisch

Rückfragen bitte an
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Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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und
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