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6. September 2004

"Student sucht Zimmer"

Wohnungssuche für Heidelberger Studierende ein Glücks- und Geduldsspiel – Bislang fehlen 3500 Wohnungen

Plakat: Student sucht Zimmer

"Dramatisch". Anders kann Renate Homfeld, die Leiterin der Abteilung studentisches Wohnen beim Heidelberger Studentenwerk, die Lage nicht beschreiben. Erneut dramatisch, könnte man auch sagen, denn seit einigen Jahren ist die Wohnungssuche für Heidelberger Hochschüler ein Glücks- und vor allem Geduldsspiel. Rund 6500 Studienanfänger strömen jetzt zum Wintersemester in die älteste Universitätsstadt Deutschlands, davon allein fast 6000 für ein Studium an der Ruperto Carola. Nur etwa 1000 der Nachwuchsakademiker werden einen der begehrten Wohnheimplätze ergattern, noch einmal 1500 bei der Familie oder Verwandten unterkommen können. Die anderen – rund 4000 – sind auf den privaten Wohnungsmarkt angewiesen; dem stehen bislang magere 500 Angebote potenzieller Vermieter gegenüber, führte Renate Homfeld bei der Pressekonferenz zum Auftakt der Kampagne "Student sucht Zimmer" aus.

Dass unter den pittoresken Dächern der weltberühmten Neckarstadt der Wohnraum für Hochschüler derart knapp ist, gründet in den seit einigen Jahren wieder steigenden Studentenzahlen. Als nämlich vormals die Gebühren für Langzeitstudenten an der Uni eingeführt wurden, leerten sich die Hörsäle merklich: Um bis zu 6000 ging die Zahl der Immatrikulierten seinerzeit zurück. Dadurch wurden Wohnungen frei, die vornehmlich von anderen Bevölkerungsgruppen angemietet wurden – solchen, die überwiegend langfristige Verträge schlossen. Seit dem Jahr 2000 geht es mit den Studentenzahlen jedoch wieder steil bergauf, Zimmer indes sind und bleiben Mangelware. Verschärft wird dieses Problem noch durch die forcierte Umstellung auf Studienjahre – längst schon drängt das Gros der Erstsemester im Herbst auf den Heidelberger Wohnungsmarkt.

Weit mehr als nur eine negative Begleiterscheinung des Missverhältnisses von Angebot und Nachfrage sind die hohen Mieten, die nachgerade Studierende aus dem Ausland hart treffen, schilderte Dr. Joachim Gerke vom Akademischen Auslandsamt der Universität. Für ihre Studentenbude müssen die Hochschüler in Heidelberg durchschnittlich fast 350 Euro im Monat anlegen. Tendenz steigend.

Mit seiner breitangelegten Kampagne "Student sucht Zimmer" will das Heidelberger Studentenwerk auch in diesem Jahr dafür sorgen, dass schlussendlich kein Hochschüler unter der Alten Brücke schlafen muss. 1000 Plakate – gesponsert von der Heidelberger Druckmaschinen AG – werden hier wie in den Umlandgemeinden auf die Wohnungsnot aufmerksam machen; 10 000 Postkarten mit dem gleichen Motiv haben den Vermieter mit Herz für akademischen Nachwuchs zum Adressaten. Gestaltet wurde das Plakat von Marine Ludin, die im nächsten Frühjahr ihr Studium am Lehrstuhl für Illustration der Fachhochschule Hamburg abschließen will. Weitere PR-Aktionen vom Zelten auf dem Uniplatz über eine große Vermieter-Tombola bis hin zu Rundfunk-Spots sollen folgen.

Neben der Vermittlung privaten Wohnraums – der größten in Deutschland übrigens – und den unvermeidlichen Notquartieren, die ab dem 20. September eingerichtet werden, sucht das Studentenwerk durch den Bau von Wohnheimen die ärgste Not der Hochschüler zu lindern. Derzeit wird im Neuenheimer Feld (INF 129) ein Gebäude mit 185 Plätzen errichtet, dass man zum Wintersemester 2005 fertig stellen will. Die Kosten von 7,8 Millionen Euro, machte Geschäftsführer Dieter Gutenkunst deutlich, muss das Studentenwerk angesichts der klammen öffentlichen Hand größtenteils alleine schultern.

Information: Zimmer- und Wohnungsangebote nimmt das Studentenwerk Heidelberg entgegen unter Tel. 06221-542669, Fax 542703 zi.stw@urz.uni-heidelberg.de

Rückfragen bitte an:
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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