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19. Oktober 2004

Neues Graduiertenkolleg an den Universitäten Heidelberg und Darmstadt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) genehmigte kürzlich das Graduiertenkolleg "Optische Messtechniken für die Charakterisierung von Transportprozessen an Grenzflächen", das gemeinsam von der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Heidelberg eingerichtet wird

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft genehmigte kürzlich das Graduiertenkolleg "Optische Messtechniken für die Charakterisierung von Transportprozessen an Grenzflächen", das gemeinsam von der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Heidelberg eingerichtet wird. Sprecher ist Prof. Dr.-Ing. Cameron Tropea (Strömungslehre und Aerodynamik) aus Darmstadt, stellvertretender Sprecher Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Wolfrum aus dem Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg.

Bei zahlreichen Prozessen in der Natur und in der Technik spielen Transportvorgänge an Grenzflächen – wodurch Impuls, Wärme oder Stoff ausgetauscht werden – eine zentrale Rolle. Die Forschungsidee des Graduiertenkollegs besteht in der Entwicklung und Anwendung von optischen Messmethoden zur Erfassung transportbestimmender Größen an Grenzflächen. Besonders innovative Ansätze sind in den vorgeschlagenen Kombinationen von neuen optischen Messverfahren mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung vorhanden, zum Beispiel Fluoreszenztracer zur Messung von Temperatur und Konzentration, Einzelmolekülfluoreszenz für Abstandsmessungen in lebenden Zellen, der Einsatz von Flüssigkristallen zur Temperaturmessung, die tomografische NIR-Absorptionsspektroskopie zur Konzentrationsmessung oder die Anwendung von Femtosekundenlasern zur Partikelcharakterisierung.

Als Leitkonzept werden im Forschungsprogramm Modellsysteme (z.B. Tröpfchen, Oberflächenfilme) zur Methodenentwicklung und Aufklärung der mikroskopischen Prozesse benutzt, die eine Ankopplung an Modellierungsansätze ermöglichen. Parallel dazu umfasst das Forschungsprogramm praxisnahe Anwendungen auf ingenieurtechnischen, biologischen und umweltphysikalischen Gebieten.

Vorgesehen im Graduiertenkolleg sind 21 Doktoranden- sowie ein Postdoktorandenstipendium für einen Zeitraum von 4½ Jahren. Das Studienprogramm orientiert sich an der interdisziplinären Leitidee des Graduiertenkollegs. Es soll den Kollegiaten sowohl eine fundierte grundlagen- und methodenorientierte Ausbildung im Bereich der optischen Diagnostik, der naturwissenschaftlichen Modellierung und des ingenieurwissenschaftlichen Denkens ermöglichen, aber auch den direkten Bezug zur praktischen Anwendung vermitteln.

Das Studienprogramm besteht aus Grundlagenvermittlung durch Blockkurse (z.B. Optik / Optoelektronik / Optische Messtechnik, Biochemie / Biologische Austauschprozesse), vertiefende Lehrveranstaltungen (Gastvorträge, Ringvorlesungen, Vorlesungen) sowie Kolloquien (Gastvorträge, Seminartage, Klausurtagung). Kollegiaten sollen grundsätzlich von zwei Projektleitern betreut werden, vorzugsweise fachbereichsübergreifend.

Das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs baut auf bereits bestehenden Zusammenarbeiten zwischen mehreren Fachbereichen an der TU Darmstadt und an der Universität Heidelberg auf – Biologie, Physikalische Chemie, Maschinenbau, Physik, Umweltphysik. Die folgenden Wissenschaftler sind als Projektleiter beteiligt:
  • Dr. rer. nat. habil. A. Dreizler, Energie- und Kraftwerkstechnik / Maschinenbau/TUD
  • Prof. rer. nat. W. Elsäßer, Angewandte Physik / Physik/TUD
  • Prof. Dr.-Ing. M. Hampe, Thermische Verfahrenstechnik / Maschinenbau/TUD
  • Prof. rer. nat. B. Jähne, Digitale Bildverarbeitung in den Umweltwissenschaften / Umweltphysik/UHD
  • Prof. Dr.-Ing. S. Schabel, Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik / Maschinenbau/TUD
  • Prof. Dr.-Ing. P. Stephan, Technische Thermodynamik / Maschinenbau/TUD
  • Prof. Dr. G. Thiel, Membranbiophysik / Biologie/TUD
  • Prof. Dr.-Ing. C. Tropea, Strömungslehre und Aerodynamik / Maschinenbau/TUD
  • Prof. Dr. rer. nat. T. Tschudi, Experimentelle Licht- und Teilchenoptik / Physik/TUD
  • Prof. Dr. rer. nat. J. Wolfrum, Hochsch.-Doz. Dr. rer. nat. V. Ebert, Dr. rer. nat. D.-P. Herten, Physikalische Chemie / Chemie und Geowissenschaften/UHD
  • Prof. Dr. rer. nat. T. Walther, Laser und Quantenoptik / Physik/TUD

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Jürgen Wolfrum
wolfrum@urz.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


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