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28. September 2004

Die Guten ins Töpfchen

Auswahl an der Universität Heidelberg: Für den Bachelor-Studiengang "Molekulare Biotechnologie" werden die Besten der Besten gesucht – Wer sich in Interviews gut präsentiert, hat Chancen

Die Biotechnologen vom Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg haben Sorgen, die sich andere Institute wahrscheinlich wünschen. Wenn die Naturwissenschaftler ihren Nachwuchs aussuchen, dann müssen sie unter den Besten der Besten wählen. Von den 125 Bewerbern, die es im Auswahlverfahren zum kommenden Wintersemester in die engere Auswahl schafften, hatten 80 einen Abi-Schnitt zwischen 1,0 und 1,3. Der Rest lag unter 2,0. Hier nimmt der Wettbewerb um die "besten Köpfe" ganz andere Konturen an.

Überdeutlich wird so, dass bei der Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Abi-Schnitt alleine nicht mehr das Maß das Dinge sein kann. "Wir wollen nicht nur 1,0-Abiturienten, sondern interessierte Studenten", sagt Katrin Kneféli vom Studiensekretariat des IPMB, die den Bewerbungs-Marathon des erst drei Jahre jungen Fachs koordiniert. Seit 2001 bietet die Uni Heidelberg den sechssemestrigen Bachelor-Studiengang "Molekulare Biotechnologie" in der Fakultät für Biowissenschaften an. Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen in den Bereichen Wirkstoffforschung, Bioinformatik und Biophysikalische Chemie. Von Anfang an wurden die Studenten "handverlesen". Denn der Andrang ist enorm. Regelmäßig bekunden 450 Studenten ihr Interesse für einen der 45 freien Plätze pro Studienjahr.

Um die Spreu vom Weizen zu trennen, praktizieren die Biotechnologen ein aufwändiges Auswahlverfahren in zwei Schritten. Zunächst wird aus der Gesamtnote des Abiturs und verschiedenen Fachnoten der Oberstufe eine Punktzahl errechnet. Besonders berücksichtigt werden dabei die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch sowie die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik. Aus den so ermittelten Punktesummen wird eine Rangliste aller Bewerber erstellt, wobei auch außerschulische Leistungen – beispielsweise Preise im Wettbewerb "Jugend forscht" oder soziales Engagement – mit Bonuspunkten berücksichtigt werden.

Die 125 Besten der so ermittelten Bewerber erreichen im Wettbewerb um die wenigen Studienplätze die zweite Stufe und werden zu Auswahlgesprächen eingeladen. Vor insgesamt zwei Professoren müssen sich die Aspiranten jeweils 15 Minuten lang präsentieren und ihre Motivation für das Studienfach begründen. Selbstverständlich geht es bei diesem Gespräch weder um das Abprüfen von Abiturwissen noch spezielles Fachwissen. Aber wer auf aktuelle Fragen der Biotechnologie oder der Gentechnik antworten kann, hinterlässt zumindest einen positiven Eindruck.

"Für uns ist das ein enormer Kraftakt", berichtet Kneféli. Nicht nur der finanzielle Aufwand, sondern auch die personellen Belastungen sind erheblich. Nicht nur, dass alle 125 Bewerber an einem Tag zu den Interviews gebeten werden, die von einem Dutzend Dozenten geführt werden. Auch die Auswertung muss schnell gehen. Schließlich bewerben sich die Abiturienten nicht nur in Heidelberg. Das Institut am Neckar steht in Konkurrenz mit einem halben Dutzend deutscher Universitäten, die ähnliche Studienschwerpunkte anbieten. Wer die hellsten und motiviertesten Köpfe haben will, sollte sein Interesse schnell kundtun. Innerhalb von einem Tag werten die Biotechnologen die 250 Interviews aus. Jeder Bewerber erhält vor den Interviews eine Kennnummer, mit der er wenige Tage später das Ergebnis des Auswahlverfahrens im Internet abrufen kann. Zwei Tage nach den Gesprächen werden 45 Emails versandt. Empfänger: Jene glücklich Motivierten, die sich im kommenden Semester "MoBi's" nennen dürfen. Nach nur einer Woche haben die künftigen "Studis" ihren schriftlichen Zulassungsbescheid in der Hand!

Prof. Dr. Michael Wink, Studiendekan der Molekularen Biotechnologie, zieht das Fazit: "Das mündliche Auswahlverfahren ist zwar sehr aufwändig, aber es lohnt sich für alle!"
Alexander R. Wenisch

Rückfragen von Journalisten bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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