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29. September 2004

"Leben mit Krebs – Antworten auf neues Wissen"

Patiententag des Tumorzentrums Heidelberg/Mannheim informierte über aktuelle Therapiemöglichkeiten bei Krebserkrankungen

Patiententag 2004

Zum Patiententag 2004 "Leben mit Krebs – Antworten auf neues Wissen" des Tumorzentrums Heidelberg/Mannheim kamen knapp 800 Teilnehmer. (Foto: A. Dreher)


Unter dem Motto "Leben mit Krebs – Antworten auf neues Wissen" lud das Tumorzentrum Heidelberg/Mannheim am 25. September zum dritten Mal zu einem Patiententag ein. Die Informationsveranstaltung fand bei Krebspatienten, Angehörigen und interessierten Laien großen Zuspruch: Knapp 800 Teilnehmer informierten sich in Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Expertenrunden, Workshops und an zahlreichen Informationsständen über aktuelle und neue Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen sowie verbesserte Wege der Patientenversorgung.

"Dies ist eine Veranstaltung im Dienste der Patienten" sagte Professor Dr. Dr. Markus Büchler, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Tumorzentrums Heidelberg/Mannheim, in seiner Eröffnungsrede. Er verwies auf die hohe Bedeutung des Gesprächs zwischen Arzt und mündigem Patienten. Die Mitsprache und das Mitdenken gut informierter Patienten könnten entscheidend zu besseren Behandlungsergebnissen beitragen.

Der Patiententag machte deutlich, wie groß das Informationsbedürfnis bei Betroffenen ist. Experten aus Medizin und Wissenschaft gingen in ihren Vorträgen und Diskussionsrunden speziell auf Themen ein, die Patienten und Angehörige während der Erkrankung oder nach erfolgter Behandlung beschäftigen.

Zukunftsweisende Behandlungsmöglichkeiten im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen

So stellte Professor Büchler das neue Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg vor. Die Einrichtung wurde im Juli 2003 mit dem Ziel einer optimalen Versorgung von Krebspatienten gegründet. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Experten des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums und der Thoraxklinik Heidelberg sowie Beratungsdiensten und Selbsthilfegruppen entsteht eine beispielhafte Verknüpfung von Forschung und Patientenversorgung, wobei der Patient immer im Mittelpunkt steht. Dies ermöglicht schnellere und gezielte Diagnosen sowie bessere Behandlungsmöglichkeiten zum Wohle des Patienten. Das NCT in Heidelberg übernimmt dabei eine Vorreiterrolle und soll bundesweit zur Einrichtung weiterer Tumorzentren beitragen.

Tumorschmerzen lassen sich erfolgreich mindern

Ein großes Problem vieler Krebspatienten stellen die durch die Erkrankung auftretenden Schmerzen dar. Dass die Betroffenen oft unnötig leiden, erläuterte Dr. Hans-Joachim Gebest vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Dabei sei die immer noch unzureichende Schmerzschulung der Ärzte sowie die Zurückhaltung der Patienten das Hauptproblem. Die Schmerzen könnten oft durch ein offenes Umgehen mit dem Schmerzempfinden und durch richtige Schmerztherapie gelindert werden.

Professor Dr. Hubert-Josef Bardenheuer, Leiter des Schmerzzentrums der Universitätsklinik für Anaesthesiologie Heidelberg, verwies zudem auf die Gefahr der chronischen Schmerzentstehung bei verzögerter Schmerzbehandlung. Er erklärte, dass auch eine ambulante Behandlung der Patienten durch bestimmte Einrichtungen möglich sei.

Beratung zu diesem Thema bietet ein speziell eingerichtetes Schmerztelefon Telefon: (06221) 42 20 00 und die Homepage des Informationsdienstes Krebsschmerz (KSID) des Deutschen Krebsforschungszentrums www.ksid.de.

Klinische Studien bringen mehr Sicherheit für Arzt und Patient und erhöhen langfristig die Heilungschancen

Wie und auf welche Weise ein Krebspatient vom Arzt behandelt wird, hängt entscheidend vom aktuellen Kenntnisstand und den Erfahrungswerten über bestimmte Therapiewege ab. Professor Dr. Dr. Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg, erläuterte, dass dabei die Auswertung klinischer Studien für eine erfolgreiche Behandlung der einzelnen Krebsformen von entscheidender Bedeutung ist. Bis heute konnten durch klinische Studien, welche unter strengen ethischen Kriterien stattfinden, die Therapien bestimmter Tumorarten entscheidend verbessert werden. Eine große Anzahl von teilnehmenden Patienten bietet somit die Möglichkeit, verbesserte Behandlungswege zu ergründen und schonendere Therapieformen zum Wohle der Patienten durchzusetzen. Professor Debus appellierte an alle Beteiligten, die große Bedeutung klinischer Studien anzuerkennen und unbegründete Ängste und Hürden abzubauen.

In weiteren Vorträgen informierten Mediziner und Wissenschaftler darüber, wie Vererbung, Umwelt und Ernährung die Krebsentstehung beeinflussen und welche Bedeutung alternative Therapieformen in der Krebstherapie haben. In Expertenrunden konnten sich die Besucher eingehend über bestimmte Tumorarten informieren. Die rege Podiumsdiskussion "Antworten auf neues Wissen" rundete das vielfältige Angebot der Veranstaltung ab.

Seit über 26 Jahren engagiert sich das Tumorzentrum Heidelberg/Mannheim für verbesserte Früherkennung, Diagnostik und Therapien bei Krebserkrankungen. Ein großes Anliegen dabei ist die direkte Kommunikation mit Patienten und Betroffenen, wozu der Patiententag alle zwei Jahre die Möglichkeit bietet. Die Veranstaltung wird vom Krebsverband Baden-Württemberg unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft der Heidelberger Oberbürgermeisterin Beate Weber.

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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