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23. September 2004

Eingependelt im dauernden Chaos

Das Explo im Technologiepark ist noch attraktiver geworden – Auszubildende von Heidel-Druck bauten das "Chaotische Pendel"

Das Leben ist chaotisch und kleine Ursachen können große Wirkung haben. Den sehr offensichtlichen Beweis liefert seit gestern im Explo Heidelberg das "Chaotische Pendel", das Auszubildende der Heidelberger Druckmaschinen (HDM) konstruiert und dem Explo als Dauerexponat überlassen haben.

Dort ist es Teil der interaktiven Ausstellung "Wahrnehmen mit Augen und Ohren – Da bewegt sich doch etwas". Das Chaotische Pendel besteht aus zwei hintereinander gelagerten und miteinander verbundenen Winkelpendeln; die Schwinggewichte sind aus mehreren Gelenken konstruiert. Um das Pendel in Bewegung zu setzen, wird ein Handrad ein wenig eingedrückt und dann gedreht. Lässt man es los, beginnen die Pendel frei zu schwingen. Die Logik würde besagen, dass sie parallel schwingen sollten, doch genau das tun sie nicht. Sie führen vielmehr völlig unabhängig voneinander unterschiedliche Bewegungen aus und schwingen auch unterschiedlich lang – völlig chaotisch eben.

Grund können kleinste Veränderungen in der Umgebung sein, beispielsweise ein minimaler Lufthauch oder ein winziges Staubkorn. So lässt sich nie genau vorhersagen oder gar berechnen, wie sich die Pendel bewegen werden. Diese Tatsache widerspricht der klassischen Mechanik, die besagt, dass ähnliche Ursachen auch ähnliche Wirkungen hervorbringen sollen. Explo-Besucher können sich so ab sofort nicht nur die Chaostheorie höchst eindrucksvoll vor Augen führen, sondern auch Ästhetik und Qualität des Chaotischen Pendels bewundern.

"Die Jugendlichen haben einen ganz tollen Job gemacht", unterstrich denn auch der Vorstandsvorsitzende von HDM, Bernhard Schreier. Sechs Monate lang haben zehn Auszubildende, darunter Industriemechaniker, technische Zeichner und Kaufleute, gemeinsam gearbeitet. "Wir haben dabei gelernt, Probleme zu lösen, soziale Kompetenz erworben, wir haben Termindruck standgehalten und über Kostenfragen diskutiert", fasste Jens Maier für das Team zusammen.

Eine genaue Dokumentation belegt jeden Arbeitsschritt, vom ersten Vorgespräch mit der Geschäftsführerin der Stiftung Jugend und Wissenschaft, Professorin Charlotte Schulze, bis zum Transport des Chaotischen Pendels in das Explo-Gebäude im Neuenheimer Feld. Dass sich dabei eine Tür als zu schmal erwies, und das Pendel etwas verkleinert werden musste, berichteten die Auszubildenden mit leichtem Augenzwinkern.

OB Beate Weber würdigte die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Stadt und dankte den Heidelberger Druckmaschinen für ihr Engagement. "Es ist wichtig, der Jugend den Zugang zur Wissenschaft zu ermöglichen", so die Oberbürgermeisterin. Gut ein Jahr nach seiner Eröffnung kommen rund 1000 Besucher monatlich in das Explo, das sich beständig verändert und vergrößert, wie Charlotte Schulze erklärte. Zu den neuen Versuchsanordnungen gehören jetzt eine bergauf rollende Kugel, ein "Klick Klack" mit Stahlkugeln, das Impulsübertragung demonstriert, Chladnische Klangplatten, bei denen man Schwingungsfiguren erzeugen kann, ein Wirbellauf und ein vibrierender Summstein.
Ingeborg Salomon

Informationen unter www.explo-heidelberg.de

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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und
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