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19. Oktober 2004

"Solo an der Spitze: Heidelberg" (Focus)

Das Nachrichtenmagazin setzt in seinem neuen Ranking die Heidelberger Mathematik mit weitem Abstand an erste Stelle – Physik knapp auf Rang 2, mit dem größten internationalen Echo auf ihre wissenschaftlichen Publikationen unter allen deutschen Universitäten

"Solo an der Spitze: Heidelberg liegt klar vorn." So lautet – bezogen auf die Mathematik – ein Ergebnis des neuen Rankings, mit dem das Nachrichtenmagazin Focus nun an die Öffentlichkeit tritt. "Das größte Echo auf wissenschaftliche Publikationen bekommen Physiker der Uni Heidelberg", urteilt Focus über die Physik, die in diesem Fach bundesweit den zweiten Rang belegt. Für Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff ein Grund zur Freude: "Nach herausragenden Positionen in Biologie, Medizin und Jura sowie dem dritten Platz in den Politikwissenschaften attestiert das Nachrichtenmagazin nach einer profunden und wissenschaftsadäquaten Untersuchung der Universität Heidelberg nun auch Spitzenpositionen in den Fächern Mathematik und Physik, die wesentlich zum Profil der Ruprecht-Karls-Universität beitragen."

"Raus aus dem Elfenbeinturm" gegangen

"Raus aus dem Elfenbeinturm" seien – so Focus – die Spitzenstandorte der drei nun präsentierten Fächer gegangen. "Zwar dominiert in Mathematik, Physik und Informatik die abstrakte Theorie mindestens die ersten Studiensemester. Doch die Universitäten bemühen sich zunehmend, die Hochschüler früh mit anwendungsorientierter Forschung und der Industrie in Kontakt zu bringen. So bietet etwa Heidelberg neben der klassischen Mathematikausbildung das Diplomstudium ‚Mathematik mit Ausrichtung Wissenschaftliches Rechnen' an. Zusätzlich zum üblichen Nebenfach enthält dieser Studiengang noch einen 30-prozentigen Informatikanteil. ‚Das ist sehr praxisorientiert', betont Rolf Rannacher, Prodekan der Fakultät. ‚Zum Pflichtprogramm gehört unter anderem ein zweimonatiges Praktikum außerhalb der Universität, etwa in einem Industrie- oder Software-Unternehmen'" (Focus 43, S. 93).

Beim Zitationsindex und der Drittmittelquote erreicht die Heidelberger Mathematik jeweils den absoluten Spitzenwert. Die Reputation in der Forschung und in der Lehre erhält die höchst möglichen Punkte.

Prof. Dr. Rolf Rannacher, Prodekan der Fakultät für Mathematik und Informatik, beschreibt die Schwerpunkte so: "Die Heidelberger Mathematik ist geprägt durch eine durchgängig hohe Qualität in Reiner und Angewandter Mathematik, letztere mit dem herausragenden Schwerpunkt ‚Wissenschaftliches Rechnen'. Dabei profitiert sie von ihrer Einbettung in ein hochkarätiges Umfeld in Natur- und Lebenswissenschaften, das die Durchführung von überdurchschnittlich vielen interdisziplinären Drittmittelprojekten ermöglicht."

Heidelberger Physik liegt beim Zitationsindex von Thomson Scientific weit vor der Konkurrenz

Die Heidelberger Physik lässt beim Zitationsindex – mit dem Thomson Scientific Inc. in Philadelphia ermittelt, wie oft wissenschaftliche Publikationen eines Fachgebiets international zitiert wurden – die Konkurrenz der anderen bundesdeutschen Universitäten weit hinter sich. Nur wegen der enormen Drittmittelquote von fast 570 000 Euro pro Professor gelingt es der TU München, sich vor Heidelberg auf Platz 1 zu setzen: bei einem Zitationsindex von nur 59 gegenüber 100 in Heidelberg. Auch bei der Promotionsquote brilliert Heidelberg mit 3,3 (Promotionen pro Professor) gegenüber dem Erstplatzierten TU München mit 1,4. Ohne Wertung bleibt im Focus die Zahl der Studierenden im Wintersemester 2003/04, die mit 1375 deutlich an der Spitze aller Hochschulen steht und die Attraktivität Heidelberg für die Studierenden belegt.

"Wir freuen uns über den Ausgang und sind stolz auf unseren zweiten Platz", kommentiert Dekanin Prof. Dr. Johanna Stachel. Vor allem freue sie sich über das höchste ISI-Ranking und den zweithöchsten Platz in der Promotionsquote. "Beide reflektieren, dass wir eine stark forschungsorientierte Fakultät sind mit besonderem Augenmerk auf Hauptstudium und Promotionen."

Die Fakultät bedauert dagegen das schlechte Betreuungsverhältnis, "es ist auch eine meiner Hauptsorgen" (Stachel). Als Fakultät mit den höchsten Zahlen an Diplomen und Promotionen pro Jahr in Deutschland "sind wir bei weitem nicht mehr die größte Fakultät". Heute seien an der Universität 33 Professoren der Physik und Astronomie hauptamtlich tätig (das schließe laufende Berufungsverfahren sowie in Aussicht stehende Nachfolgen sowie die Informatik ein). "Dieses Verhältnis ist aber in Wirklichkeit abgemildert durch die Tatsache, dass an umliegenden Forschungsinstituten 66 an unserer Fakultät Habilitierte tätig sind, die an der Lehre und Betreuung mitarbeiten."

Auch hoffe die Fakultät, das Verhältnis durch das im Sommer 2004 eingeführte Eignungsfeststellungsverfahren zu verbessern. "Dadurch sollten Studenten ausgewählt werden, die mit großer Wahrscheinlichkeit im Studium erfolgreich sein werden", sagt die Dekanin. "Dadurch wird weniger Manpower durch personalintensive Betreuung in Anfängerpraktika und Übungsgruppen gebunden, ohne die Anzahl der erfolgreichen Abschlüsse zu reduzieren."

Die Fakultät sei "eigentlich stolz" auf die 8,9 Millionen Drittmittel, die sie pro Jahr einwerbe, "außer der Medizin die höchste Zahl in der Universität", allerdings zähle Focus 40 Professoren, im Gegensatz zu 33 hauptamtlich an der Universität tätigen. "Unsere Theoretiker, die sich sicher sehr positiv auf das ISI ranking in Zitationen auswirken, generieren natürlicherweise nicht so viel Drittmittel, da sie meist keine teure Ausstattung, sondern im Wesentlichen ihren Kopf benötigen" (Dekanin Prof. Stachel).

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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